Vergesslichkeit

Manchmal trägt uns der Alltag und das Leben so davon. Wir sind sicher die zerstreuteste und abgelenkteste Generation in der Geschichte, zumindest hier in der westlichen Welt. Wenn also schon die ersten Christen gewarnt werden, gewisse Dinge nicht zu vergessen, dann gilt uns das noch viel mehr.

Vielleicht kennst du solche Situationen auch. Du hast eine Sonderzahlung gekriegt. Und nun surfst du mal auf Amazon (oder wenn du mehr der analoge Typ bist, gehst du shoppen). Das wolltest du doch schon immer haben, und jetzt könntest du……und das könntest du auch wirklich gut brauchen. Und bei Ebay laufen gerade Auktionen aus (oder das Schnäppchen des Jahres im Laden), da musst du einfach zuschlagen. Und auch den Rest hat dein plötzlich sehr aktives Hirn schon verplant, und ruck zuck, ist das Geld weg. Und Gottes Wort sagt: “Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen! Denn solche Opfer gefallen Gott.” Zu spät!

Du weißt, dass Gastfreundschaft eine christliche Tugend ist, und vielleicht weißt du auch schon, wen du mal einladen solltest, aber im Moment ist einfach zu viel los. Dann hast du Urlaub, dann bist du müde, dann sind die Kinder krank, dann ist das Geld alle. Irgendwann hast du es einfach nicht mehr auf dem Schirm, und du findest es eigentlich viel zu angenehm, deine Ruhe zu haben. “Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben!”

Wolltest du nicht eigentlich schon immer eine Petition unterschreiben für einen Christen im Gefängnis im Iran oder einen Brief der Ermutigung an jemand schicken, der durch Verfolgung seine Angehörigen verloren hat? Wolltest du nicht vor allem regelmäßig für diese Glaubensgeschwister beten? Aber, o Mann, nicht gerade heute, wo die Arbeit dich so geschlaucht hat. Am nächsten Abend ist es plötzlich schon Mitternacht, als du Facebook endlich zumachst (oder dein Buch oder deine Zeitung), und morgen wirst du dich mit jemand treffen, und übermorgen läuft ein spannender Krimi. Irgendwann beschließt du, dass du das sowieso nie schaffen wirst – du hast einfach keine Zeit. “Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr selbst mit im Gefängnis! Habt Mitgefühl mit den Misshandelten, als würdet ihr an eurem Leib die Schmerzen spüren! “

Was kann man da tun? Ich denke, als erstes muss es uns bewusst werden, wie wichtig Gott diese Dinge sind. Und dann müssen sie uns zum Lebensstil werden, zu Prioritäten, die ihren festen und eingeplanten Platz in unserem Leben haben. Und wenn es vielleicht mal Zeiten gibt, wo wir aus irgendwelchen Gründen wirklich dazu nicht in der Lage sind, dann wollen wir uns mit Gottes Hilfe unsere Erinnerung behalten – so eine Art geistlichen Knoten im Taschentuch für die Zeit, wenn es wieder möglich sein wird. Das geht sicher am besten, wenn wir uns regelmäßig im Wort Gottes bewegen, da, wo er uns ermahnt und unserer Vergesslichkeit aufhilft.

Die Bibelverse stehen in Hebräer 13.

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