Im Hebräerbrief unterwegs (6): Nach Jesus kommt nichts mehr

Hebräer 6 ist ein schwieriges Kapitel, weil es so leicht missverstanden werden kann. Ob ich es nun richtig verstehe weiß ich nicht; ich habe sehr viele verschiedene Auslegungen gefunden und bilde mir nicht ein, schlauer zu sein als diese schriftgelehrten Brüder. Ich habe für mich einfach mal versucht, es ein bisschen mit dem Galaterbrief zu vergleichen, weil ich da einige Parallelen sehe. Die Ausgangssituation der Galater und der Hebräer ist verschieden, trotzdem hatten sie ein ähnliches Problem. Die Galater waren aus dem Heidentum zu Jesus gekommen. Sie hatten Buße getan und sich ganz auf Jesus verlassen. Nun kamen Leute, die sagten: Ihr habt noch nicht genug Buße getan. Es ist Sünde, dass ihr das Gesetz nicht haltet, dahin müsst ihr noch umkehren. Eure Umkehr ging nicht weit genug.

Die Hebräer kamen aus dem Gesetz und hatten erkannt, dass nur Jesus sie retten kann. Sie waren für ihren Glauben verfolgt worden und unter starkem Druck durch die “Mehrheitsreligion”. Sollten sie nicht wieder zurückkehren zum Opferdienst und zum ganzen jüdischen Kultus? Das Leben wäre leichter, an Jesus könnten sie ja trotzdem glauben, und was war eigentlich falsch an dem Gesetz, das ja doch Gott selber gegeben hatte?

Die Galater Die Hebräer

…..werden gewarnt, nicht aus der Gnade zu fallen, weil sie sich damit von Christus trennen würden; sie sollen sich nicht von Jesus abwenden hin zu einem anderen Evangelium

…..werden gewarnt, abzufallen und den Geist der Gnade zu schmähen

…..hatten Erfahrungen gemacht mit Jesus: Durch die Verkündigung des Evangeliums hatten sie den Geist empfangen, Wunder erlebt, Kraft bekommen und waren eigentlich total glücklich gewesen

……waren erleuchtet und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden. Auch sie hatten Gottes Kraft erlebt….

……machen durch ihre Hinwendung zum Gesetz Christus für sich nutzlos und stellen ihn als Diener der Sünde hin

……kreuzigen den Sohn Gottes von Neuem und machen ihn zum Gespött

….werden gewarnt, weil sie zu Jesus gehören und der Apostel Gott vertraut, dass sie die Warnung annehmen

…..werden gewarnt, obwohl der Brief -schreiber überzeugt ist, dass sie Gott sie zum Ziel bringen wird, auch weil bei ihnen schon Frucht sichtbar wurde, die zeigt, dass sie wirklich Kinder Gottes sind

Der Hauptpunkt für mich bei dem Ganzen ist: Nach Jesus kommt nichts mehr. Er ist Gottes letztes Wort. Mehr Buße, als sein Werk anzunehmen, kannst du nicht tun. Opfer, Gesetze, Feiertage, Beschneidung, Speisevorschriften – das ist alles nicht nur “für die Katz”, sondern eine echte Gefahr und eine Beleidigung für Jesus, der alles getan hat – so als wollte ich jemand abkaufen, was er mir geschenkt hat.

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