Im Hebräerbrief unterwegs (2): Jesus, unser Bruder

Ich würde mich ja von mir aus nicht vermessen, Gottes Sohn meinen Bruder zu nennen, aber er selbst hat es getan. Er ist Mensch geworden, damit er für mich sterben konnte. Durch den Tod, lese ich hier, hat er den Teufel entmachtet und uns befreit. Wir waren Menschen, die sich durch Furcht vor dem Tod ausgezeichnet haben. Ich erinnere mich, dass mir schon als Kind immer die Angst vor dem Tod im Nacken saß. Eine Klassenkameradin von mir starb mit 14 Jahren ganz plötzlich, und ich erinnere mich noch gut, wie ihre verzweifelte Mutter am Grab zusammenbrach. Da war ein Leben abgeschnitten worden, und zurück blieb nichts als Leere. Zudem fragte ich mich, wo sie jetzt wohl war. Ich wusste, dass sie nicht an Christus geglaubt hatte, weil wir uns kurz vorher erst darüber unterhalten hatten – daran änderte auch die katholische Beerdigung nichts. Diese Angst hat Jesus mir abgenommen, als ich ihm begegnete. Wenn ich sterbe, ist mein Leben nicht zu Ende – das Leben, das ich jetzt schon in ihm habe, das bleibt, das kann ich sozusagen weiter führen, nur ohne diese Störungen durch Sünde und Schwachheit, die mir hier oft im Weg sind.

Nachdem ich dieses Kapitel gelesen habe, hat sich in meiner Vorstellung so ein Bild entwickelt: Ich komme mit Jesus zu Gott, nicht nur ich, sondern viele Kinder, die er zur Herrlichkeit führt. Er hält uns in seinen Armen und sagt:”“ “Schau, Vater! ich habe dir jemand mitgebracht!” Er stellt uns vor. “Das ist die Ruth,meine Schwester, die hab ich dem Teufel mit meinem Blut abgekauft, die gehört jetzt zu uns. Sie wird trotzdem ganz sicher noch viel Mist bauen, denn sie ist schwach, aber dann wende dich bitte an mich. Ich bürge für sie mit meinem Opfer.” Und zu mir gewendet: “Und du, wenn du versucht wirst, wendest dich auch an mich. Denn weil ich selbst unter Versuchungen gelitten habe, kann ich dir helfen.”

Wer so eine gute und vertrauenswürdige Botschaft verwirft, dem ist nicht mehr zu helfen. Wer sein Vertrauen nicht auf Jesus setzt, der bleibt mit seiner Todesfurcht allein, der bleibt dem Teufel ausgeliefert und verloren. Wer dieses Evangelium annimmt, findet in Jesus alles, was er braucht – für Zeit und Ewigkeit.

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