Im Hebräerbrief unterwegs (5): Jesus, der geeignete Mittler

Ich habe die Diagnose “unwissend, irrend und schwach” (5,2).  Wie soll so ein verirrtes Wesen wie ich Kontakt aufnehmen zu einem heiligen und vollkommenen Gott? Ich brauche einen Fürsprecher und Vermittler, jemanden, der meine Lage versteht.

Im Alten Testament gab es dafür den Hohenpriester. Er war selber ein Mensch, und wusste, wie es Menschen geht. Er war sogar selber ein Sünder. Ehe er ein Opfer für die anderen bringen konnte, war erst mal eins für ihn selbst fällig, um ihn mit Gott ins Reine zu bringen.

Jesus, der Sohn Gottes, war vollkommen Mensch. Er war schwach. Er hatte Angst. Er weinte und schrie vor Seelenschmerz. Er machte sich von Gott abhängig. Er litt, aber er gehorchte. Er kostete die ganze Palette von Versuchungen und Leiden aus – ohne jemals zu sündigen. Deshalb kann er ohne Weiteres in die Gegenwart Gottes treten – er braucht kein Opfer, um sich zu reinigen.

Darum hat Gott ihn für mich als Hohenpriester eingesetzt, als Mittler zwischen mir und ihm. Er ist der Einzige im Himmel und auf Erden, der dafür qualifiziert ist. Er kann das Opfer bringen, das mein Gewissen reinigt, so dass ich unbeschwert zu Gott kommen kann. Ich darf mich auf ihn berufen, und muss nicht befürchten, abgewiesen zu werden, denn er ist bei Gott völlig akzeptiert.

Und deswegen bin ich ein glücklicher Mensch.

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