Früh am Morgen

Gott kann manchmal ganz schön hart sein – da beißt die Maus keinen Faden ab!

Abraham, von dem die Bibel sagt, dass er Gottes Freund war, hat das nicht nur einmal erlebt.  Er  hatte zwei Söhne: Ismael von Hagar, seiner ägyptischen Magd, und Isaak von seiner rechtmäßigen Frau Sarah. Er hing an beiden, und beide hat Gott ihm regelrecht aus dem Herzen gerissen.

Abraham und Sarah hatten sich durch ihre eigenmächtige Aktion, Hagar als “Leihmutter” zu nehmen, ein großes Problem eingehandelt. Als schließlich Isaak, der Sohn der Verheißung, doch noch zur Welt kam, war da Hagars (unausgesprochener) Anspruch: “Meinem Sohn als dem Älteren steht mehr zu als Isaak!” So kam es, dass Ismael Sarah ein Dorn im Auge wurde, und sie ihn loswerden wollte. Und Gott gab ihr Recht. Isaak war der von Gott bestimmte Erbe, und je eher das klar war, umso besser. “Höre auf das, was Sarah sagt! Schick ihn weg! Ich werde mich um deinetwillen um ihn kümmern – er soll auch zu einem Volk werden!”

Das war so schwer und hart! Aber er tat, was Gott ihm befahl. Und er schob es nicht vor sich her. Er tat es früh am Morgen, ehe sein Herz begann, mit ihm zu diskutieren, ehe sein Verstand 1000 Gegengründe fand, ehe andere ihm reinreden und ihn beeinflussen konnten, ehe es irgendwie im Sand verlief. Abrahams Prinzip war: Ja, HERR! Ganz, gleich und sofort!

Einige Jahre später forderte Gott Isaak von ihm. Diese Geschichte ist die bekanntere. Was für ein Herzbluten mag das ausgelöst haben! Dass er schon drüber nachgedacht hat, wie das mit den Versprechungen Gottes zusammenpasste, lesen wir im Hebräerbrief im 11. Kapitel. Vielleicht würde Gott Isaak wieder auferwecken? Aber ob diese vage Hoffnung es wesentlich leichter machte? Und wieder lesen wir: Da machte sich Abraham früh am Morgen auf.

Wie oft schiebe ich Gottes unangenehmere Aufträge vor mir her, obwohl sie ein viel kleineres Kaliber haben, und mache meinen Ängsten oder meiner Trägheit dadurch so viel Platz, dass sie schließlich die Stimme Gottes übertönen! Irgendwann stehe ich dann da und stelle fest: Ich habe es nicht getan, weil ich es nicht gleich getan habe. Früh am Morgen, gleich, sofort, vor allem anderen – das möchte ich von Abraham lernen!

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