Ist Gott ein blutrünstiges Monster?

Johannes schaut in den geöffneten Himmel und sieht Dinge, die  mir den Atem stocken lassen: “Dann sah ich den Himmel geöffnet, und auf einmal erschien ein weißes Pferd. Der Reiter heißt „der Treue und Wahrhaftige“. Er führt einen gerechten Krieg und richtet gerecht. Seine Augen lodern wie Feuerflammen, auf seinem Kopf trägt er eine Krone, die aus vielen Diademen besteht, und an seiner Stirn steht ein Name, dessen Bedeutung nur er selber kennt. Sein Mantel ist voller Blut. Er heißt „das Wort Gottes“.  Die Heere des Himmels folgen ihm. Sie reiten auf weißen Pferden und sind in reines weißes Leinen gekleidet. Aus dem Mund des Reiters kommt ein scharfes Schwert heraus, mit dem er die Völker besiegen wird. Und mit eisernem Zepter wird er über sie herrschen. Er vollstreckt den furchtbaren Zorn des allmächtigen Gottes und wird die Völker wie reife Trauben in der Kelter zertreten.” (aus Offenbarung 19)

Uff! Hier ist eindeutig von Jesus die Rede, der in einem zukünftigen Krieg Gericht übt über die Feinde Gottes, und zwar, wie immer wir es drehen und wenden, ein blutiges Gericht. Im Alten Testament finden wir ähnliche Prophezeiungen.

Sehen wir hier nun einen sadistischen Killer-Gott, dem es Spaß macht, Menschen zu töten? Nein, es ist JESUS – eben der, der am Kreuz gestorben ist, damit Sünder gerettet werden können. Auch schon im alten Bund sagt Gott: “Meint ihr, es gefällt mir, wenn ein Gottloser stirbt?……. Nein, ich freue mich, wenn er sein Leben ändert und am Leben bleibt.” (Hesekiel 18,23) Warum also diese brutale Bestrafung? Weil es sich hier um Menschen handelt, die nicht umkehren wollten, die die Liebe und Vergebung Gottes abgelehnt haben und die Zeit seines geduldigen Warnens und Wartens ungenutzt verstreichen ließen.

Kann Gott die denn nicht einfach in Ruhe lassen? Was würde denn dann passieren?

Wenn ich so durch dieses letzte Buch der Bibel lese, dann spüre ich, wie es bei all dem Schrecklichen, das da vorausgesagt wird, auch eine große Erleichterung ausbreitet: Endlich ist es soweit, dass Schluss ist mit dem Bösen, mit dem Morden und Betrügen, mit der Unzucht und dem Götzendienst, mit dem Prahlen und der Ungerechtigkeit, mit Menschenhandel und Christenverfolgung und all dem, was Menschen und Beziehungen zerstört. Endlich räumt Gott auf und bringt alles in Ordnung, und der ganze Himmel kommt zu dem Schluss: “Wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte!”

So ist sogar sein Gericht ein großer Kraftakt seiner Liebe, um die ewige Freude und ungestörte Ruhe für die zu garantieren, für die er gestorben ist. Sie waren von Natur kein bisschen besser als die, die er vernichten muss, aber sie haben sich retten lassen, sie wollten ihren Dreck loswerden und sich von ihm erneuern lassen. Sie haben ihm vertraut. Das ist der einzige Unterschied.

Was Johannes hier sieht, liegt noch in der Zukunft, aber es kommt. Auf welcher Seite wirst du stehen? Gnade oder Gericht? Du musst wählen – heute.

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