Was bedeutet der Regenbogen?

Gestern ist jemand auf meinem Blog gelandet, weil er den Suchbegriff “Gebet zum Regenbogen” eingegeben hat – da hat er hier glücklicherweise nichts gefunden. Das hat mich aber auf die Idee gebracht “meinen” Regenbogen ein bisschen zu erläutern.

Zuallererst muss ich errötend bekennen, dass ich auf den Regenbogen kam, weil ich ein Foto davon besaß und dachte: “Das wär was für den Header, und da hat niemand irgendwelche Rechte dran.” Aber dann fand ich es auch von der Symbolik her passend.

Das erste Mal, dass der Regenbogen in der Bibel erwähnt wird, ist nach der Sintflut. “Nie mehr wird eine Flut die Erde zerstören. Dieser Bund zwischen mir und euch gilt jeder kommenden Generation und jedem Lebewesen bei euch. Und als Zeichen dafür setze ich meinen Bogen in die Wolken. Jedes Mal, wenn ich Wolken über der Erde zusammenziehe und wenn dann der Bogen erscheint, werde ich an mein Versprechen denken, das ich euch und allen Lebewesen gegeben habe: Nie mehr sollen die Wassermassen zu einer Flut werden, die alles Leben vernichtet. Der Regenbogen wird in den Wolken stehen, und ich werde ihn ansehen und an den ewigen Bund denken, den ich mit euch und allen Lebewesen auf der Erde geschlossen habe. Und dieser Bogen“, sagte Gott zu Noah, „ist das Zeichen für den gültigen Bund.“  (1.Mose 9,11-17)

Nun haben viele kluge Leute viele kluge Dinge über diesen Bund gesagt, und ich bin kein Theologe. Aber ich denke, es ist nicht falsch, wenn ich behaupte, dass der Regenbogen ein Gnadenzeichen ist, das uns an Gottes beständige Treue erinnert.

Dann erscheint eine Art Regenbogen noch im Zusammenhang mit der Herrlichkeit Gottes. Hesekiel sieht diese Herrlichkeit in einer Vision: “Das strahlende Licht um ihn herum sah wie der Bogen aus, der am Regentag in den Wolken erscheint. So zeigte sich die Herrlichkeit Jahwes.” (Hes.1,28) Insofern erinnert mich der Regenbogen auch an Jesus, der der Abglanz der Herrlichkeit Gottes und seines Wesens ist, und der uns eine noch viel größere Gnade und einen besseren Bund gebracht hat.

Und ich habe persönlich noch einen 3. Bezug zum Regenbogen, insofern mein Arbeitsplatz sich “Regenbogengruppe” nennt. Dort werden schwerst mehrfachbehinderte Menschen betreut, und sie gehören für mich auch zu der Buntheit, die Gott sich für unsere Gesellschaft gedacht hat. Deswegen ist es mir auch ein Herzensanliegen, dass wir sie annehmen, vor und nach der Geburt, und ich sehe die “Ausrottungstendenzen” mit Hilfe der pränatalen Diagnostik mit Sorge.

Mit den übrigen Regenbögen, die in dieser Welt herumschwirren, hab ich nichts zu tun, und schon gar nicht bete ich zu irgendeinem!

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