Gelesen: „The Secret Thoughts of an Unlikely Convert“

The Secret Thoughts of an Unlikely Convert: An English Professor's Journey into Christian FaithThe Secret Thoughts of an Unlikely Convert: An English Professor’s Journey into Christian Faith by Rosaria Champagne Butterfield My rating: 5 of 5 stars Rosaria Butterfield erzählt die Geschichte ihrer Bekehrung. Wie wird aus einer lesbischen, linken Aktivistin und Professorin für Englisch und Frauenforschung eine Jüngerin Jesu – vor allem nach all den negativen Erfahrungen, die sie mit Christen gemacht hat? Zum einen durch die Bekanntschaft mit Christen ohne Berührungsängste und Manipulationsbedürfnisse und zum anderen durch das Lesen der Bibel, die sie für ihr Forschungsprojekt zur christlichen Rechten lesen muss. Die Wahrheit überwältigt sie, und letztlich geht es nur noch um die Fragen: “Wer ist Jesus?” und “Ist die Bibel wirklich das inspirierte Wort Gottes?” Schließlich wird sie überwunden durch das Wort aus Johannes 7,17: “Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist.” Sie kann nicht verstehen, warum Homosexualität eine Sünde sein soll– aber nun wird ihr klar, dass bei Gott der Gehorsam vor der Erkenntnis kommt. Nicht Homosexualität ist ihr eigentliches Problem, sondern Stolz und Autonomie. Und sie übergibt sich Gott und beginnt Schritt für Schritt zu gehorchen – und zu verstehen. Ihre Bekehrung hat einen hohen Preis. Sie verliert ihre Beziehung, viele Freunde, ihren heißgeliebten Beruf. Sie muss Menschen wehtun, die auf sie gezählt haben in einem Kampf, der nicht mehr der ihre ist. Stattdessen muss sie ihr Fremdkörpergefühl in der christlichen Gemeinde überwinden und erfährt dort über Erwarten Liebe, Annahme, Rat, Hilfe und Gemeinschaft. Heute ist Rosaria Butterfield verheiratet mit einem reformierten Pastor und Adoptivmutter von 4 Kindern. “ Und obwohl ich keine Lesbe mehr bin, bin ich doch immer noch eine Sünderin. Ich bin erlöst, aber immer noch gefallen. Und Sünde ist Sünde. Ich glaube, der Herr ist mehr bekümmert über die Sünden meines gegenwärtigen Lebens als über meine Vergangenheit als Lesbe. Wie hat der Herr mich geheilt? So wie er immer heilt: Das Wort Gottes musste in mir größer werden als ich selber.” Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Es zeigt die große Kraft des Evangeliums, und es zeigt, was “Buße” eigentlich bedeutet. Zu keiner Zeit versucht Frau Butterfield sich selbst interessant zu machen (was bei diesem Thema wirklich eine Kunst ist). Und dass sie am Ende “nur” eine ganz normale, wenn auch hochintelligente, Frau und Mutter sein kann, zeigt dass die Wertvorstellungen Gottes in ihrem Leben wirklich die Oberhand gewonnen haben. Immer wieder spricht sie auch Probleme unserer evangelikalen Kultur an und legt den Finger in die Wunde der Selbstgerechtigkeit, die zu Unbarmherzigkeit und Hass auf vermeintliche Super-Sünder führt, vor allem, wenn politische Machtkämpfe mit ins Spiel kommen. Insofern kann das Buch viele Anstöße zu einer gesunden Selbstreflektion geben. Rosaria Butterfields theologische Überzeugungen sind sehr calvinistisch – da habe ich ihr nicht in allem folgen können, vor allem in der Theologie des Psalmensingens, was allerdings für den roten Faden des Buches auch nicht so wichtig ist. Ansonsten: Für jeden, der Englisch kann, eine absolute Leseempfehlung! View all my reviews

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