Hochmut im Kopfstand

Ein alter Prediger pflegte zu sagen: „Minderwertigkeitskomplexe sind Hochmut im Kopfstand.“ Ich glaube,er hatte recht.
Rebellion kleidet sich in den Schafspelz der Demut.
Der Minderwertigkeitskomplex jammert: Ich bin nichts wert. Mein Selbstwertgefühl ist so gering.
Die Demut staunt: Mein Gott, so wertvoll bin ich dir, dass du deinen Sohn für mich gegeben hast?
Der Minderwertigkeitskomplex klagt: Ich kann gar nichts. Alle anderen können mehr, haben mehr, sehen besser aus…
Die Demut dankt: Du hast mir Gaben gegeben; ich will sie zu deiner Ehre einsetzen.
Der Minderwertigkeitskomplex fühlt sich immer zu kurz gekommen. Die Demut wundert sich über so viele Geschenke Gottes in ihrem Leben.
Es gibt in der Bibel einen Mann, der fand, was er habe, sei gar nicht der Mühe wert,überhaupt was damit anzufangen. Am Ende sagt er zu Gott: „Ich wusste, dass Du ein harter Herr bist. Du hast mir einfach nicht genug gegeben. Die anderen haben viel mehr bekommen. Und jetzt willst du was von mir verlangen?“
Und Gott wird ziemlich zornig! Er findet das frech, faul und unverschämt.
Deswegen sind Minderwertigkeitskomplexe kein Kavaliersdelikt. Sie werden auch nicht durch Steigerung des Selbstwertgefühls geheilt. An ihrer Wurzel sitzt Unglaube und Undankbarkeit, und da muss die Kur auch beginnen. Es ist kein einfacher Weg, vor allem, wenn die Denkmuster tief eingeschliffen sind, aber mit Gottes Hilfe kann der Berg erklommen werden.

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