Die Sorgen draußen lassen?

Manchmal beten wir vor dem Gottesdienst, dass wir alle unsere Sorgen und eigenen Gedanken draußen lassen können. Neulich war ich auch in einer Veranstaltung, wo gesungen wurde: “Leg deine weltlichen Sorgen beiseite, und komm und bete an!” Da schoss mir durch den Kopf: “Dumme Idee eigentlich! Dann sind sie ja wieder da, wenn ich rauskomme! Wäre es nicht viel besser, sie mitzunehmen in die Gegenwart Gottes?”

Ich hab beschlossen, dass ich meine Sorgen mit rein nehme. Dann werden sie vor der Größe Gottes auf ein realistisches Maß zusammengeschmolzen. Was dann noch übrig bleibt, kann ich ihm geben, der sie viel besser handlen kann. Ich nehm meine Wünsche mit rein, damit der Wind der Ewigkeit die ganze Spreu von “Ich brauche unbedingt” wegwehen kann. Ich nehm meine Gedanken mit rein, damit Gott sie mit seinem Wort seziert und durchputzt und neu macht.

Ich brauche keine gute Stimmung für ein bis zwei Stunden, wo ich alles ausblende, was meinen Alltag so ausmacht. Ich will nicht high aus dem Gottesdienst kommen und dann wieder runterfallen, wenn die Realität zuschlägt. Ich will, dass Gott die Realität ist, mit der ich in meinem Alltag rechne, und dass mein ganzes Leben aus einem Guss ist.

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