Archiv der Kategorie: Gericht

Abel und Jesus: Blut, das redet

ink-303244_1280Als Kain seinen Bruder Abel erschlagen hatte, findet Gott ihn und fragt ihn, wo sein Bruder ist. Kains Antwort: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?, ist zum sprichwörtlichen Inbegriff für alles Leugnen unserer Schuld und Verantwortung geworden.

Es ist nicht so, dass Gott die Antwort auf seine Frage nicht selbst wüsste. Er wollte Kain nur eine Chance zum Bekenntnis geben.  Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde! muss Kain hören. Man kann Gott nicht entkommen.

Kein Mord in dieser Welt verhallt ungehört. Gott “hört” die Stimme von zu Unrecht vergossenem Blut, und es schreit nach Rache, weil der Mensch im Bild Gottes geschaffen ist. Die Tötung eines Menschen ist ein Angriff auf seinen Schöpfer.

Viele Jahre nach Kains Brudermord geschieht ein anderer, noch dramatischerer Mord. Gottes eigener Sohn Jesus wird schuldlos zum Tod verurteilt und umgebracht. Auch sein Blut “redet”. Im Hebräerbrief lesen wir:

Ihr seid zu Jesus gekommen, dem Vermittler eines neuen Bundes, und zu dem Reinigungsblut, das viel besser redet als das Blut Abels (12,24).

Was spricht das Blut Jesu? Es spricht nicht von Rache, sondern von Vergebung und Reinigung von Schuld. Er hat sich freiwillig hingegeben, damit unsere Schuld vor Gott weggenommen werden kann. Keine Schuld ist zu groß. Was wir tun müssen ist: Zu ihm kommen, unsere Schuld bekennen, im Glauben um ein neues Leben bitten.  Mord, Diebstahl, Ehebruch, Hurerei und Perversionen, Hass und Neid, Lüge und Betrug, Okkultismus und Esoterik und was es sonst so an Verstößen gegen Gottes Gesetz in unserem Leben gibt und gab – auch wenn du meinst, es sei längst Gras drüber gewachsen – Gott hat es gesehen, und du wirst dafür von ihm zur Rechenschaft gezogen werden. Der einzige Ausweg ist, das Blut Jesu für dich sprechen zu lassen, das uns vor Gott Vergebung erwirkt. Komm heute zu ihm, denn du weißt nicht, ob du morgen noch die Gelegenheit dazu hast.

Wenn wir behaupten, ohne Schuld zu sein, betrügen wir uns selbst und verschließen uns der Wahrheit. Wenn wir unsere Sünden eingestehen, zeigt Gott, wie treu und gerecht er ist: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von jedem begangenen Unrecht. 1.Johannes 1,8.9

Notizen zu 1.Mose 4: Abels kurzes Leben

church-753812_1920Über die Geschichte von Kain und Abel, dem ersten Brudermord und den Gründen dafür, habe ich hier schon einmal nachgedacht: “Zwei Opfer und ein Mord”.

Heute morgen habe ich mich damit beschäftigt, wie es nach Abels Tod weiterging. Obwohl Kain von Gott mit Strafe belegt wurde, so gründete er doch eine Familie. Wir hören von einem Sohn, Enkeln, Urenkeln und weiteren Nachkommen. Die erste polygame Ehe wird da  erwähnt und die ersten Musiker und Schmiede. Kain hatte kein glückliches Leben, aber er hatte ein Leben, und es gab etwas zu berichten.

Von Abel hören wir nichts. Nach seinem Tod verläuft seine Spur im Sand. Keine Nachkommen, keine Errungenschaften, kein Fortschritt der Zivilisation im Guten oder im Schlechten. Ein Bruder wird geboren, den seine Mutter Set, Ersatz, nennt.

Irgendwie ist das krass. Kain hat es geschafft; er hat gründliche Arbeit geleistet; sein Bruder ist spurlos ausgelöscht. Man hört nichts mehr von ihm in der Geschichte der Menschheit. Doch, warte! Im Hebräerbrief wird er Tausende von Jahren später noch mal erwähnt:

Durch den Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain. Gott nahm Abels Opfer an, um zu zeigen, dass er in seinen Augen gerecht gesprochen war. (11,4)

Es gibt über Abel diese eine Sache zu sagen: Er hatte das richtige Opfer. Er wusste, dass er ein Sünder war, der Vergebung durch ein Schlachtopfer brauchte, und Gott hat ihn gerecht gesprochen. Er hat eine Zukunft in der Ewigkeit Gottes, obwohl und weil er in diesem Leben nichts geleistet hat. Aber all die Errungenschaften Kains und seiner Nachkommen fallen unter das Urteil der Vergänglichkeit und des Todes.

Es kommt im Leben nur auf eines an. Du musst wissen, dass du Vergebung brauchst und dich auf das Opfer Jesu verlassen. Alles andere ist vergebliches Rennen und Laufen..

Beten lernen (2): Zu wem?

prayer-1269776_1920 (2)Eine der wichtigsten Fragen beim Gebet ist, wer mein Gegenüber, wer dieser Gott ist. Ist er eine nebulöse Macht? Wenn er ein Gott ist, der hören und antworten kann, dann muss er eine Person sein, nicht ein Etwas, sondern ein Jemand, zu dem ich in Beziehung treten kann.

Nun macht es für mein Gebet einen sehr großen Unterschied aus, wie dieser Gott ist, dem ich mich da nähere. Möchte er das überhaupt? Interessiert er sich für mich? Macht er Aussagen, auf die ich mich verlassen kann, oder ist er launisch und trifft willkürliche Entscheidungen je nach Tagesform? Muss ich ihn besänftigen, oder ist er mir von vornherein gut?

Gott hat sich uns geoffenbart. Er zeigt sich in der Schöpfung, er zeigt sich in seinem Wort, und er zeigt sich in seinem Sohn, Jesus Christus.

Durch die Schöpfung zeigt er uns seine Größe und Macht. Sie hat etwas zugleich tief Beglückendes und Einschüchterndes. Das Wort Gottes zeigt uns unter anderem die Maßstäbe Gottes, an denen seine Heiligkeit und unser totales Versagen deutlich wird. Sie zeigt uns auch einen Gott, der die Sünde bei uns nicht einfach übersieht. Und Christus zeigt uns das Herz Gottes, seine Liebe, die uns sucht und zurückführen will, und das Opfer, das unsere Sünde wegnehmen kann.

Wenn du beten  und dabei nicht nur ins Blaue hineinsprechen willst, musst du diesen Gott kennenlernen. Lies die Bibel! Darin findest du alles, was du dazu brauchst.

Im nächsten Post wird uns die Frage beschäftigen: Was gibt mir das Recht, vor Gott zu treten?

AHA-Momente: Die Made in meinem Küchenschrank und der Zorn Gottes

Zorn

Der Zorn Gottes ist für uns schwer verdaulich. Es hat auch keinen Zweck, ihn umzubenennen oder schönzureden. Die Bibel beschreibt ihn oft in Bildern einer leidenschaftlichen Zerstörungswut gegen seine Gegner, und zwar sowohl im Alten als auch im Neuen Testament! Andrerseits spricht sie von einem Gott, der seine Feinde so sehr liebt, dass er seinen eigenen Sohn als Schuldopfer für sie sendet, weil er sich mit ihnen versöhnen und sie in seine Familie aufnehmen will. Wie geht das zusammen?

Neulich hatte ich ein kleines Erlebnis. Jede Hausfrau kennt das vermutlich. Ich öffne die Tür von meinem Küchenschrank und erblicke oben einen kleinen Fleck. Was ist das? Schmutz? Bewegt sich das Ding? ich steige auf einen Stuhl, um besser zu sehen. Tatsächlich, eine kleine Made! Etwa eine Motten-Made? – Innerhalb von Sekunden läuft vor meinem inneren Auge ein Film ab. Ich sehe Tüten mit meinem geliebten Tee, von Mottengespinsten durchzogen, Mehl, in dem es krabbelt, ungenießbare, ekelhafte, verdorbene Nüsse… und ich sehe mich Lebensmittel um Lebensmittel, völlig unbrauchbar geworden, in die Tonne hauen. ich habe meine Erfahrungen mit diesen Viechern gemacht, nicht nur einmal! Und es war jedes Mal ein riesiger finanzieller Verlust und eine Mordsarbeit, die Schränke wieder davon frei zu bekommen.

Ich schnappe mir ein Stück Küchenrolle, stürze mich auf die Made und zerquetsche sie, so fest ich kann, zwischen dem Küchenpapier und mache ihr so ein Ende. Ab in den Müll damit! Aus der Perspektive der Made bin ich natürlich grausam, aber ich habe kein Mitleid mit ihr, denn sie wird sich rücksichtslos ausbreiten und mir alles nehmen, was ich habe. Dann schaue ich meinen Schrank durch, ob ich irgendwo mehr Maden oder gar ausgewachsene Motten oder die typischen Gespinste sehe. Alles, was ich an Befall finde, werde ich sofort vernichten! In diesem Moment verstehe ich plötzlich, warum Gott so zornig auf die Sünde ist. Die Sünde ist (wie diese Made für mich) eine Bedrohung für alles, was er liebt. Er kennt den Schaden, den sie anrichtet. Deshalb hat er einen vernichtungswilligen Zorn auf sie und auf alles, was von ihr befallen ist! Weil er die Menschen liebt!

Gott will ausdrücklich nicht den Tod des Sünders.

So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben? (Hesekiel 33,11)

Er bietet uns Gnade und ein neues Leben an:

Wer an den Sohn (Jesus) glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3,36)

Aber wer die Gnade ablehnt und an seiner Sünde festhalten will, dem kann Gott nicht helfen, der bleibt er unter seinem Zorn und geht dem Gericht entgegen.

Ist Gott hart und Jesus soft?

opposites-489521_1920Irgendwie kommt es mir immer wieder unter in Gesprächen und auf Blogs: Viele sehen einen Gegensatz zwischen dem rachedurstigen, Gericht übenden Gott des Alten Testamentes und dem gnädigen, vergebenden Jesus. Irgendwie scheint dem modernen Menschen Jesus recht sympathisch, der AT-Gott aber passt, so meint man, nicht so ganz ins Bild.

Nun, das eine wie das andere beruht auf Unkenntnis, die daher rührt, dass man die Bibel nicht ganz liest, noch nicht einmal das Neue Testament. Zudem blendet diese Wahrnehmung das Selbstzeugnis Jesu total aus, denn er hat gesagt: Ich und der Vater sind eins.

Jesus ist eins mit dem Vater im Zorn gegen die Sünde. Das Buch der Offenbarung (das übrigens der Apostel Johannes geschaut und verfasst hat, den man oft den “Apostel der Liebe” nennt) zeigt Jesus als Richter über eine gottlose Welt. In großer Furcht flehen die Menschen die Berge und die Felsen an:

Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes. Denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer wird ihn überleben? Offenbarung 6,16.17

Der Vater ist eins mit Jesus im Willen, gnädig zu sein und zu retten. Schon immer, auch im Alten Testament, hat es Gott widerstrebt, den Sünder zu strafen. Er wünscht sich nichts mehr als seine Umkehr, damit er ihn begnadigen kann. Daher wurde innerhalb der dreieinigen Gottheit schon vor Grundlegung der Welt der Beschluss gefasst, dass der Sohn Mensch werden und für unsere Sünden sterben würde. Das Kreuz ist nichts, was Gott seinem Sohn “angetan” hat, sondern er hat es völlig freiwillig auf sich genommen. Und Gott hat den Sohn “gegeben” für eine feindselige Welt. So wie bei Abraham und Isaak, als sie zum Berg Morija gingen, kann man es von Gott und Jesus sagen: So gingen beide miteinander. Der Sohn hat sich geopfert. Der Vater hat den Sohn geopfert.

Einer meiner Lieblingsverse steht in Apostelgeschichte 20,28. Da ist die Rede davon, dass Gott sich die Gemeinde erkauft hat durch das Blut seines eigenen (Sohnes). In den englischen Übersetzungen steht durchgängig: durch sein eigenes Blut. Beide Übersetzungen sind möglich, denn das Wort Sohn ist nur ergänzt und steht nicht im Urtext. Auf jeden Fall ist klar: Da ist nicht ein unbeteiligter Gott, der fremdes Blut vergießt. Es hat Sohn und Vater alles gekostet. So groß ist ihr Zorn auf die Sünde. So groß ist ihre Liebe zu uns.

Es ist wahr: Ohne das Opfer Jesu hätte Gott unsere Sünde niemals vergeben können. Durch dieses Opfer können wir vor dem Zorn Gottes und des Lammes gerettet werden. Aber es gibt zwischen Gott und seinem Sohn keine Meinungsverschiedenheiten – weder in der Gnade noch im Gericht. Wir können nun Gott so nehmen, wie er sich offenbart hat – oder ihn ablehnen. Was wir nicht können, ist Jesus annehmen und den richtenden Gott ablehnen. Diese Option ist nicht existent.

Was religiösen Menschen die Tür zu Gott verschließt (Predigt-Nachlese)

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In Johannes 5 spricht Jesus mit den religiösen Führern der Juden. Sie hassten ihn, weil er das Licht war, das ihre Finsternis aufdeckte. Sie hassten ihn für seinen Anspruch, der Sohn Gottes zu sein, eins mit dem Vater und von ihm autorisiert, ihnen Leben zu geben oder sie zu richten. Und sie hassten ihn, weil er ihre Position und ihr Ansehen infrage stellte.

Und doch gibt er sie nicht auf. Wenn sie ihm persönlich nicht glauben, dann kann er Johannes den Täufer als Zeugen ins Feld führen oder die Wunder, die unbestreitbar waren, oder die Schrift, die ihn vorhergesagt hat, sogar Moses, den sie so hochhalten. Und er tut das nicht, weil er diese Zeugen nötig hätte, sondern er sagt das um ihretwillen:

Ich sage das, damit ihr gerettet werdet. (Johannes 5,34)

Das ist seine Intention, selbst für seine ärgsten Feinde. Und um ihnen zu helfen zu erkennen, was sie daran hindert, hält er ihnen den Spiegel vor, damit sie sehen, wie sie sind, und wovon sie umkehren müssen, damit sie glauben und gerettet werden können. Dabei scheut er sich nicht, konfrontativ und deutlich zu sein, denn mit weniger ist ihnen nicht gedient.

  • Gottes Wort hat keinen Raum in euren Herzen. Sie kannten die Schrift vor- und rückwärts und auswendig als ein Buch von Geboten und Gesetzen, zu denen sie vorsichtshalber unzählige Ausführungsverordnungen gemacht hatten und beachteten. Aber ihr Herz war nie erreicht worden, nie von seiner Sündhaftigkeit überführt worden. Da war kein Platz in ihnen zum Empfang der Worte der Gnade, denn in ihren Augen hatten sie alles richtig gemacht.
  • Ihr wollt nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen. Das hätte ja geheißen, sie brauchen ihn, um ihnen das Leben zu geben! Sie doch nicht! Sie konnten sich selbst den Weg zu Gott erarbeiten!
  • Ihr sucht die Ehre von Menschen. Jesus sagt es ziemlich drastisch: Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? Wer glauben will, muss seine Reputation und seinen Selbstschutz fahren lassen. Er kann nicht mehr so tun, als ob. Er muss seine Sünden bekennen. Es gibt kein größeres Hindernis zum Glauben als Heuchelei und den Wunsch, vor Menschen etwas darzustellen, was man im Kern seines Wesens und in seinen geheimsten Taten nicht ist.
  • Ihr habt die Liebe Gottes nicht in euch. Sie waren Spezialisten in den zehn Geboten, aber sie konnten noch nicht einmal das erste halten: Gott über alle Dinge zu lieben. Nur sahen sie das nicht, weil sie den selbstgerechten Buchstabengehorsam mit der Liebe zu Gott verwechselten.
  • Ihr glaubt den Schriften nicht wirklich. Hätten sie den Schriften Mose wirklich geglaubt und nicht immer nur ihre To do-Liste zum Abhaken darin gesucht, so hätten sie erkannt, dass er einen Erlöser für ihren und unseren tiefen Schaden vorausgesagt hat, und sie hätten die Stimme des Autors in Jesus wiedererkannt.

Es betrifft nicht nur die Pharisäer, sondern dient auch unserer Selbstprüfung.  Kennen wir Gott? Ehren und lieben wir ihn? Ist er die Quelle unserer Freude, die Nummer 1 in unserem Leben? Wie treffen wir unsere Entscheidungen? Schielen wir nach der Anerkennung von Menschen, oder bekennen wir uns zu unserer Schuld und nehmen gerne die Gnade Gottes an und das Kreuz auf und folgen  Jesus nach?

Wer wird gerettet, und wer wird verdammt?

 

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Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. (Johannes 3,17)

Und doch werden nicht alle Menschen gerettet werden. Nicht alle werden profitieren von dem, was Jesus getan hat. Er hat dieses wunderbare Angebot – ewiges Leben, das schon im Hier und Jetzt beginnt – an den Glauben geknüpft.

Was ist dieser Glaube? Glaube ist nicht eine Annahme oder Vermutung (obwohl wir den Begriff landläufig auch so gebrauchen), sondern das tiefe Vertrauen in die Echtheit, Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit einer Person und in das, was sie sagt. Das ist das Vertrauen, das Jesus von uns verlangt. Dieses Vertrauen hat notwendig Konsequenzen: Wenn ich mich auf ihn verlasse, werde ich auch mein Leben auf ihn bauen und ihm gehorchen.

Die Frage ist: Wenn Jesus so verlässlich ist, wenn er uns so viel anbietet – Zugang zu Gott, Rettung, Vergebung, Frieden, Leben, Liebe, Freude – warum wollen das trotzdem so viele nicht haben? Jesus diagnostiziert:

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. (Johannes 3,19.20)

Wir sind lichtscheue Kreaturen. Wie die Kakerlaken sind wir auf der Flucht vor dem Licht, und unsere Dunkelheit ist uns lieber, weil sie das schmerzhafte Aufdecken unserer Leichen im Keller verhindert, all der Dinge, die wir vor Gott und oft auch vor Menschen seit unserer Kindheit zu verbergen geübt haben. Wer zu Jesus kommen will, der muss ins Licht kommen! Er wird dann von Gott

errettet aus der Herrschaft der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, (Kolosser 1,13)

Von Natur sind wir alle schon verdammt, “Kinder des Zorns”, wie die Bibel das nennt. Das Gericht ist uns sicher. Wir brauchen eine neue Geburt, eine geistliche Totenauferstehung. Das wird in der Taufe abgebildet. Die Taufe selbst rettet uns nicht – sie zeigt nur bildlich das, was an uns geschehen ist. Das Untertauchen symbolisiert unser Sterben mit Jesus – er hat unsere Sünde weggenommen – und das Auftauchen ist ein Bild der Auferstehung mit ihm. Ich bekomme ein neues Leben – sein Leben! Der Glaube ist die Art und Weise, wie ich das, was Jesus für mich getan hat, annehme.

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3,36)

Das Urteil ist längst gefällt, die Strafe verhängt. Die einzige Rettung ist, dass ein Sündloser kam und meine Strafe trug, und dieses Opfer des Sohnes Gottes kommt mir zugute, wenn ich glaube und zum Licht komme.