Geistesgaben? Ja, bitte!

Im Moment läuft ja das Netz heiß über die Frage, ob bestimmte Geistesgaben nun aufgehört haben oder nicht. Es ist nicht so, dass ich keine Meinung dazu habe oder die Auseinandersetzung überflüssig finde, aber ich möchte mal von meiner “alltagstheologischen” Seite an die Sache rangehen.Denn eigentlich ist die Frage nach den Geistesgaben sehr einfach und wahrscheinlich in 99% der Fälle extrem unspektakulär.

Die Gemeinde Gottes braucht die Gaben des Heiligen Geistes, damit sie funktionieren und wachsen kann, und wir sind dazu aufgerufen, danach zu streben und darum zu bitten und sie zu praktizieren. Am Anfang steht also der Bedarf. Gott kennt ihn schon, aber wie immer will und erlaubt er unsere Beteiligung.

Wenn unser Herz dafür brennt, dass Gott durch die Gemeinde geehrt wird, dann werden wir dafür beten. Und dann gibt Gott uns Augen dafür, wo noch etwas fehlt. Vielleicht sehen wir, dass Leute geistlich zurück bleiben, weil sie nicht im Wort Gottes befestigt werden, und wir sehen niemand, der das tun könnte. Dann werden wir beten: Herr, gib uns in der Gemeinde die Gabe, dein Wort zu lehren! Ob er sie dann uns gibt oder jemand anders ist eigentlich egal, Hauptsache, die Arbeit wird gemacht und Menschen wachsen in der Erkenntnis Jesu.

Oder wir nehmen wahr, dass einzelne total überlastet sind mit Organisations- oder praktischen Aufgaben. Das kann so nicht weitergehen; die Bürden sollten verteilt werden. Darum bitten wir: Herr, gib uns die Gabe der Hilfeleistung! Gib doch einigen Leuten hier eine Sicht für die Situation und die Bereitschaft und Fähigkeit zum Zupacken!

Vielleicht sind ein paar “Schafe” auf Abwegen oder innerlich krank, und es tut uns weh, wenn wir sie so sehen. Dann flehen wir: “Herr, gib uns die Gabe des Ermutigens und Ermahnens und Weisheit, damit wir ihnen helfen können!”

Wir erkennen die Notwendigkeit, Außenstehende mit dem Evangelium zu erreichen, und obwohl wir uns bemühen, treue Zeugen zu sein, brauchen wir doch Leute, denen es leicht fällt, mit den Verlorenen ins Gespräch und auf den Punkt zu kommen. Also bitten wir, dass der Herr einige von uns mit einer evangelistischen Gabe ausrüstet.

Haben wir Brüder und Schwestern in unserer Gemeinde, die weit weg von ihrer Heimat leben und die hier jemand brauchen, bei dem sie sich willkommen und aufgenommen fühlen, dann bitten wir um die Gabe der Gastfreundschaft. Wo immer etwas fehlt, sollten wir Gott darum bitten. Dabei stellen wir uns selbst zur Verfügung, aber freuen uns von Herzen, wenn Gott diese Gaben jemand anderem gibt. Es geht um die Gemeinde. Gaben sind kein Privatbesitz. Sie entwickeln sich im Einsatz, und sie können sich auch je nach Lage und Bedürfnis ändern (z.B. brauchen wir sicher keine neuen Offenbarungen mehr wie die erste Gemeinde, die das Neue Testament noch nicht hatte). Sie konkurrieren auch nicht miteinander, sondern sie ergänzen sich. Ob der Herr dir nun die Gabe der Seelsorge gegeben hat oder der Verwaltung der Gemeindefinanzen oder Freigebigkeit oder Freude am Putzlappenschwingen oder was auch immer…..just do it!

Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes……..damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. 1.Petrus 4,10.11

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