Umziehen, bitte! (Predigt-Nachlese)

Predigttext: Epheser4,205,5

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Unser Leben, bevor wir zu Christus kamen, war schmutzig, finster, abgestumpft und von Selbstsucht und Gleichgültigkeit gegenüber Gott geprägt. So wird der Zustand von Heiden in Epheser 4,17-19 beschrieben, und so waren wir! Aber nun haben wir eine neue Identität bekommen: in Christus. Und das bedeutet,

wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen! 2. Korinther 5,17

Wie ist das möglich? Dadurch, dass Jesus nicht nur gestorben, sondern auch auferstanden ist. Er nimmt uns in beides mit hinein. Wir sind mit ihm gekreuzigt. Sünde und das Wesen der Welt (sowohl das ganz offensichtlich Böse als auch die fromm bemäntelte Selbstgerechtigkeit) wurden an diesem Kreuz gerichtet und erledigt! Deswegen können wir unmöglich weiter leben wie zuvor. Aber damit es anders werden kann mit uns, müssen wir in die Auferstehungskraft Jesu vertrauen. Das muss sich ganz praktisch auswirken in unserem alltäglichen Leben und Umgang mit anderen.

Paulus sagt es so:

Ihr habt von ihm gehört und auch verstanden, was in Jesus Wirklichkeit ist; dass ihr in Hinsicht auf euer früheres Leben den alten Menschen abgelegt habt. Denn der richtet sich in Verblendung und Begierden zugrunde. Ihr dagegen werdet in Geist und Sinn erneuert, da ihr ja den neuen Menschen angezogen habt, den Gott nach seinem Bild erschuf und der von wirklicher Gerechtigkeit und Heiligkeit bestimmt ist.

Und dann macht er es ganz konkret:

Lüge ausziehen – Wahrhaftigkeit anziehen! Wir sollen uns nichts vormachen, auch nicht so tun, als hätten wir alles im Griff und würden nicht mehr sündigen. Als Glieder des Leibes Christi sollen wir zueinander aufrichtig und ehrlich sein.

Zorn ausziehen – Selbstkontrolle anziehen! Zorn lässt sich manchmal nicht vermeiden, aber wir sollen uns damit nicht zu sündigen Ausbrüchen reizen lassen. Und schon gar nicht soll der Zorn sich zu einem längerfristigen Groll  auswachsen, sonst nehmen wir dem Teufel die Arbeit ab. Der hat seine reine Freude daran, wenn wir in unseren Herzen auf Anklagen gegen unsere Geschwister herumreiten. Das ist normalerweise sein Job, der Verkläger der Brüder zu sein.

Stehlen ausziehen – harte Arbeit und Gebefreudigkeit anziehen! Statt uns unrechtmäßig zu bereichern, sollen wir arbeiten (wörtlich: schuften!), damit wir uns ernähren und anderen etwas abgeben können. Paulus hat das übrigens auch selbst vorgelebt. Er hat sich von seiner Hände Arbeit ernährt, andere mit unterhalten und nebenher bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Wort Gottes verkündigt. Das neue Leben ist großzügig und lässt es sich etwas kosten.

Böse Worte ausziehen – freundliches, ermutigendes Reden anziehen! Wir sollen andere nicht runtermachen, nicht hinter ihrem Rücken über sie lästern, nicht hart und lieblos reden, sondern Worte einsetzen, die aufbauen und Mut machen, die gütig und von Gnade geprägt sind. Wir sollen nicht die Fehler und Schwächen der anderen breittreten, sondern vergeben – denn wir sind selbst Menschen, denen vergeben wurde und die ständig Vergebung brauchen! Wir sollen in all unserem Verhalten Nachahmer Gottes sein. Als geliebte Kinder sollen wir lieben!

Unreinheit und Gier ausziehen – Dank und Hingabe an Gott anziehen! Habgier und sexuelle Sünden sind eine Art von Götzendienst, die im Reich Gottes keinen Platz haben. Statt dessen sollen wir Gott als dem rechtmäßigen Empfänger unserer Anbetung unseren Dank in der Hingabe unseres Lebens darbringen.

Weil Gott uns solches Erbarmen geschenkt hat, liebe Geschwister, ermahne ich euch nun auch, dass ihr euch mit Leib und Leben Gott als lebendiges und heiliges Opfer zur Verfügung stellt. An solchen Opfern hat er Freude, und das ist der wahre Gottesdienst.Und richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch dadurch umgestalten, sodass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt. (Römer 12, 1.2)

Wenn wir dieses neue Leben ausleben, werden wir als Gemeinde in Einheit und Liebe das Wesen Jesu Christi widerspiegeln und Leuchtkraft haben in der Welt,

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