Predigt-Nachlese: Trauer wird Freude, Leid wird Segen

Predigttext: Johannes 16

Am Kreuz ist nicht nur unsere Sünde weggeschafft worden, so dass wir nicht mehr unter dem Gericht Gottes stehen, sondern es hat auch den Teufel völlig entmachtet. Das Kreuz war der Gipfelpunkt aller Machenschaften des Feindes Gottes, das Finsterste, was er je vollbracht hat – und zugleich der größte Sieg Gottes. Dort wurde “der Fürst dieser Welt” gerichtet, und was immer der Satan uns noch tun mag: Gott wird es in Segen verwandeln.

Jesus sagt seinen Jüngern: Ihr werdet Traurigkeit haben. Ich werde weggehen; die Welt wird sich freuen, und ihr werdet jammern. In dieser Welt habt ihr Bedrängnis, Angst und Kummer. Aber all diese Dinge sind wie die Wehen einer Geburt. Wehen fühlen sich nicht gut an. Man hält sie aus, weil man weiß, dass am Ende die Geburt eines neuen Menschleins steht, und sobald dieses Baby da ist, ist alles vergessen.

Wie ganz anders kann man Leiden ertragen, wenn man auf das Ziel schaut! In Johannes 16,33 sagt Jesus schon vor dem Kreuz: Ich habe…..überwunden. Er sieht schon durch in die Zukunft. Und es wird nicht nur “alles wieder gut”, wenn das Dunkel überstanden ist, nein, es wird alles besser! Es ist gut für euch, dass ich weggehe, sagt Jesus, denn dann kommt der Beistand zu euch, der heilige Geist. Vor dem Kreuz war Jesus bei den Jüngern, nach Pfingsten war er in ihnen als die Hoffnung der Herrlichkeit. Was den Unterschied ausmacht, kann man an den Jüngern in der Apostelgeschichte ablesen!

“Ihr werdet trauern, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.” Das galt für diese besondere Situation, aber das gilt für uns, die wir zu Jesus gehören, auf ganzer Strecke. Egal, was uns passiert, er lässt es für uns zum Guten mitwirken. Er macht aus uns Menschen, die andere segnen können durch ihre Erfahrungen mit Gott. Du leidest? Der Trost Gottes wird dich für andere zum Tröster machen. Du hast es fürchterlich verbockt? Die Barmherzigkeit Gottes, die du selbst erfährst, wird dich befähigen, andern seine Gnade zu vermitteln. Du bist mit seiner Hilfe durch Angst und Not gegangen? Du kannst den Bruder und die Schwester ermutigen, die sich gerade in so einem dunklen Tal befinden.

Weil wir diese Zuversicht haben, lassen wir uns vom Teufel nicht ins Bockshorn jagen, sondern gewinnen eine andere Sicht auf alle Dinge, die uns widerfahren. Wenn wir auch leiden sollten, sehen wir darin die Hand Gottes und nehmen es von ihm an. Wir wissen, dass er sich in seiner zärtlichen Fürsorge um uns kümmert, und dass er in allem das letzte Wort hat:

“Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen! Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.” 1.Petrus 5,10.11

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