Und der HERR schloss hinter ihm zu

Ich lese gerade die Geschichte von Noah in 1. Mose 7. Als Noah, seine Familie und die ganzen Tiere in der Arche drin waren, heißt es: Und der HERR schloss hinter ihm zu.

So war die Rettung Noahs eine von Gott “beschlossene” Sache. Noah hatte eine Entscheidung getroffen, und Gott schnitt ihm den Rückweg ab (nicht, dass Noah wieder raus gewollt hätte! Er hatte 100 Jahre Zeit gehabt, sich das zu überlegen!) Das erinnert mich an ein Lied des indischen Christen Sadhu Sundar Singh, das wir in meiner Jugend oft gesungen haben: Ich bin entschieden, zu folgen Jesus! Ich bin entschieden, zu folgen Jesus! Niemals zurück! Niemals zurück!

Diese Tür hatte eine gewaltige “Trennkraft”. Sie trennte Noah von allem, was da draußen gerade im Gericht unterging, vom Wesen und Treiben der Welt. Johannes sagt es im Neuen Testament so: Denn nichts von dem, was in der Welt ist, kommt vom Vater: Die Gier des eigenwilligen Menschen, seine begehrlichen Blicke, sein Prahlen mit Besitz und Macht – das alles gehört zur Welt. Und die Welt mit ihren Begierden wird verschwinden. Doch wer tut, was Gott will, bleibt und lebt in Ewigkeit (1.Johannes 2,16 NEÜ) Die Trennung von der Welt und die Trennung vom Gericht ist eine Doppelpackung – man kann das eine nicht ohne das andere haben.

Als am Kreuz die Fluten des Zornes Gottes sich über Jesus ergossen haben, wurde dadurch das Wesen dieser Welt verurteilt. Und wenn wir zu diesem Kreuz unsere Zuflucht nehmen, dann schließt Gott auch hinter uns die Tür zu. Paulus drückt es so aus: Ich jedoch will auf nichts anderes stolz sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. In diesem Kreuz ist die Welt für mich gekreuzigt und ich für sie. (Galater 6,14) Es ist eine geistliche Unmöglichkeit, Jesus nachzufolgen und sich gleichzeitig  mit einer gerichteten Welt zu identifizieren und nach ihrer Art und Weise zu leben. Streben nach Geld und Position und dem eigenen Vorteil, Religiosität, Eigenwille, Begierde, Machtspielchen – das alles ist draußen hinter der Tür und fürs Gericht bestimmt. In unsrer “Arche” gelten andere Maßstäbe. Unsere Karriere ist es, Gottes Sklave zu sein, unser Besitz ist das himmlische Erbe, unser Fest ist die Gemeinschaft der Heiligen und unser Genuss ist die unbeschreibliche, unaussprechliche Freude an der Gnade Gottes. Und um alles in der Welt möchte ich nicht da draußen sein! Und du, der oder die du noch draußen bist oder noch in der Tür stehst und dich nicht entscheiden kannst: Komm rein, und lass Gott hinter dir zuschließen!

Ein Gedanke zu „Und der HERR schloss hinter ihm zu

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