Predigt-Nachlese: Der Heilige Geist in Aktion

Predigttext: Apostelgeschichte 2,14-39

Was für eine wunderbare Situation, wenn Gott die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden hat! Es waren gerade bemerkenswerte Dinge passiert: Ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturmwind, die Erscheinung von Feuerzungen auf den Gläubigen, und schließlich der Lobpreis Gottes in allen Sprachen der Zuhörer, deren aber die Sprechenden eigentlich nicht mächtig sein konnten, da sie einfache (heute würde man sagen: “bildungsferne”) Leute waren. Die Menschen waren erschreckt und verwirrt. Was in aller Welt war das alles? Was hatte das zu bedeuten? Ein paar Spötter hatten gleich eine Erklärung parat: Die sind hier wohl um die Uhrzeit schon betrunken!

So viele fragende Menschen, die dem Wirken Gottes beiwohnen, ohne es zu verstehen und einordnen zu können! Petrus erkennt die Gelegenheit, und erhebt sich spontan und predigt die erste christliche Predigt in der Geschichte (und alle weiteren müssen sich an ihr messen lassen). Ist das der Mann, der vor kurzem noch vor einem Dienstmädchen zitterte und log? Jetzt erfüllt ihn der Heilige Geist so ganz und gar, dass für Angst einfach kein Platz mehr bleibt.

Das Sprachenreden hat inzwischen aufgehört. Es war nur das Intro, um der Verkündigung von Christus den Weg in die Herzen zu ebnen. Es gibt Petrus die Möglichkeit, das Erfahrene durch die Heilige Schrift zu interpretieren: Leute, das ist das, was der Prophet Joel vorausgesagt hat. Wir sind in die Zeit der Erfüllung der messianischen Verheißungen eingetreten. Voller Kühnheit steht Petrus vor diesen Menschen, die noch vor ein paar Wochen an der Kreuzigung seines Herrn beteiligt gewesen sind, und weist an Hand des Alten Testamentes nach: Dieser Mann war der von Gott gesandte König.

Niemand kommt auf die Idee, dass die Nüchternheit dieser “Bibelarbeit” etwa den Geist dämpfen würde. Nein, jetzt tritt der Heilige Geist erst richtig in Aktion! Er gibt Petrus die Autorität zu fordern:

“So soll nun jedermann in Israel sicher wissen, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat!”

Das ist nicht mehr der alte Petrus mit den guten Absichten und der schlechten Performance…..das ist Gott selbst in ihm, der hier durch ihn redet. Und wir können das Wirken des Heiligen Geistes beobachten, wie er genau das tut, was Jesus versprochen hat:

Die Wahrheit bohrt sich in die Herzen, und es gibt kein Ausweichen mehr. Sie erkennen, dass sie für das, was sie getan haben, dem Gericht Gottes verfallen sind. Sie können nicht weiterleben wie bisher! Und sie fragen: Was sollen wir tun?

Petrus sagt nicht: Werdet religiös, schließt euch der Kirche an, tut gute Werke! Er befiehlt ihnen: Seht ein, dass ihr Sünder seid! Lasst eure Selbstgerechtigkeit, euren Stolz, euer falsches Weltbild sausen! Bekennt eure Sünden, und euch wird vergeben! Bindet euer Leben an diesen Jesus und zeigt durch die Taufe, dass ihr unwiderruflich auf seinem Weg gehen wollt!

An diesem Tag nehmen 3000 Menschen seine Worte an, werden in ihrem Herzen erneuert, so wie Hesekiel es im Alten Testament beschrieben hat, und lassen sich taufen.

Seit Pfingsten ist das die Botschaft der Gemeinde Jesu. Der Heilige Geist selbst bezeugt sie durch uns, und alle Manifestationen des Geistes dienen immer dem einen Ziel: Dass Menschen Jesus als Herrn und Retter erkennen und von ihren Sünden überführt und verändert werden. Damit diese Botschaft ihre Wirkung entfaltet, brauchen wir mehr als menschliche Kraft. Wir müssen uns – immer wieder neu – vom Heiligen Geist erfüllen lassen.

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