Die Lehren meines Vaters (6)

In Psalm 84 sagt der Dichter: “Ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten der Gesetzlosen.”

Mein Vater hatte seine eigene Art, das zu übersetzen.

An seinem 25. Dienstjubiläum (wenn ich mich recht erinnere) wollte sein Chef abends nach Dienstschluss für ihn eine kleine Feier ausrichten.

Da sagte Papa zu ihm: “Ach, Sie wissen doch, Herr B., an dem Abend gehe ich immer zur Gebetsstunde; da kann ich nicht.”

Ja, das wusste sein Chef, denn seine und unsre Familie wohnten beide auf dem Betriebsgelände, so dass wenig von unserem Privatleben verborgen blieb, und wir Kinder spielten auch zusammen.

Ob sein Chef das verstanden hat, weiß ich nicht, aber er hat es von seinem hochgeschätzten Mitarbeiter akzeptiert. Statt der Party gab es dann einen Scheck.

Lehre Nummer 6: Das Zusammenkommen der Gläubigen, sei es auch unscheinbar und schlicht, ist immer die bessere Feier, weil der Herr der Herren gegenwärtig ist!

2 Gedanken zu „Die Lehren meines Vaters (6)

  1. Ruth Autor

    Das ist natürlich wahr, und Isolationismus ist auch eine Gefahr. Wir können die Nicht-Christen nicht erreichen, wenn wir jeden Kontakt vermeiden. Es kommt immer auf die Motive an. Liebt mein Herz die Feiern oder die Leute? Und wo zieht es mich hin? Sind mir die Zusammenkünfte der Gläubigen was wert?

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