Gesunde Entwicklung: Reifen und begreifen

 

Ein Baby ist ein fertiger Mensch. Alles, was werden soll, ist angelegt.baby-147416_1280 Und doch ist es noch unfertig, und wir wären enttäuscht, wenn es kein Wachstum gäbe, wenn dieser Mensch nicht zur Reife käme.

Im geistlichen Leben ist es nicht anders. Wenn wir dem Evangelium glauben und Jesus unser Vertrauen schenken, werden wir zu einer neuen Schöpfung, von der es heißt:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 2.Korinther 5,17

Wir haben eine neue Gesinnung, eine neue Lebensrichtung, ein neues Herz. Wir sind Kinder Gottes geworden.

Und nun geht es ans Wachsen und Reifen.

Aber wie wächst man geistlich? Indem man „an sich arbeitet“?  Was sagt die Bibel darüber? Es ist gar nicht  so viel anders wie im natürlichen Leben.

1. Durch Essen und Trinken. Wie ein Baby natürliche Nahrung braucht, so braucht der geistliche Mensch geistliche Nahrung. Am besten geht es einem Baby mit Muttermilch, und für uns gilt:

Verlangt  wie Neugeborene nach der unverfälschten Milch des Wortes Gottes, damit ihr durch sie heranwachst und das Ziel eurer Rettung erreicht.  Ihr habt ja schon erfahren (oder “geschmeckt”), wie gütig der Herr ist.  1.Petrus 2,2.3

Ohne das Wort Gottes kann nichts aus uns werden! Deshalb lesen wir unsere Bibel, deshalb müssen wir da zu finden sein, wo es verkündigt wird, und zwar “unverfälscht”!

2. Durch die Familie: Wir brauchen die Fürsorge und Aufsicht und den Ansporn der Familie Gottes.

Deshalb ist es wichtig, unsere Zusammenkünfte nicht zu versäumen, wie es sich leider einige schon angewöhnt haben. Wir müssen uns doch gegenseitig ermutigen, und das umso mehr, je näher ihr den Tag heranrücken seht, an dem der Herr kommt. Hebräer  10,25

Ein Christ, der meint, ohne die verbindliche Gemeinschaft mit anderen Gläubigen auskommen zu können, wird entwicklungsgestört sein!

3. Durch Kennenlernen und Begreifen: Wer Gottes Kind ist, kennt Gott.  Ein Baby kennt seine Eltern, aber das heißt nicht, dass es wirklich weiß, wer sie sind, was sie empfinden, was sie denken, was sie arbeiten, was sie besitzen usw. Uns so müssen auch wir unseren Herrn immer besser kennenlernen, sein Wesen, sein Werk, seine Pläne und Taten, seine Macht, seine Größe und seine Besitztümer.Wir lesen das Wort Gottes schon als geistliche Babys, aber wir verstehen es zunehmend immer mehr. Wir wissen schon als geistliche Babys, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist, aber was das alles für uns bedeutet, begreifen wir erst nach und nach und schöpfen es nie ganz aus. Wir erkennen unsere eigene Durch-und-durch-Sündhaftigkeit immer klarer, und die Gnade Gottes wird uns immer größer. Ebenso ist es mit seiner Auferstehung oder der Tatsache, dass er in den Himmel aufgefahren ist, oder dass wir Miterben Jesu sind. Wir freuen uns immer mehr in ihm, in seiner Liebe, an unseren geistlichen Reichtümern.

Nehmt  in der Gnade zu und lernt unseren Herrn und Retter Jesus Christus immer besser kennen. 2.Petrus 3,18

4. Durch Reinigung und Pflege: Babys müssen gewaschen und gepflegt und vor Krankheiten geschützt werden. Sobald uns Sünden bewusst werden, müssen wir sie Gott bekennen.

Wenn wir behaupten, ohne Schuld zu sein, betrügen wir uns selbst und verschließen uns der Wahrheit.  Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, zeigt Gott sich treu und gerecht: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.1.Johannes 1,7.8

Außerdem hilft uns das sorgfältige Studium des Wortes und der Hirtendienst einer gesunden Gemeinde, unser Denken von Irrtümern (die immer das geistliche Wachstum hemmen) zu befreien.

5. Durch Erfahrung und Erprobung: Bis ein Mensch erwachsen wird, muss er nicht nur essen und trinken und denken und seinen Kopf mit Wissen füllen, sondern auch Erfahrungen machen. Er lernt – manchmal auf die harte Tour durch trial and error. Er läuft und fällt und steht wieder auf. Er merkt, dass seine kleinen Wehwehchen nicht das Ende der Welt sind und wieder heilen. Er lernt zu arbeiten, sich zu überwinden und sich zu bewähren.

Ein Christ lernt, sich ganz praktisch auf Gott zu verlassen. Er bekommt dafür viele Gelegenheiten. Gott schickt ihm Probleme, Leid und Not, damit er das Festhalten und Durchhalten lernt, lernt, dass seine eigene Kraft nichts taugt, aber Gottes Kraft genug ist.

Ihr wisst ja, dass ihr durch solche Bewährungsproben für euren Glauben Standhaftigkeit erlangt. Die Standhaftigkeit wiederum soll zu einem vollkommenen Werk führen: Ihr sollt in jeder Hinsicht zur Reife kommen, zu einer Vollkommenheit, der nichts mehr hinzuzufügen ist. Jakobus 1,3.4

6. Durch Korrektur und Erziehung: Wenn Gott etwas aus uns machen will, dann züchtigt er uns, und viel hängt davon ab, wie wir reagieren. Vertrauen wir ihm? Ordnen wir uns unter? Gehen wir darauf ein, oder widersetzen wir uns und rebellieren?

Unser himmlischer Vater aber weiß wirklich, was zu unserem Besten dient. Er erzieht uns, damit wir Anteil an seiner Heiligkeit bekommen.  Hebräer 12,10

Und schließlich: Wachsen und Reifen braucht Zeit. Bist du bereit für die Reise? Wir sind in guten Händen. Niemand hat mehr Interesse an uns als unser himmlischer Vater. Seine Ziele für uns sind seine Ehre und unser Glück.

Es ist der Gott des Friedens, der den großen Hirten seiner Schafe, unseren Herrn Jesus, von den Toten zurückbrachte, und der vorher mit dessen Blut den ewigen Bund in Kraft gesetzt hat.  Dieser Gott rüste euch mit allem Guten aus, damit ihr seinen Willen tun könnt. Durch Jesus Christus möge er das, was ihm gefällt, in euch bewirken. Ihm sei die Ehre für immer und ewig. Amen. Hebräer 13, 20.21

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