Predigt-Nachlese: Nicht nur sonntags

Text: Apostelgeschichte 2,40-47

Durch die  Predigt des Petrus waren 3000 Menschen zum Glauben gekommen. Die Gemeinde Gottes war geboren! Viele dieser Leute waren ja nur zu Gast in Jerusalem wegen des Festes und werden wieder abgereist sein. Manche werden entgegen ursprünglicher Pläne geblieben sein, um mehr zu lernen und sich der Gemeinschaft anzuschließen.

Die Gemeinde Jesu zeichnete sich von Anfang an durch 4 Elemente aus, die sie bis heute prägen oder prägen sollten:

  • Die Lehre der Apostel: Die Bibel der Apostel war das Alte Testament, und sie lasen und lehrten es in einem neuen Licht. Jesus war die Erfüllung und Erklärung aller Pläne und Verheißungen Gottes, die sie darin fanden. Außerdem überlieferten sie den neuen Gläubigen alles, was Jesus in seiner Zeit mit ihnen getan und gesagt hatte, und diese verließen sich auf sie als die bevollmächtigten Augenzeugen. Die junge Gemeinde traf sich täglich; es gab kein Nachlassen in ihrem Eifer; sie fragten nicht: Müssen wir denn dahin? So früh aufstehen? So spät ins Bett? Sie hungerten nach dem Wort Gottes und konnten nicht genug davon bekommen.
  • Gemeinschaft: Das hier gebrauchte griechische Wort koinōnia bedeutet Gemeinschaft in einem sehr umfassenden Sinn. Sie war auf das gegründet, was sie gemeinsam hatten: denselben Gott, denselben Retter, dieselbe Botschaft, dieselbe Freude, dieselbe Aufgabe. Und auch Verfolgung und Leid um Jesu willen teilten sie. Diese Gemeinsamkeit ließ kulturelle Unterschiede nebensächlich werden. Das erleben wir auch heute noch: Wo immer auf der Welt wir Menschen treffen, die Jesus als ihren Herrn und Retter lieben, ist sofort eine gemeinsame Basis da.
    Sie teilten auch ihre Güter. Wir sehen, dass sich das später änderte, als die Umstände sich änderten. Das Bewusstsein aber, dass wir auch in materiellen Dingen füreinander Verantwortung tragen wie in einer Familie, und eine Herzenshaltung der Großzügigkeit und des Teilens sollte Christen immer auszeichnen.
  • Das Brechen des Brotes: Ihre Gemeinsamkeit drückte sich auch bei den Mahlzeiten aus, und in Verbindung damit feierten sie im Abendmahl ihre Erlösung, wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte. Für alle offensichtlich, war ihr Leben geprägt von Dankbarkeit, Freude und Lob Gottes.
  • Gebet: Sie beteten ohne Unterlass, denn sie wussten, dass sie in ihrer Aufgabe ganz von Gott abhingen.

Diese 4 Komponenten sind für gesundes Christsein unerlässlich. Wie ein Mangel an Nahrung und Liebe bei Kindern zu Entwicklungsstörungen führt, kann ein Christ sich ohne Gottes Wort und Gemeinschaft nicht normal entwickeln. Er wird auf geistlicher Ebene ähnliche Symptome zeigen: Minderwuchs, gestörtes Sozialverhalten, gestörte Sprachentwicklung, Schwäche und Müdigkeit. Nur gesunde Christen machen gesunde Gemeinden (und umgekehrt) und können sich reproduzieren. Ihre Liebe zueinander, die nur durch die Kraft des Heiligen Geistes möglich ist, zeigt ihrer Umwelt die anziehende Verwandlungskraft Gottes.

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