Gottes Förderplan

Dass einige von uns Erdenwürmern beschließen, dass heute Nacht das Jahr 2014 endet und ein neues beginnt, ist für den Herrn aller Herren, für den ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind, sicher nicht maßgeblich. Wir aber sind für unsere Orientierung in der Zeit auf diese Ab- und Einschnitte angewiesen, und nehmen sie zum Anlass, zurück und nach vorne zu schauen, und das kann durchaus was Gutes sein. Ich bin nicht so der Typ, der zum Jahreswechsel gute Vorsätze fasst – da kenne ich mich und meine beständige Unbeständigkeit zu gut … Trotzdem ist mir natürlich bewusst, dass es Änderungsbedarf bei mir gibt.

Auch wenn ich keinen Vorsatz habe, Gott hat mit Sicherheit einen, auch wenn er ihn nicht an unserem Silvester-Datum festmacht. Zu meiner beruflichen Arbeit gehört das Erstellen von Förderplänen für die geistig behinderten Menschen, die ich betreue. In regelmäßigen Abständen erheben wir den Ist-Zustand: Wo steht unser Klient? Gab es positive Entwicklungen? Hat sich eine neue Problemlage gezeigt? Ist er vielleicht sogar zurückgegangen? Und dann legen wir Förderziele fest: Wo wollen wir hin? Wie können wir ihn anleiten, um sich in ganz kleinen Schritten diesem Ziel anzunähern? Was braucht er dazu von uns? Wer kann daran mitwirken?

Gott hat auch so einen Förderplan für mich. Er weiß, wo er mit mir hinwill. Ich bin oft zu beschränkt, um seine Ziele zu erkennen. Mein Horizont ist viel zu eng, meine Vorstellungen zu vordergründig. Nicht nur das, ich kann auch meine Mängel und Macken gar nicht einschätzen, weil ich irgendwie wahrnehmungsgestört bin, wenn es um mich selbst geht. Aber das ist auch nicht so schlimm, weil er den Überblick hat. Er schickt mir Menschen (manchmal auch Bücher), die an meinem Glauben ergänzen können, was noch fehlt, was ich noch brauche an Belehrung oder Aufdeckung meiner blinden Flecken. Er schickt mir Bewährungsproben und Schwierigkeiten, damit ich anwenden kann, was ich gelernt habe. Wenn ich nicht klarkomme, analysiert er meine Schwachpunkte und bearbeitet die. Kurzum: Er hat die Sache in die Hand genommen, und ich vertraue ihm völlig, dass er mich zu einem guten Ende führen wird, wie sein Wort es verspricht: Der Gott, von dem alle Gnade kommt, hat euch berufen, mit Christus zusammen für immer in seiner Herrlichkeit zu leben. Er wird euch aufbauen, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen, auch, wenn ihr jetzt eine Weile leiden musstet. (1.Petrus 5,10) Der, der euch beruft, ist treu. Er wird euch auch ans Ziel bringen. (1.Thessalonicher 5,24)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s