Predigt-Nachlese: Am Herrn festhalten!

Predigttext: Apostelgeschichte 11,18-26

Das passiert, wenn Menschen Jesus kennenlernen und Feuer und Flamme sind: Sie müssen es einfach jedem erzählen, der es hören will! So kam es, dass diese Männer aus Zypern und Kyrene die gute Nachricht auch an die götzendienerischen Heiden in Antiochia weitergaben, was vor ihnen noch keiner getan hatte. Und siehe da! Die Botschaft schlug ein und viele vertrauten auf Jesus als ihren Retter. Um diese “frischen” Gläubigen zu befestigen und zu lehren, wurde Barnabas aus Jerusalem geschickt, der dann den Paulus noch dazu holte.  Er machte allen Mut, dem Herrn mit ganzem Herzen treu zu bleiben … Ein ganzes Jahr lang waren sie mit der Gemeinde zusammen und unterwiesen viele Menschen im Glauben.

Um als Gläubige wirklich stabil zu werden, müssen wir wissen, was Gott uns eigentlich versprochen hat. Wenn wir falsche Erwartungen hegen und denken, wir haben jetzt einen Anspruch auf “das perfekte Leben”, weil wir alles für Jesus aufgegeben haben, dann werden wir uns irgendwann enttäuscht und deprimiert und vielleicht sogar zornig auf Gott wiederfinden.

Deswegen ist es wichtig, auf schwierige Zeiten vorbereitet zu sein. Uns ist nicht die Erfüllung unserer Wünsche verheißen, sondern Vergebung und Freiheit von der Macht der Sünde, um Gott zu dienen. Gott hat unser Gutes im Sinn, nämlich seinem Sohn ähnlich zu werden, und aus genau diesem Grund versagt er uns in seiner Weisheit viele Erhörungen unserer irdisch orientierten Gebete um den guten Job, die perfekte Beziehung, um Wohlstand und Gesundheit. Was er uns aber verspricht: Dass er uns in jeder Not genug ist, dass er uns nie aufgeben und verlassen wird, und dass der “zweite Tod” keine Macht über uns hat. Und das kann unsere Herzen mitten in Schwierigkeiten mit unsagbarer Freude erfüllen. Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn, heißt es in 1.Timotheus 6,6.

Treue zu Gott bedingt nicht immer einen guten Ausgang unserer Bedrängnisse, wie wir in Hebräer 11,35-39 (NEÜ) lesen: Andere dagegen, die auch Gott vertrauten, wurden zu Tode gefoltert. Sie wollten lieber sterben, als sich von Gott loszusagen und auf diese Weise freizukommen. Sie wollten eine bessere Auferstehung erhalten. Wieder andere ertrugen Spott und Auspeitschungen, Ketten und Gefängnis. Sie wurden gesteinigt, sie wurden zersägt und mit dem Schwert hingerichtet. Heimatlos zogen sie umher, in Schaf- und Ziegenfelle gehüllt, Not leidend, bedrängt, misshandelt …Als die drei Freunde Daniels in Nebukadnezars Ofen geworfen wurden, weil sie sein Bild nicht anbeten wollten, sagten sie: “Wenn es so sein soll — unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König! Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast! “ (Daniel 3,17.18 NEÜ)

Gottes Pläne für unser Leben übersteigen unsere Vorstellungskraft, aber sie haben immer zwei Ziele: Seine Ehre und Verherrlichung und unser ultimatives Wohl. Und damit wir auch in Schwierigkeiten an seinen Verheißungen festhalten und ihn gerade dadurch verherrlichen können, hat er uns jede Menge Hilfe an die Hand gegeben.

  • Er hat uns freien Zutritt zu sich selbst  gegeben.
  • Er hat uns einen Vertreter gegeben, Jesus selbst, der als unser Hohepriester vor Gott steht, für uns eintritt und bittet.
  • Er hat uns sein Wort gegeben. An seinen festen Versprechungen können wir uns immer wieder aufrichten, Trost und Kraft schöpfen.
  • Und er hat uns die Gemeinschaft der Gläubigen gegeben, die für uns lebensnotwendig ist. Wir brauchen die Gemeinde, die Lehre durch Wort und Tat, die Ermutigung, das Gebet, das miteinander Tragen unserer Lasten – und auch die Ermahnung, wenn wir in Gefahr stehen, abzurutschen und mit der Welt zu flirten. Jeder hat seine schwachen Stellen und Momente und ist auf die anderen angewiesen.

So können wir Durststrecken überstehen, indem wir uns immer fester an Jesus klammern. Aber es ist wichtig, dass wir von Anfang an wissen, dass die Nachfolge Jesu kein Wellness-Programm ist. Das Ziel ist, dass wir Gott verherrlichen:

Denn die Gnade Gottes ist jetzt sichtbar geworden, um allen Menschen die Rettung zu bringen. Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben, als Menschen, die auf die beglückende Erfüllung ihrer Hoffnung warten und auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus. Er hat sich für uns ausgeliefert, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufen und sich ein reines Volk schaffen könne, das darauf brennt, Gutes zu tun. (Titus 2,11-14 NEÜ)

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