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Adventskalender: 24 Bibelverse über den Mensch gewordenen Gott

Weihnachten ist mehr als die Weihnachtsgeschichte!

Johannes 1,14

Sollten Christen vegan leben?


green-422995_1280Veganismus ist inzwischen nicht mehr nur etwas für eine abgehobene Randgruppe. „Vegan“ ist so sehr ein Verkaufsargument geworden, dass sowohl Fertiggerichte als auch Kosmetik- und Bekleidungsprodukte damit gelabelt werden. In Restaurants und Cafés werden regelmäßig vegane Gerichte angeboten – all das zeigt, dass der Veganismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Wie stehen wir als Christen dazu, oder besser gesagt, sagt die Bibel etwas dazu, und wenn ja, was?

Ehe wir die Frage beantworten können, brauchen wir eine korrekte Definition. Wer könnte uns die besser geben als die englische Vegan Society? Sie ist nämlich der Ursprung des Begriffs, der 1949 erstmals definiert und dann mehrmals neu gefasst wurde. Seit 1988 lautet die Definition so:

„A philosophy and way of living which seeks to exclude—as far as is possible and practicable—all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing or any other purpose; and by extension, promotes the development and use of animal-free alternatives for the benefit of animals, humans and the environment. In dietary terms it denotes the practice of dispensing with all products derived wholly or partly from animals.“

Quelle: https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism

(Meine Übersetzung: „Eine Philosophie und Lebensweise, die danach strebt – soweit es möglich und praktisch umsetzbar ist – jegliche Art von Ausbeutung von oder Grausamkeit gegenüber Tieren für Nahrung, Bekleidung oder zu anderen Zwecken auszuschließen; als Folge davon unterstützt sie die Entwicklung und den Gebrauch tierfreier Alternativen zum Wohl der Tiere, der Menschen und der Umwelt. In Bezug auf Nahrungsmittel ist sie gekennzeichnet durch die Praxis des Verzichts auf alle Produkte, die ganz oder in Teilen von Tieren gewonnen werden.“)

Ein echter Veganer isst nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Milchprodukte und keinen Honig. Er trägt keine Lederkleidung und nimmt von zoologischen Gärten, Tierkämpfen, Jagd und natürlich Tierversuchen Abstand, weil auch da Tiere für den Menschen ausgebeutet werden. Das unterscheidet ihn vom Vegetarier.

Veganer sehen ihren Lebensstil als ethisch und gesundheitlich überlegen an. Zum gesundheitlichen Aspekt hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine kritische Stellungnahme herausgebracht. Aber was ist mit der Moral? Ist der vegane Lebensstil moralisch überlegen? Ist er christlich?

Die Philosophie des Veganismus beruht auf der Vorstellung, dass der Mensch ein „human animal“, ein menschliches Tier ist, das kein Recht hat, sich über die anderen Tiere zu erheben und sie auszubeuten. Sie geht damit wesentlich weiter als der „Tierschutz“, der z.B. artgerechte Tierhaltung und Vermeidung von Grausamkeit fordert.

Was sagt nun die Bibel über das Verhältnis von Mensch und Tier? Zunächst sind sie beide Geschöpfe Gottes. Dennoch sagt Gott gleich zu Anfang zu den Menschen:

Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen (1.Mose 1,28)!

Er weist also den Menschen eine Überlegenheit zu, verbunden mit einer Aufgabe und Verantwortung. Dann stellt er den Menschen alle Früchte und Kräuter als Nahrung zur Verfügung.

Dann kommt der Sündenfall. Der Mensch wird Gott ungehorsam – und Gott selbst führt das erste tierische Produkt ein: Er macht den Menschen, die erstmals Scham aufgrund ihrer Nacktheit empfinden, einen Schurz aus Fell. Dafür muss notwendigerweise ein Tier sterben.

Abel, der jüngere Sohn des ersten Menschenpaares, wird ein Schafzüchter und bringt von seinen Schafen Gott ein Opfer dar, das Gott, im Gegensatz zu dem Opfer seines Bruders Kain, der von den Früchten des Feldes geopfert hatte, zustimmend annimmt. Kain kann das nicht akzeptieren und bringt seinen Bruder um. Die Spirale menschlicher Sünde und Gewalt dreht sich immer weiter bis zur Sintflut. Noah und seine Familie sowie viele Tiere werden auf Anordnung Gottes gerettet. Gott ordnet an, dass Noah von einigen Tierarten mehr als ein vermehrungsfähiges Pärchen in die Arche bringt, damit Noah nach Beendigung der Flut etwas zum Opfern hat. Und Gott gibt explizit eine neue Anordnung bezüglich der Ernährung:

Furcht und Schrecken vor euch sei auf allen Tieren der Erde und auf allen Vögeln des Himmels! Mit allem, was sich auf dem Erdboden regt, mit allen Fischen des Meeres sind sie in eure Hände gegeben. Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen (1.Mose 9,2-4).

Das ist ziemlich eindeutig eine Aufforderung, Tiere als Nahrungsquelle zu nutzen, und etabliert noch einmal deutlicher ein Machtgefälle zwischen Mensch und Tier.

So hatte im Alten Testament das Nutztier zwei Funktionen: als Nahrung und als Opfer. Im Neuen Testament wurden Tiere als Opfer nach dem Tod Jesu überflüssig, da er das vollkommene, ewig gültige Opfer gebracht hat. Es ist aber völlig klar, dass Jesus selbst noch das Passalamm gegessen hat. Genauso klar ist, dass die Bibel Vernachlässigung und Grausamkeit gegenüber Tieren nicht befürwortet:

Der Gerechte kümmert sich um das Wohlergehen seines Viehes, aber das Herz der Gottlosen ist grausam (Sprüche 12,10).

So weit, so gut. Aber gibt es nicht doch in der Bibel Beispiele von Menschen, die aus ethischen Gründen auf Fleisch verzichtet haben? Daniel z.B.? Er und seine Freunde weigerten sich, im babylonischen Exil von der Tafelkost des Königs zu essen und baten darum, sich nur von Gemüse ernähren zu dürfen. Das lag aber nicht daran, dass sie Fleisch generell ablehnten, sondern dass diese Tafelkost des Königs kultisch unrein war – vielleicht war es den Götzen geopfert worden, vielleicht stammte es von Tieren, die für sie als Juden nach dem Gesetz Gottes nicht gegessen werden durften. Diese Geschichte hat also nichts mit einer generellen Verwerflichkeit fleischlicher Kost zu tun. Parallelen gibt es auch im Neuen Testament, wo die Frage aufkam, ob Christen Götzenopferfleisch essen durften (1.Korinther 10,23-33). Auch die frühchristliche Gemeinde in Rom schlug sich mit diesem Problem herum, weil einige damit ein Problem hatten, Fleisch zu essen, das sie als kultisch unrein empfanden, andere aber nicht. Paulus ermahnt alle zu Toleranz und Rücksicht auf das Gewissen der Brüder und sagt:

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (Römer 14,17).

Wenn dein Bruder denkt, das Fleisch ist unrein, dann iss lieber nur Gemüse, auch wenn du selbst weißt, dass Gott nichts dagegen hat.

Also sollte ich jetzt aus Rücksicht auf und unter dem moralischen Druck der Veganer lieber kein Fleisch mehr essen, weil das ihr Gewissen belastet? Ich glaube nicht. Ich glaube vielmehr, dass wir jene Christen, die meinen, wir müssten vegan leben, über die unbiblischen Hintergründe aufklären müssen. Der Veganismus ist 1. ein direkter Angriff auf die biblische Schöpfungsordnung und beruht 2. auf einer Leugnung des Sündenfalls. Wir warten darauf, dass unter der Herrschaft Jesu in seinem Reich die durch den Sündenfall verdorbene Schöpfung wieder heil wird. Das ist durch keinen Weltverbesserungs-Shortcut zu erreichen.

Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht darüber nachdenken sollten, wie viel und welcher Fleischkonsum sinnvoll ist, und wie wir vernünftig mit den Tieren umgehen können. Wir können die Tierzucht zur Zeit der Bibel sicher nicht mit unserer industriellen Tierzucht heute vergleichen. Aber die vegane Philosophie der Gleichberechtigung von Tier und Mensch lässt sich nicht in unseren Glauben integrieren.

Nehmt euch vor denen in Acht, die euch mit einer leeren, trügerischen Philosophie einfangen wollen, mit Anschauungen rein menschlichen Ursprungs, bei denen sich alles um die Prinzipien dreht, die in dieser Welt herrschen, und nicht um Christus (Kolosser 2,8).

Nachruf auf meinen Vater

sunset-100367_1920Vor gut drei Wochen ist mein Vater mit 92 Jahren heimgegangen zu seinem Herrn. Sein letztes halbes Jahr war gekennzeichnet von Demenz, einem zunehmendem Verlust von Orientierung und Kompetenzen, von  Stürzen, Schmerzen, Unruhe, von der Schwierigkeit, sich sinnvoll zu beschäftigen, weil Körper und Kopf nicht mehr mitmachten. Es war nicht leicht für ihn. Wir dachten oft: Wie lange wird das noch so gehen? Aber im Rückblick: Was ist ein halbes Jahr in Relation zu 92 Lebensjahren? Jetzt ist dieses letzte halbe Jahr noch so sehr präsent, wenn wir an Papa denken, aber was wird in 10 Jahren – wenn wir dann selbst noch hier sind – im Fokus unserer Erinnerungen stehen?

Erinnerungen sind eine merkwürdige Sache. Ich lese gerade in der Bibel die Geschichte Abrahams und bin heute bei seinem Tod angelangt. Abraham war nicht perfekt – mein Vater auch nicht (wie keiner von uns). Es gab Dinge, wo ich mir bis zum Schluss eine Änderung des Denkens gewünscht hätte. Die Bibel macht aus Abrahams Fehlern und Schwächen keinen Hehl, aber sie zieht ein Fazit, das über alles entscheidet, das den Grundtenor seines Lebens beschreibt:

Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. (Römer 4,3)

Das kann ich für meinen Vater auch ganz sicher sagen. Er glaubte Gott und verließ sich nicht auf seine eigene Gerechtigkeit. Als junger Mann in belgischer Kriegsgefangenschaft, als ihn seine Schuld quälte und er Vergebung suchte, hat er sein Vertrauen auf Jesus gesetzt, der ihn nie mehr losgelassen hat. Er strebte danach, diesen Glauben durch Gehorsam und Treue zu Gott zu zeigen. Ich bin Gott sehr dankbar für sein Leben und Vermächtnis. In der Auslegung der Bibel hatten wir in Nebenpunkten ein paar divergierende Auffassungen, aber er war immer mein Vorbild, was einen echten, authentischen und konsequenten Glauben betrifft.

Vermisse ich ihn? Unser irdisches Leben ist der Vergänglichkeit unterworfen. Das Sterben ist – das wurde mir in letzter Zeit deutlich – nicht nur ein Punkt, sondern ein Prozess, vor allem wenn man so alt wird. Es ist, wie wenn bei einer Lichterkette ein Licht nach dem anderen ausgeht. Papa hat seinen Auftrag auf Erden erfüllt. Er war “der Tage satt”. Er war bis zum Schluss selbst in seiner Demenz der Fürsorgliche, der morgens den Tisch decken wollte, aber manchmal wusste er nicht mehr, wer meine Mutter war. Die Zeit des Gebens und Sorgens, des Vermittelns und Beschützens ist jetzt ausgelaufen. Er hat für uns getan, was er konnte.

Ich weiß, dass er jetzt am Ziel seiner Sehnsucht ist: Er betet seinen Erlöser an. Das hat er schon immer  und bis fast ganz zum Schluss gerne getan. Jeden Tag hat er, zuletzt mit Unterstützung einer CD, Glaubenslieder gesungen. Ich denke, damit ist er jetzt voll beschäftigt, und das ist etwas, was wir immer noch gemeinsam tun: Er in der unmittelbaren Gegenwart Gottes und ich im Straßenstaub dieser Erde. Er ist jetzt Teil der “vollendeten Gerechten” (Hebräer 12.23).

Wir wünschen ihn nicht zurück. Ich bin dankbar für die Zeit, wo er mein Vater war und für viele prägende Erinnerungen. Jetzt ist er bei Christus, und das ist “weit besser” (Philipper  1,23).

Auch ich geh weiter, nur ein wenig weiter, geh in Gottes Freude, geh in Gottes Licht hinein. Ich war für ein paar Jahre dein Begleiter, doch nun geh ich weiter, um bei meinem Herrn zu sein.

(Manfred Siebald)

Wofür ich meiner Mutter danke

silhouette-3580600_1280Ich danke ihr, dass sie sich über mich gefreut hat und mir das Leben gegeben hat. Tatsächlich ist das ja heute nicht mehr selbstverständlich. Viele Mütter verweigern ihren Kindern das Leben.

Ich danke ihr für die ganze alltägliche Arbeit vom Windelwaschen, als ich ein Baby war, bis zu Bergen von Pommes oder handgemachten Klößen, die pünktlich nach der Schule fertig waren  und unseren Heranwachsenden-Kohldampf befriedigten. Ich danke ihr, dass sie mir gezeigt hat, dass “Hausfrau” ein erfüllender  Beruf ist.

Ich danke ihr, dass sie mir gesagt hat, dass man Arbeit gerne tut für Menschen, die man liebt. Das hat mich tief geprägt.

Ich danke ihr, dass sie meinen Vater respektiert hat und ihm den Raum gegeben hat, die Familie zu führen, so dass wir als Kinder in einer Atmosphäre von Ordnung und Geborgenheit  aufwachsen durften.

Ich danke ihr, dass sie uns vorgelebt hat, dass Gastfreundschaft zwar mit Mühe verbunden, aber auch ein großer Segen ist.

Ich danke ihr, dass sie uns losgelassen hat, als wir erwachsen wurden, und sich nicht in unsere eigenen Ehen eingemischt hat.

Ich danke ihr, dass jedes Enkelkind mit großer Freude begrüßt wurde. Nicht nur das, sondern es gab auch tatkräftige Unterstützung in jeder Form, Ausflüge mit den Enkeln, unzählige Bleche Pizza, und immer noch strickt sie Berge von Socken für die ganze Großfamilie.

Ich danke ihr auch, dass sie nie etwas zurückgefordert hat, aber jetzt, wo sie alt und gebrechlich ist, unsere Hilfe gerne annimmt.

Sie hat auch Fehler gemacht. Ich habe bei meinen sieben Kindern noch mehr Fehler gemacht. Dafür brauchen wir Gottes Vergebung. Aber je älter ich werde, desto mehr sehe ich, welch ein wertvolles Fundament mir mitgegeben wurde, und danke Gott dafür.

Können Christen Fastnacht feiern?

carnival-250936_1920Es ist mal wieder die Jahreszeit, wo man sich diese Frage stellt. Fastnacht, erklärte mir einmal ein katholischer Diakon, sei  ein christliches Fest, damit man vor der Fastenzeit noch mal richtig die Sau rauslassen könne. Damit du selbst entscheiden kannst, ob das so ist, lasse ich einfach mal Paulus sprechen:

Von sexueller Unmoral jedoch, von Schamlosigkeit jeder Art und von Habsucht soll bei euch nicht einmal geredet werden. Das schickt sich nicht für Menschen, die Gott geheiligt hat. Auch Unanständigkeit, dummes Geschwätz und derbe Späße passen nicht zu euch. Benutzt eure Zunge lieber zum Danken! Denn ihr müsst wissen, dass keiner von denen, die in sexueller Unmoral leben, ein ausschweifendes Leben führen oder von Habgier erfüllt sind – einer Form von Götzendienst –, einen Platz im ewigen Reich von Christus und Gott haben wird. Lasst euch von niemand einreden, dass das alles harmlos sei! Denn gerade wegen dieser Dinge ziehen sich die ungehorsamen Menschen den Zorn Gottes zu. Habt also nichts mit ihnen zu tun!  Früher gehörtet ihr zwar zur Finsternis, aber jetzt gehört ihr durch den Herrn zum Licht. Lebt nun auch als Menschen des Lichts! Ein solches Leben bringt als Frucht jede Art von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Fragt immer danach, was dem Herrn gefällt, und beteiligt euch nicht an den nutzlosen Dingen, die aus der Finsternis kommen, sondern stellt sie vielmehr bloß. Denn was manche heimlich tun, ist schon auszusprechen unanständig …

Achtet also genau darauf, wie ihr euer Leben führt – nicht als törichte, sondern als weise Menschen! Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit. Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will! Und betrinkt euch nicht, denn das führt zu einem zügellosen und verschwenderischen Leben, sondern lasst euch vom Geist Gottes erfüllen! (Epheser 5,3-12.15-18)

Heute vor 46 Jahren

Return of the Prodigal Son 1667-1670 Murillo

Bartolomé Esteban Murillo [Public domain], via Wikimedia Commons

kam mir der himmlische Vater entgegengelaufen. Ich hatte mit meinem ganzen Sein gegen ihn rebelliert und war am Ende. Ich bin in seine Arme gefallen und konnte nur sagen: ich habe dir die ganze Zeit ins Gesicht gespuckt, und du hast mich geliebt!

Seitdem bin ich bei ihm zuhause, und immer noch ist er dabei, mir mein Erbe zu zeigen, alles, was er für mich hat in Christus. Ich habe es immer noch nicht ganz ausgelotet! Er lehrt mich die Tischregeln und den Umgangston und die Sitten des Hauses mit großer Geduld. Wie viele Fehler hat er mir immer wieder vergeben! Wie hat er mich immer wieder getröstet und aufgerichtet! Wie hat er nie aufgegeben und mich nie fallen gelassen! Er ist das Urbild aller Vaterschaft.

Vieles hab ich erst später verstanden, z.B. wie das Werk Jesu am Kreuz und diese liebevolle Aufnahme zusammenhängen. Ich muss immer noch viel lernen. Ich brauch immer noch Korrektur. Aber ich bin nicht verzagt, denn ich kenne ihn jetzt! Er hat die Verantwortung für mich übernommen, und er ist alles, was ich brauche.

Und du, wenn du am Ende bist, wenn du nicht mehr ohne ihn leben kannst, wenn du müde und beladen bist, wenn du weißt, dass du verloren bist, dann komm! Er ist voller Barmherzigkeit, und er wartet schon auf dich! Du musst nicht denken: ich kann nie so leben, wie Gott das will. Er weiß das schon, er kennt dich! Er hat alles bereit für dich, und er wird  dein Leben ändern. Du musst ihm nur die Regie übergeben.

Motivation zum Anpacken

work-1015463_1920Am Anfang eines neuen Jahres  können wir eine Erneuerung unsrer Motivation gut gebrauchen.

In der letzten Bibelstunde hat sich mir ein Satz eingebrannt, mit dem dem Nehemia seine eingeschüchterten Landsleute ermutigt:

An den Herrn denkt, den großen und furchtbaren! Und kämpft für eure Brüder, eure Söhne und eure Töchter, eure Frauen und eure Häuser! (Nehemia 4,8)

Diese beiden Aspekte beschreiben sehr treffend, was uns motivieren kann und soll, am Reich Gottes weiterzubauen. Der  eine ist die Größe und Kraft Gottes. Wir wissen, dass wir auf der Seite des Siegers sind und haben keinen Grund für Verzagtheit. Aufgeben ist keine Option.

Der 2. Aspekt sind die, die auf unseren Einsatz angewiesen sind: die Brüder. Wenn wir schlappmachen, werden sie leiden. Sie brauchen uns und unseren Dienst. Unsere Einstellung und unsere Willigkeit, ob wir mit anpacken oder uns zurückziehen, macht einen Unterschied.

Ich möchte mir diesen Vers für 2016 zum Leitvers nehmen.