Wo ER für mich gebetet hat

Die Predigt vom Sonntag ist mir noch weiter durch den Kopf gegangen. Dass Jesus für uns betet, bzw. auch schon lange gebetet hat, ehe wir in Situationen kommen, die unseren Glauben erschüttern, das gibt so eine wunderbare Sicherheit…..die genau dann existiert, wenn wir sie überhaupt nicht fühlen.

Ich dachte an verschiedene Stationen meines Lebens zurück, wo ich nicht mehr wusste, was oben und unten war, alle Hoffnungen und Träume in Scherben lagen, und ich doch jeden Tag weitergehen und funktionieren musste, obwohl ich mich fühlte, als sei ich ohne Landkarte über einem Dschungel abgeworfen.

Damals hab ich dieses Gedicht geschrieben:

Dass es so schwer ist zu glauben,
hilflos herumrudernd im Sturm,
während mein Boot fast versinkt,
sich meine Kräfte erschöpfen-
Vater, es ist gut,
dass ich es vorher nicht wusste,
vielleicht hätte mir
der Mut gefehlt.

Aber jetzt bin ich froh,
dass ich bin, wo ich bin,
hätt ich doch sonst nie erfahren,
wie du meine Seele stützt und stärkst,
dass sie sich wieder aufrichtet
wie ein Halm nach dem Regen,

hätt ich doch sonst nichts empfunden
von deinem zärtlichen Mitgefühl
mit dem Kloß in meinem Hals
und dem Stein auf meinem Herzen
und all den Wehen,
in denen ich mich krümme,

hätt ich dich doch nie so gut
kennen gelernt.

Und das alles, weil Jesus schon längst für mich gebetet hatte.

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