Predigt-Nachlese: Unser Auftrag

Predigttext: Apostelgeschichte 1,1-11

Wir reden viel (und zu Recht!) von dem Werk, das Jesus vollbracht hat. Sein Tod am Kreuz hat unser Schuldproblem ein für alle Mal gelöst. Aber es gibt auch ein Werk, das er angefangen hat, und das er jetzt vom Himmel aus durch das Zeugnis seiner Jünger weiterführt, und das ist die Sammlung seiner Gemeinde durch die Verkündigung der guten Botschaft von der Gnade Gottes. Davon handelt die Apostelgeschichte, die eine Fortsetzung des Lukasevangeliums ist und vom selben Verfasser stammt.

Ich habe einen Dienst von dem Herrn Jesus empfangen, sagt der Apostel Paulus einmal beim Abschied von den Ältesten von Ephesus,nämlich das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen. Das ist der Sinn meines Lebens, dafür setze ich es ein und bin bereit, es zu opfern. Das ist auch unsere Berufung: Licht und Salz in dieser Welt zu sein. Wir sollen die Zeit auskaufen, unsere Prioritäten richtig setzen und unser Leben nicht verschwenden, sondern für Gottes Ziele nutzen.

Zum Arbeiten braucht man “Werkzeuge”. Um Gottes Werk zu tun, braucht man auch welche:

1. Die richtige Botschaft, 2.die persönliche Erfahrung seiner Gnade, und 3.die Kraft des Heiligen Geistes.

In den 40 Tagen zwischen Auferstehung und Himmelfahrt sorgte Jesus dafür, dass seinen Jüngern der Inhalt der Botschaft richtig klar wurde. Sein Sterben und seine Auferstehung gemäß der Voraussagen des Alten Testamentes, den Befehl zur Umkehr und das Vergebungsangebot Gottes sollten sie predigen. Auch das Leiden, das seine Nachfolger erwartete, war von Anfang an Bestandteil der Verkündigung (und nicht etwa das Versprechen von Wohlstand und Erfolg).

Ohne Kenntnis des Wortes Gottes sind wir für seine Arbeit unbrauchbar. Wer das Wort Gottes verwirft (wie die z.B. die bibelkritische Theologie), kann niemand den Weg zu Gott zeigen, sondern wird andere mit in die Irre führen. An der Bibel muss nichts “entmystifiziert” werden, denn, wie Petrus sagt: “Wir haben uns keineswegs auf Mythen oder frei erfundene Geschichten gestützt, als wir euch von der Macht unseres Herrn Jesus Christus und seinem Wiederkommen erzählten. Nein, wir haben seine herrliche Größe mit eigenen Augen gesehen.” Das Zeugnis der Apostel ist zuverlässig und stimmt mit dem Alten Testament überein, und wir sollten mit beidem vertraut sein!

Im Gegensatz zu den Augenzeugen haben wir Jesus nie gesehen, aber das ist auch nicht nötig. Wir können ihn durch das Wort Gottes und den Heiligen Geist trotzdem kennen: “Ihn liebt ihr ja, obwohl ihr ihn noch nie gesehen habt, an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn auch jetzt nicht seht, und jubelt in unsagbarer, von Herrlichkeit erfüllter Freude,” stellt Petrus fest. Um Gottes Werk zu tun, brauchen wir diese lebendige Beziehung zu Jesus, die wir bekommen, wenn wir dem Wort Gottes glauben und von unseren Sünden umkehren. Unser Ego muss seinen Thron verlassen, und ER muss unser Alles werden. Wir lassen uns ein auf einen Prozess der Erneuerung, indem wir uns seinem Wort täglich aussetzen: “Die ganze Schrift ist von Gottes Geist gegeben und von ihm erfüllt. Ihr Nutzen ist entsprechend: Sie lehrt uns die Wahrheit zu erkennen, überführt uns von Sünde, bringt uns auf den richtigen Weg und erzieht uns zu einem Leben, wie es Gott gefällt. Mit der Schrift ist der Mensch, der Gott gehört und ihm dient, allen seinen Aufgaben gewachsen und zu jedem guten Werk gerüstet.” (2. Timotheus 3,16)

Schließlich können wir Gottes Werk nicht aus menschlicher Kraft tun; wir brauchen den Heiligen Geist. Auf ihn sollten die Jünger warten. “Ihr werdet mit Heiligem Geist getauft werden.” Das ist etwas, das Gott tut. Wir können es nicht erarbeiten und nicht “machen”.  Wenn wir “wiedergeboren” werden, werden wir durch den Heiligen Geist in den Leib Christi hineingetauft. Er ist der Beistand, den Jesus uns versprochen hat, durch ihn lebt er jetzt in uns und wirkt durch uns.

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