Predigt-Nachlese: 2.Petrus 3

Heute habe ich eine Predigt gehört über 2.Petrus 3. Ich könnte nicht gerade behaupten, dass ich in meinem Leben viele Predigten über dieses Kapitel gehört hätte, und es enthält wahrlich! einige schwer verdauliche Brocken.

Ich möchte jetzt nicht alles wiedergeben, nur über ein paar Punkte weiter nachdenken, die mir aufgefallen sind.

2. Petr.3,7 ist schon ein harter Vers: „Durch dasselbe Wort Gottes werden nun auch die jetzigen Himmel und die jetzige Erde für das Feuer aufgespart. Sie werden bewahrt bis zum Tag des Gerichts, an dem die Gottlosen zugrunde gehen. “  Sag dir das mal, wenn du am Ufer des Rheins stehst, während im strahlenden Sonnenschein die Schiffe gemächlich vorbeituckern……wenn du gerade bewunderst, wie die Abendsonne ein glühendes Farbenspiel an den Himmel malt…… wenn du eine Hochzeit feierst….. wenn du voller Vergnügen alle Pfiffigkeiten deines neuen Smartphones ausreizt……. wenn du Kunstwerke in einem Museum bewunderst……..wenn du ein fröhlich spielendes Kind betrachtest, von dem du nicht weisst, welchen Weg es im Leben gehen wird…..

Aber es kommt noch besser ab  Vers 10: „Der Tag des Herrn wird aber so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen und die Himmelskörper im Feuer verglühen. Die Erde und alles, was der Mensch auf ihr gemacht hat, werden dann verbrannt werden. Wenn sich das alles nun so auflösen wird, was für ein Anliegen müsste es euch dann sein, ein Leben in Heiligkeit und Ehrfurcht vor Gott zu führen, den Tag Gottes zu erwarten und seine Ankunft zu beschleunigen – den Tag, an dem die Himmel im Feuer verbrennen und die Elemente im Brand zerschmelzen werden. “

Nicht etwa dass ich diese Zukunftsperspektive zutiefst bedauern soll, sondern ich soll sie gespannt erwarten und ganz daraufhin leben?!

Ist das nicht irgendwie pervers?

Vers 13 gibt uns eine Erklärung:  „Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.“ Das ist das Ziel unsrer Sehnsucht, und was in dieser jetzigen Welt gut und doch befleckt ist, weist über sich selbst hinaus eben darauf hin.

Gottes neue Welt braucht Platz. Trotz aller Schönheit ist diese jetzige Welt nicht reformfähig. Durch Verlust dessen, was uns kostbar erscheint, wird der Weg frei für das maximal Gute.

Und Gott selbst „zögert“ noch, obwohl es sicher ist, dass er Gericht und Vollendung durchführen wird. Aber er will Menschen mitnehmen. Dazu lässt er das Evangelium verkündigen. Dazu müssen sie umkehren, sich reinigen und neu machen lassen, wie Vers 9 sagt: „Der Herr verzögert seine Zusage nicht, wie manche das meinen. Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, denn er will nicht, dass irgendjemand zugrunde geht, sondern dass alle Gelegenheit haben, zu ihm umzukehren.“

Und nun? Was bedeutet das für mich? Werde ich jetzt depressiv, kann das Leben nicht mehr genießen, weil ich weiss, dass sowieso alles vergeht?

Ich denke, es wäre dumm, Schönes nicht zu genießen, weil Schöneres kommt. Trotzdem ändert sich meine Einstellung. Ich kann diese Welt innerlich loslassen – sie ist eh nur ein Vorgeschmack, der Trailer des Films sozusagen.

Und ich sollte das Anliegen Gottes teilen, Menschen zu retten und mitzunehmen in jene wunderbare Zukunft.

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