Predigt-Nachlese: Die Ablehnung des Königs

Text: Lukas 19,11-27

Jesus ist nahe bei Jerusalem. Sein Weg führt zum Kreuz, aber außer ihm ist das niemand klar. Im Gegenteil, die begeisterten Mengen, die ihm folgen, erwarten, dass er das Königreich ausruft und die Macht ergreift, vielleicht sogar anlässlich des Passahfestes. Zwar hat Jesus schon früher darauf hingewiesen, dass er gegenwärtig nicht vorhat, ein irdisch greifbares Reich aufzurichten, aber niemand scheint es verstanden zu haben. Er ist nicht gekommen, um Landstriche und Städte zu erobern, sondern Sünder zu erretten und sein Reich in ihren Herzen zu bauen.

Er erzählt ihnen eine Geschichte, die ihrer Lebenswelt entstammt. Herodes Archelaos (das ist der Herodes, nach dessen Machtantritt  Maria, Josef und Jesus aus Ägypten zurückkehrten) war von seinem Vater zum Nachfolger eingesetzt worden. Da seine Brüder ebenfalls Ansprüche erhoben, reiste er nach Rom, um sich durch Kaiser Augustus seinen Titel bestätigen zu lassen (was allerdings nicht vollumfänglich gewährt wurde; er wurde nur zum Ethnarchen ernannt). Als er zurückkehrte, vernichtete er seine Feinde und belohnte seine Anhänger.

Dieser Hintergrund bietet sich als Illustration an für das, was bevorsteht. Jesus würde sein Reich nicht unmittelbar aufrichten, sondern zuerst in “ein fernes Land” gehen. Dort wird er zum König erhoben werden und wiederkommen.

Bis zu dieser Wiederkunft vertraut er seinen Dienern etwas an, womit sie wirtschaften sollen. Das ist die Weise, mit der sie ihm Anhänglichkeit, Loyalität und Respekt ausdrücken können. Aber die Bewohner eben des Reiches, das er empfangen soll, hassen ihn und senden ihm eine Delegation hinterher, die ausrichten lässt: “Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrscht!”

Die Welt hasst Jesus, immer noch, und wenn er wiederkommt, wird er Gericht üben; das ist das eindeutige Zeugnis der Heiligen Schrift. Dass er vor diesem Gericht warnt und immer noch warnen lässt, liegt in seiner Liebe begründet, denn Gott  will, “dass alle Menschen gerettet werden und die Wahrheit erkennen”. (1.Timotheus 2,4) Eben deswegen fordert er alle Menschen überall auf, ihre Einstellung zu ändern.

Und was ist mit denen, die sich zu ihm als König bekennen? Was ist es denn, was er ihnen anvertraut hat? Er hat sie gerettet und ihnen seine Liebe und Gnade zum Weitergeben anvertraut. Auch sie lassen sich in 2 Gruppen einteilen:

Wenn Jesus wiederkommt, zu welcher Gruppe werden wir gehören? Zu denen, die ihn lieben und ihm willig dienen, zu den Heuchlern oder zu den Hassern?

Er will jeden retten, der umkehren möchte. Heute ist die Gelegenheit dazu! Du kannst jetzt zu ihm kommen.

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