Die Lehren meines Vaters

Ich habe einen gottesfürchtigen Vater, der jetzt 85 Jahre alt ist.  Er ist nicht ohne Fehler, und wir sind auch nicht in allem einer Meinung, aber er ist mir immer ein großes Vorbild gewesen. Und es gibt einige Dinge, die ich von ihm gelernt habe, die ich bewahren möchte, wie es das Buch der Sprüche in der Bibel immer wieder empfiehlt. Deswegen werde ich in loser Folge mal die eine oder andere Erinnerung posten in der Hoffnung, dass auch andere davon profitieren können.

Charakteristisch war sein Pfeifen der Melodie zum Wecken morgens um 6. Er legte großen Wert darauf, dass wir alle pünktlich am Frühstückstisch zusammensaßen, aber er weckte uns immer freundlich und gut gelaunt. Und bis dahin hatte er schon (in der kalten Jahreszeit) das Haus geheizt, den Kaffee gekocht, den Tisch gedeckt und unsre Schulbrote geschmiert. Und natürlich in seiner Bibel gelesen. Erst als wir in der Schule darüber sprachen, was der Vater und was die Mutter macht, merkte ich, dass das nicht so ganz normal war. Damals waren allgemein in der Gesellschaft die Rollen von Männern und Frauen noch klar definiert. Auch bei uns gab es nie einen Zweifel darüber, wer Oberhaupt und Vorstand der Familie war – aber für meinen Vater hieß das, meiner immer etwas kränklichen Mutter und uns allen zu dienen. Daher:

Lehre Nummer 1: Vorstehen heißt Dienen.

Ein Gedanke zu „Die Lehren meines Vaters

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