Urlaub

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Urlaub! Der Druck fällt von mir ab, und die große Freiheit beginnt. Es ist egal, wann man aufsteht. Man kann sich von den Sonnenstrahlen und den Vögeln wecken lassen (was zur Zeit ziemlich früh ist) oder sich einfach umdrehen und weiterschlafen. Und abends kann man rumfuhrwerken, so lange man möchte, ohne sich vor der Müdigkeit von morgen zu fürchten. Man kann all die Dinge tun, zu denen man sonst neben der Arbeit keine Zeit oder Energie mehr hat. Ich genieße es, mal endlich meine Kissen zu nähen, für die der Stoff schon ewig da liegt, mit einer Freundin zu frühstücken, einen kreativen Nachmittag mit der Enkelin zu verbringen, auf dem Balkon zu sitzen oder mal shoppen zu gehen, ohne schon vorher total erschöpft zu sein. Andere fahren fort, um sich mal ganz aus dem Alltag auszuklinken, aber ich brauche das nicht; mir gefällt es hier. Jeder muss wissen, was ihm guttut.

Aber Urlaub hat auch Gefahren. Wie leicht kann man vor lauter Relaxen die geistlichen Waffen sinken lassen. Der Feind unsrer Seele macht nämlich keinen Urlaub. Wenn wir tun können, was wir wollen und aus unserem normalen Rhythmus heraus sind, zeigt sich, was uns wirklich wichtig ist. Eigentlich haben wir jetzt mehr Zeit zum Beten und Bibellesen, aber wie leicht füllen wir gerade jetzt die Zeit ziemlich sinnfrei oder sogar schädlich!

Als David von der Versuchung überwältigt wurde, machte er auch gerade Urlaub. Die anderen waren im Krieg, und er genoss einen kühlen Abend auf dem Dach und ließ seine Augen nach ein bisschen Ablenkung schweifen, bis sie an Bathseba hängen blieben. Der Rest der Geschichte ist bekannt (oder kann hier nachgelesen werden), und sie sollte uns eine Warnung sein!

Von gewissen Dingen können wir keinen Urlaub nehmen. Das Aufnehmen des Kreuzes hat uns Jesus ausdrücklich täglich verordnet. Es gibt keinen Urlaub vom Auftrag, Gott zu preisen und sein Heil zu verkündigen, vom Nachdenken über sein Wort, vom Gebet, von der Wachsamkeit oder der Heiligung. Urlaub kann eine Gelegenheit sein, mehr Zeit in das Gute und Nützliche zu investieren, damit sich Körper und Seele gleichermaßen erholen und nicht am Ende das große Bedauern steht.

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