Predigt-Nachlese: Wenn deine Hoffnung am Boden liegt…..

könnte es daran liegen, dass mit deiner Theologie etwas nicht stimmt.

Bei den beiden Männern in unserem heutigen Text in Lukas 24,13-35 war genau das der Fall. Sie hatten die Bibel sehr selektiv gelesen und deshalb die Ereignisse in ihrem Leben total falsch bewertet. Mit Jesus, dem Mann, den sie als den Messias erkannt hatten, hatte sich alles so ganz anders entwickelt, als sie das erwartet hatten. Seine Hinrichtung am Kreuz hatte alle ihre Hoffnungen ausgelöscht.

Diesen zwei namentlich unbekannten Jüngern begegnet der auferstandene Jesus auf der Straße nach Emmaus. Von ihnen unerkannt, lässt er sie erst mal erzählen, was sie in diesen mutlosen und verwirrten Zustand gebracht hat, in dem er sie vorfindet. Aus ihrer Sicht ist es klar: Es sind die Umstände, das ganze Unglück, das ihnen und ihrem Messias widerfahren ist. Und sie erzählen ihm alles.

Und dann tadelt Jesus sie. Denn nicht die Umstände sind das Problem, sondern ihr Unverständnis. Sie kennen die Heilige Schrift nicht genug, und dem, was sie wissen, glauben sie nicht wirklich. Und dann belehrt er sie aus dem Alten Testament über alles, was dort schon über ihn gesagt wurde.

Ich denke, da hatten sie eine Weile zu tun. Und sie nahmen es auf; das Herz brannte in ihnen; sie konnten es endlich verknüpfen: Der Messias musste leiden, ehe er in seine Herrlichkeit eingehen konnte. Johannes, der Täufer, hatte Jesus als das Lamm Gottes bezeichnet: Jetzt begriffen sie, dass das Lamm wie die Lämmer des alten Bundes geschlachtet werden musste, um Versöhnung mit Gott zu schaffen. Und die Beschreibung des für unsere Sünden von Gott zerschlagenen Gottesknechtes, wie der Prophet Jesaja ihn so genau beschrieb – das war doch genau das, was mit Jesus passiert war! ( Mit eben dieser Passage führte Philippus später den Kämmerer aus Äthiopien zum Glauben! Und welch ein Privileg, wenn wir anderen die Bibel erklären dürfen und sie Jesus erkennen! Wer das Evangelium verkündigt, darf Ergebnisse erwarten.)

Als Jesus ihnen die Schrift öffnet, macht plötzlich alles Sinn, obwohl sie bis jetzt noch nicht wissen, dass es Jesus ist, der mit ihnen redet. Das Wort Gottes hat so viel Kraft in sich; es zeigt uns Gottes Charakter, seine Pläne, seine Taten – wenn wir es denn wissen wollen. Es produziert verändertes Leben und neue Hoffnung. Es liegt nicht an der Bibel, wenn wir die Welt nicht mehr verstehen; es liegt an uns, weil wir mit unseren Fragen nicht zu ihr kommen und in ihr forschen. Wir müssen sie genau lesen, damit wir nicht zu oberflächlichen Schlüssen kommen wie die Schriftgelehrten, denen Jesus mal sagen musste, dass sie weder die Schrift kannten noch die Kraft Gottes.

In unserer Geschichte wird es Abend, und Jesus und die beiden Männer lassen sich zum Abendessen nieder. Als er ihnen das Brot segnet und bricht, werden ihre Augen geöffnet, und sie erkennen, mit wem sie es die ganze Zeit zu tun hatten. Das ist das Tüpfelchen auf dem I ihres Glücks, dass ihnen der Auferstandene persönlich begegnet ist, und das können sie keine Nacht länger als nötig für sich behalten! Sofort machen sie sich auf den Rückweg nach Jerusalem zu ihren Freunden. Dort erfahren sie, dass auch Petrus den Herrn schon gesehen hat, und der Jubel multipliziert sich.

Die Freude über die Auferstehung und damit über die vollbrachte Erlösung gehört auch uns, die wir das Wort Gottes und das Zeugnis der Jünger angenommen haben und unser Leben darauf bauen. Und wir können es nur jedem sagen: Lies die Bibel, finde Jesus darin, und lass dir eine lebendige Hoffnung geben!

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