Die Lehren meines Vaters (5)

Es gab bei uns zu Hause nie einen Zweifel darüber, wer das Sagen hatte und warum. Die oberste Autorität war Papa, dann kam Mama, und falls die beiden mal verschiedener Meinung waren, haben wir es eher nicht mitgekriegt. Und es gab ebenso keinen Zweifel darüber, warum das so war: Weil Gott diese Ordnung etabliert hatte und in der Bibel stand: “Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern!”

Es war nicht, weil Papa klüger war und stärker oder das Geld verdiente (obwohl all das zutraf), oder weil er sich selbst so wichtig genommen hätte. Nein, sondern ihm war die Leitung aufgetragen, und ich glaube, das hat ihm nicht immer Spaß gemacht. Aber er wusste, dass Gott ihn für seinen “Haushalt” zur Verantwortung ziehen würde.

Schrittweise wurde uns die Verantwortung für unser Leben selber übergeben, was zu der Zeit generell etwas gemächlicher vonstatten ging als heute, denn man wurde erst mit 21 Jahren volljährig. In unser Leben als Erwachsene haben sich unsere Eltern nur auf Wunsch eingemischt, und ich denke, das ist der beste Beweis dafür, dass es ihnen nicht um irgendeine Machtstellung ging, sondern um die Verantwortung vor Gott.

Natürlich haben sie Fehler gemacht – natürlich war ich als Kind und Heranwachsende oft nicht einverstanden. Aber ich wusste auch immer, dass sie es vor Gott richtig machen wollten.

Lehre Nummer 5: Autorität ist delegiert. Sie ist nicht in uns selbst begründet, und sie bedeutet vor allem Verantwortung.

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