Du schaffst es nicht–aber er!

Ich erinnere mich noch gut an meine völlig zwecklosen Versuche, als Christ leben zu wollen, ehe ich den Heiligen Geist hatte. Nicht nur, dass ich es nicht schaffen konnte zu tun, was richtig war, ich konnte es noch nicht mal wirklich wollen. Und dann begegnete mir die Liebe Gottes, und plötzlich wusste ich: Ich muss es gar nicht schaffen – ER schafft das. Nicht in dem Sinn, dass ich nun nie mehr sündige und Fehler mache, sondern indem mein Wollen und Streben ohne große Anstrengung eine andere Richtung bekommt.

Der Heilige Geist ist eine Art Anzahlung auf den Himmel (2. Korinther 5,5). Gott gibt uns eine neue Natur, die ganz andere Dinge will, als die, die wir vorher erstrebt haben. Plötzlich sehen wir alles mit neuen Augen. Wir kriegen einen Hunger nach der Bibel, die vorher ein verschlossenes Buch für uns war, und wir entwickeln so eine Art geistliches Immunsystem, das abstößt, was diesem neuen Leben schadet. Wir erkennen die Stimme Jesu im Stimmengewirr der Meinungen und Heilsversprechen und sind nicht mehr so leicht zu täuschen.

Wir werden uns ganz sicher, dass wir zu ihm gehören, und erkennen staunend, dass er uns auserwählt hat, Gottes Kinder zu sein. Und wir empfinden plötzlich ein Zugehörigkeitsgefühl und eine Liebe zu allen, die auch auf diesem Weg sind, was wohl daran liegt, dass Gott uns mit dem Heiligen Geist ein Stück von seinem eigenen Herzen gibt. Und das alles passiert uns, ohne dass wir etwas dafür getan hätten.

Ja, wir müssen trotzdem noch innere Kämpfe ausfechten und unseren Willen Gott immer wieder ausliefern. Wir müssen noch viel lernen, und wir sündigen mehr, als uns lieb ist. Wir sind überhaupt gar nicht perfekt, und manchmal zweifeln wir und sind müde und würden am liebsten alles hinschmeißen. Aber dann ist der in uns, der stärker ist als alles in dieser Welt, und der uns immer wieder zieht und aufhilft. Er hat uns einen Vorgeschmack von Himmel und Herrlichkeit und Reinheit und Unsterblichkeit gegeben, und der ist nun wie ein Motor in uns, der uns nach vorne und nach oben schiebt. Er kann, was wir nicht können – und alles, was er dazu braucht ist, dass wir das endlich zugeben und uns helfen lassen.

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