Freigelassen

Neulich las ich einen Bericht über die Christen in Nordkorea. Ein geflohener Augenzeuge erzählte, wie die Gläubigen in den Arbeitslagern gequält werden. Sie müssten den Kopf immer gesenkt halten, damit sie nicht etwa zum Himmel und zu Gott aufschauen können.

Und ich dachte: Welch eine Sklaverei! Schlimmer kann es einem Menschen doch nicht mehr gehen, mehr kann man ihn nicht mehr einengen und versuchen, selbst sein innerstes Denken unter Kontrolle zu zwingen! Wie kann man da als Christ innerlich überleben, wenn man weder Bibel lesen noch singen noch beten darf?

Und dann fiel mir das Wort aus 1. Korinther 7,22 ein:

“Denn wer als Sklave in die Gemeinschaft des Herrn gerufen wurde, ist ein Freigelassener des Herrn, und wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave von Christus.”

Gott hat diese Geschwister freigemacht von der eigentlichen Sklaverei, in der ihre Peiniger noch stecken. Er hat ihren innersten Kern unantastbar gemacht. Ihre Bewacher sind dumm, wenn sie meinen, Gott sei nur oben. Nein, er wohnt in ihnen, und sie können im ständigen Gespräch mit ihm stehen. Nichts und niemand kann sie trennen von der Liebe Jesu. Und ihre Seelen werden sie niemals kriegen, weil Gott sie freigelassen hat!

Und wir? Wir sind (noch) äußerlich frei. Aber wir dürfen Sklaven Jesu sein und diese unsere Freiheit für ihn nutzen.

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