Die Lehren meines Vaters (8)

Wir hatten mit unseren 7 Kindern endlich ein Haus zur Miete gefunden, das allerdings extrem herunter gekommen und renovierungsbedürftig war. Mein Vater war damals im vorzeitigen Ruhestand und konnte uns helfen. Tagelang klopfte er Schlitze, weil die ganze Elektrizität erneuert werden musste, kachelte Bad und Dusche und tat sonst was nötig war, obwohl er von Natur kein Mensch ist, dem das Handwerkliche liegt. Dabei hatte er solche Rückenschmerzen, dass er nicht gerade laufen konnte, aber die Sachen duldeten keinen Aufschub, weil wir nicht so viel Miete doppelt bezahlen konnten.

Wenn ich ihn anschaute, hatte ich fast ein schlechtes Gewissen, ihm solche Lasten aufzubürden. Das sagte ich ihm auch, aber er lächelte nur und sagte: “Ach, für euch tu ich das doch gern!

Diese Worte gehören zu den Dingen, die ich nie vergesse, und in denen er mir ein Vorbild geworden ist.

Lehre Nummer 8: Wenn du für jemand ein Opfer bringst, lass ihn nicht spüren, was es dich kostet, sondern mach es ihm leicht, es anzunehmen.

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