Predigt-Nachlese: Jeder kann gerettet werden

Predigttext: Apostelgeschichte 10,24-44

Cornelius war ein Mensch, der Gott suchte. Wenn er auch ein “Heide” war, aus der Sicht der Juden ein Mensch, der nicht zu Gottes auserwähltem Volk gehörte, so hatte er doch diesen Gott wahrgenommen. Wenn er die Schöpfung betrachtete, erkannte er dahinter das Wesen und die Macht des unsichtbaren Gottes. Wenn er sein Gewissen spürte, so wusste er, dass es “richtig” und “falsch” gab, und dass da einer war, dem er Rechenschaft ablegen musste. Bei seiner Suche war er auf den Gott Israels gestoßen; seitdem betete er zu ihm. Aber ihm fehlten noch viele Antworten. Wie konnte er, ein Heide und Sünder, diesem Gott nahe kommen?

Doch längst ehe er Gott suchte, hatte Gott ihn erwählt, eins seiner Kinder zu werden. Schon dieses Sehnen seines Herzens war das Werk Gottes, der ihn vorbereitete, um die gute Botschaft von Gottes Versöhnungsangebot anzunehmen. Dann hatte er die Vision, die ihn zu Petrus führte. Er war nicht allein in dieser seiner Suche, sondern als Petrus kam, war da eine ganze Gruppe versammelt. Sie waren bereit zum Hören und Gehorchen. Ihr Herz war ein durchgeackerter Boden, bereit für den guten Samen.

Petrus dagegen hatte gerade etwas “entlernt”, was ihn sein Leben lang geprägt hatte, nämlich die Vorstellung, dass Israel besser war als die Heiden. Zwar wusste er, dass es eine Verheißung gab, dass Gott die Heiden retten würde, aber sie müssten dafür – dachte er – erst einmal Juden werden. Nun hatte Gott ihm gezeigt: Er reinigt Menschen. Es gibt keine Vorbedingung, ehe ein Mensch zu Christus kommen darf. Die Rettung ist für jeden erreichbar.

Petrus verkündigte Frieden mit Gott – für alle, die Gottes Angebot Vertrauen schenken, ohne Ansehen der Person. Alles kann vergeben werden und alle Schuld vollkommen erlassen, denn er hat unsere Sünde auf Seinen Sohn gelegt. Durch Glauben an Christus wird das Herz in einem Augenblick von aller Schuld gereinigt und freigesprochen.

Was für Cornelius galt, gilt auch heute für jeden, der zu dem einen wahren Gott kommen will. Der Weg ist frei; niemand muss (und kann) vorher “besser” werden oder ein Regelwerk annehmen. Wer kommt, dessen Gewissen wird frei von Schuld; durch den heiligen Geist ändert sich seine innere Richtung, und er stellt sich unter die Herrschaft Jesu: Wenn also jemand mit Christus verbunden ist, ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen, etwas Neues ist entstanden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst ausgesöhnt und uns aufgetragen hat, anderen mit dieser Versöhnung zu dienen: Gott war in der Person von Christus als er durch ihn die Menschen mit sich versöhnte. Er rechnete ihnen ihre Verfehlungen nicht an, und übergab uns die Botschaft der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet! Er hat den, der ohne Sünde war, für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn zu der Gerechtigkeit kommen, mit der wir vor Gott bestehen können. (2.Korinther 5,17-21)

Nehmen wir Christus allerdings nicht als Retter an, so wird er unser Richter sein. Gott macht jeden Menschen dafür verantwortlich, ihn zu suchen. Niemand hat eine Entschuldigung, denn sowohl die Natur als auch das Gewissen bezeugen jedem, der es wahrhaben will, dass es einen Gott gibt. Und wer ihn aufrichtig sucht und willig ist, die Wahrheit anzunehmen, von dem lässt er sich finden.

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