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Wenn Jesus Sünden vergibt, ändert sich das ganze Leben

Was bedeutet es, wenn meine Sünden vergeben sind? Gott hat nichts mehr gegen mich. Die große Kluft zwischen ihm und mir ist überbrückt. Mein Gewissen ist rein. Ich kann zu ihm kommen, ohne vor seinem Zorn zu zittern, seine Liebe genießen als Kind des Vaters, seine Hilfe in Anspruch nehmen, ihm mein Herz ausschütten.

Aber wer kann mir meine Sünden vergeben, so dass sie real weg sind?

In Matthäus 9 steht eine interessante Geschichte. Als Jesus sich in Kapernaum aufhält, bringen sie einen gelähmten Mann zu ihm, denn es hatte sich rumgesprochen, dass Jesus Kranke heilte. Jesus sieht diesen Mann, sieht den Glauben in seinem Herzen und bei denen, die ihn zu ihm hingeschleppt haben, und sagt zu ihm: “Sei guten Mutes, Kind, deine Sünden sind vergeben!”

Das regt die Schriftgelehrten auf. Was nimmt der Typ sich raus? Das ist Gotteslästerung! Nur Gott kann Sünden vergeben! Jesus sieht ihnen an, was sie denken, obwohl sie es noch gar nicht rausgelassen haben. Und er sagt: “Was ist denn leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?”

Tatsächlich: Wenn mir irgendein Mensch sagt, meine Sünden seien vergeben, dann sind das erst mal nur Worte. Wenn sie nicht wahr sind, werde ich irgendwann vor Gott stehen, und es wird ein schreckliches Erwachen geben! Für wie viele Menschen wird das so sein, die im Beichtstuhl die Vergebung eines Priesters entgegengenommen und sich darauf verlassen haben, dass nun alles gut ist! Sie gingen davon aus, dass der Priester diese Vollmacht hatte, aber er hatte sie gar nicht! Für wie viele Menschen wird das so sein, die irgendein Psychotherapeut oder Berater “freigesprochen” hat von ihrem schlechten Gewissen und von ihrer Verantwortung vor Gott. Nein, ich muss wissen, ob das wahr ist, dass meine Sünden vergeben sind! Ich kann mich darauf nur verlassen, wenn Gott selber mir das zugesprochen hat.

Jesus sagt hier: Diese Vollmacht, Sünden zu vergeben, zeigt sich, und er hat sie.

“Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen (= er selbst) Vollmacht hat, auf der Erde Sünde zu vergeben … Steh auf, nimm deine Liegematte und geh nach Hause!”

Und der Mann stand auf und ging in sein Haus.

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Und das bedeutet es, dass Jesus autorisiert ist, Sünden zu vergeben: Wenn Jesus vergibt, hat Gott uns vergeben, denn “Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst.”  Und diese Vollmacht Jesu und die Wirklichkeit der Vergebung zeigt sich auch heute noch. Wenn Jesus vergibt, passiert viel mehr als ein verbaler Zuspruch. Er macht alles neu. Er verändert unser Herz. “Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!” Unsere Wünsche, unsere Ziele, unsere Selbstwahrnehmung, unser Verhalten, unsere Gefühle – alles ändert sich. Vor allem ändert sich unsere Beziehung zu Gott – siehe oben.

Wie komme ich nun an diese Sündenvergebung? Willst du denn dieses neue Leben? Willst du, dass deine Seele heil und gesund wird und du ein Herz bekommst, das Gott gehorsam ist? Dann vertraue Jesus und bitte ihn darum im Gebet. Er wird das nur zu gerne tun. Er wartet nur darauf.

So viele Zeugen! (Predigt-Nachlese)

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Wir hörten heute im Gottesdienst die Geschichte über die sogenannten Emmaus-Jünger. Das waren zwei weiter nicht benannte Männer, die am Sonntag nach der Kreuzigung Jesu auf dem Weg nach dem Dörfchen Emmaus miteinander unterwegs waren. In tiefer Niedergeschlagenheit rekapitulierten sie die Ereignisse  und versuchten, den Sinn dahinter zu finden. Da schließt sich ihnen ein Fremder an und fragt sie, über was sie sich so intensiv unterhalten, und sie schütten ihm ihr Herz aus und erzählen ihm die ganze Geschichte: Wer Jesus war, wie er gekreuzigt wurde und ihre ganze Hoffnung, dass er der Messias sei, dadurch zerstört wurde. Was uns aber völlig aus der Fassung gebracht hat, sagten sie, ist dass einige Frauen aus unserem Kreis heute morgen an seinem Grab waren und angeblich Engel gesehen haben, die sagen, dass er lebt, und dann gingen einige von den Männern hin, und das Grab war tatsächlich leer! – Manchmal sind die guten Botschaften verwirrender als die schlechten!

Und dann erklärt ihnen dieser Fremde das Alte Testament. Er zeigt ihnen, dass das, was ihnen so sinnlos schien, genau Gottes Plan entsprach und schon immer in der Schrift stand: “Musste der Messias nicht das alles erleiden, bevor er verherrlicht wird?“ Sie hatten es tausendmal gelesen und nie erfasst. Aber jetzt setzte sich vor ihren Augen das Puzzle zusammen. (Einige Kostproben von der Darstellung Jesu im Alten Testament findest du hier.)

Es ist alles so spannend, dass sie ihn, am Ziel angekommen, bitten, doch über Nacht zu bleiben. Und als sie mit ihm am Tisch sitzen, und er das Brot segnet und ihnen reicht, erkennen sie ihn: Es ist Jesus. Und direkt danach sehen sie ihn nicht mehr. Aber sie sind völlig überzeugt, dass er es war, so sehr, dass sie sich trotz später Stunde sofort nach Jerusalem aufmachen zu ihren Freunden. Aber ehe sie dazu kommen, ihre Geschichte zu erzählen, platzen die anderen schon los: “Der Herr ist wirklich auferweckt worden und Simon erschienen!”

Als ich so über diesen Bericht nachsann, dachte ich: Was wäre wohl passiert, wenn es nur das Erlebnis der Emmaus-Jünger gegeben hätte als einziges Zeugnis der Auferstehung Jesu? Wahrscheinlich wären sie selbst nach einiger Zeit ins Schleudern gekommen: Haben wir uns das nicht nur eingebildet? Aber sie kommen zu ihren Freunden, und die haben ihn auch gesehen und erzählen es, ehe sie ihre Story überhaupt anbringen können – zwei völlig unabhängige Zeugnisse. Viel später schreibt Paulus den Korinthern:

Ich habe euch in erster Linie das weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, wie es die Schriften gesagt haben. Er wurde begraben und am dritten Tag auferweckt, wie es die Schriften gesagt haben. Er ist dem Kephas erschienen, dann dem Kreis der Zwölf. Danach erschien er mehr als 500 Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch am Leben sind; nur einige sind schon gestorben. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Zuallerletzt erschien er auch mir, dieser „Fehlgeburt“.

Gott erwartet nicht, dass wir von der Sorte “leichtgläubig und naiv” sind oder uns auf mystische Erfahrungen verlassen. Er hat Sorge getragen, dass die Auferstehung eine gut bezeugte Tatsache ist. Er hat Menschen zu Augenzeugen gemacht, er hat uns das fortlaufende Zeugnis der Heiligen Schrift gegeben, und er gibt uns das innere Zeugnis durch den heiligen Geist, der uns sagt: Das ist die Wahrheit!

Unvergänglicher Schmuck für Frauen nach Gottes Herzen

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Schönheit ist etwas, was direkt aus Gottes Herzen kommt. Gott selber ist der Inbegriff aller Schönheit. Er hat diese Welt schön gemacht, die Natur und die Menschen. Ich wundere mich oft, wie die kleinsten Blumen so voller liebevoller Details sind, wie viel Mühe und Phantasie Gott daran gewendet hat, sie zu schmücken. Und manchmal, wenn ich z.B. so einen schönen Sonnenuntergang betrachte, der wie an den Himmel gemalt ist, dann danke ich Gott, dass er uns mit einem „Schönheitssensor“ ausgestattet hat, damit wir das alles auch genießen können. Auch befähigt er uns, schöne Sachen zu machen. Es erstaunt mich immer wieder, wie in den primitivsten Kulturen Menschen bemüht sind, schöne Dinge zu machen, Decken, Krüge, Kleider verzieren usw. Schönheit tut uns gut. Allerdings ist sie in dieser Welt, in der wir leben, durch den Sündenfall beschädigt und der Vergänglichkeit unterworfen, und manchmal wird sie für böse Zwecke benutzt oder zum Götzen gemacht, um den sich alles dreht. Von einer ganz besonderen und unvergänglichen Schönheit und Attraktivität ist im 1. Petrusbrief im 3. Kapitel die Rede:

Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben! Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr köstlich ist. Denn so schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten; wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet.

Dieser Brief ist an Leute geschrieben, die als Christen in ihren verschiedenen Lebenssituationen merkten, dass sie Fremdkörper waren in ihrer Umwelt. Sie wurden verleumdet und missverstanden, bestraft, obwohl sie Gutes taten usw. Petrus versucht ihnen Mut zu machen, dass sie sich an der Zukunft orientieren, die Gott ihnen versprochen hat und  am Unsichtbaren und nicht am Sichtbaren. Dabei gibt er ihnen viele praktische Tipps, wie sie in der Zwischenzeit ihren Alltag leben sollen, um die Herzen derer zu gewinnen, die etwas gegen sie haben, weil sie Christen sind.

Z.B sagt er ihnen in Kapitel 2,12:

Führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tag der Heimsuchung.

D.h. handelt so, dass sie zugeben müssen, dass das, was sie euch nachsagen, nicht stimmt.

Sie sollten die Obrigkeit achten, allen Menschen mit Respekt begegnen, falls sie Sklaven waren, gut für ihre Herren arbeiten, selbst wenn die ihnen das nicht dankten usw. Wenn ihr für euer Gutestun dann leidet, sagt Petrus, dann seht das als Gelegenheit, Jesus darin nachzufolgen, der auch beleidigt und verurteilt wurde, obwohl er nur Gutes getan hat. Das ist unser Normalzustand in dieser Welt und sollte uns nicht weiter wundern.

Es gab damals auch Frauen, die zum Glauben gekommen sind, aber deren Männer keine Christen geworden waren. Für ihre besondere Situation hat Petrus auch Ratschläge. Er rät ihnen, einen ganz besonderen Schmuck anzulegen, um ihre Männer zu gewinnen. Dieser Schmuck steht uns aber allen gut – auch den Singles.

Wir Frauen sind im Allgemeinen gut mit Worten. Aber hier sagt Petrus: Labere nicht so viel – lass es sehen! Das ist viel wirkungsvoller, nicht nur gegenüber Ehemännern.

Das heißt nicht, dass wir nicht über das Evangelium sprechen  oder uns nicht zu Jesus bekennen sollen. Aber irgendwann ist es dann auch genug. Mehr Worte machen nicht mehr Wirkung, sondern manchmal weniger, vor allem, wenn das Leben nicht dazu passt. Letzten Endes geht es um die Frage: Wie kann ich Herzen gewinnen, nicht für mich, sondern für Jesus?

Petrus sagt hier: Indem du deinen Schmuck anlegst. Aber nicht den, mit dem du alle Blicke auf dich ziehen willst. Damit wir hier nichts falsch verstehen: Petrus meint nicht, ich soll so hässlich oder komisch wie möglich rumlaufen und die Leute durch mein Äußeres abschrecken. Aber passt mein Äußeres zu Jesus? Nicht, wenn es Männer zu ehebrecherischen Gedanken verführt und auch nicht, wenn anderen Frauen die Schau gestohlen werden soll. Das liegt uns leider nicht so ferne, wie wir es gerne hätten, und es gut, wenn wir da immer wieder unsere Herzen prüfen, was so unsere tiefsten Motive sind bei dem, was wir tun. Und: Das Äußere wird überbewertet. Das, was wirklich schön macht, liegt innen, im Verborgenen. Gott findet es anziehend, und es wirkt auf Menschen anziehend.

Nun ist es ja eigentlich verwunderlich, dass Gott und Menschen, die mit Gott nichts zu tun haben wollen, mal den gleichen Geschmack haben! Aber auch von dem heranwachsenden Jesus heißt es: Er nahm zu an Gunst bei Gott und Menschen. Und auch von der jungen Gemeinde wird in der Apostelgeschichte gesagt: Sie hatten Gunst bei dem ganzen Volk.

Tatsächlich mögen die meisten Menschen lieber fröhliche als mürrische Menschen um sich herum und lieber ruhige als nervöse, die herumhasten wie kopflose Hühner, und lieber zuverlässige und beständige als solche, die viel versprechen und nichts halten. Lieber freundliche als aggressive, lieber ehrliche als Betrüger, lieber kooperative als solche, die sich immer querstellen, lieber ermutigende als chronisch kritische usw. … In der Gegenwart von jemand, der dir die Butter auf dem Brot von Herzen gönnt, und der nicht versucht, dich für seine Zwecke zu manipulieren, bist du wesentlich entspannter.

Es ist also was dran, dass ein guter Charakter generell einen Menschen schmückt, und dass man innerlich sehr hässlich sein kann, auch wenn man schön ist und die tollsten Kleider hat. Aber hier geht es nicht nur um Nettigkeit, um Nettigkeit zurückzubekommen und um Menschen zu gefallen. Der eigentliche Wunsch soll sein, Gott zu gefallen. Dass das dann auch Menschen gefällt, ist ein Nebeneffekt.

Nun könnte man das ja fast so verstehen, als könnte ich mir bei Gott irgendwie Pluspunkte verdienen durch entsprechendes Verhalten. Wir wissen, dass das nicht geht. Aber was ist das denn hier, was Gott so gefällt, ja was für ihn kostbar ist? Es ist die Haltung eines Herzens, das ihm vertraut. Und daraus wächst all das andere.

Gott genießt es sozusagen, wenn wir ihm vertrauen, wenn wir seine Liebe wirklich annehmen.

Wenn ich weiß, dass ich geliebt werde – dann muss ich nicht mehr um Liebe kämpfen. Was machen Frauen alles, weil sie Liebe wollen! Viel Sünde kommt genau daher, dass wir Liebe erkaufen wollen, mit gutem Aussehen, mit Sex, mit Leistung. Wir vergleichen uns mit anderen und fühlen uns nie genug und sicher. Und dann sieht Gott Frauen, die glauben, dass er sie liebt, und die das deswegen alles nicht mehr nötig haben – und es freut ihn. So hat er sich das gedacht. Das ist in seinen Augen schön.

Er sieht Frauen, die wissen, dass Gott für sie sorgt. Deswegen können sie sich unterordnen. Sie flippen nicht jedes Mal aus, wenn sie denken, ihr Mann trifft eine falsche Entscheidung. Sie sind keine Kontrollfreaks. Ich will damit jetzt nicht sagen, dass eine Frau sich um jeden Preis unter offensichtliche Verantwortungslosigkeit oder sündiges Verhalten unterordnen soll. Es gibt Sondersituationen; ich denke z.B. an die Geschichte von Abigail und Nabal im Alten Testament. Aber bin ich erst mal gelassen, weil ich Dinge Gott überlassen kann? Weil ich ihm vertraue?

Sara wird uns hier als Vorbild genannt. Versetzt euch mal in ihre Lage. Eines Tages kommt dein Mann heim und sagt: Sara, wir packen! Gott hat mir gesagt, wir sollen alles hinter uns lassen und in ein Land gehen, das er mir geben wird. Wie, sagt Sara, was für ein Land? Ja, das weiß ich noch nicht. Das zeigt er uns dann.

Mit Sara hatte Gott nicht gesprochen, zumindest ist uns das nicht erzählt. Aber sie packte, ließ Vater, Mutter, Onkel, Tante, Freundinnen und ihr schönes Haus und alles, was sie kannte und liebte, hinter sich, und wusste, sie kommt nie mehr zurück und weiß nicht, wohin sie geht – weil sie Abrahams Frau war. Und weil sie ihre Hoffnung auf Gott setzte! Nicht auf Abraham, da wäre sie auch bitter enttäuscht worden, obwohl Abraham ein guter Mann war.

Es gibt bei gottesfürchtigen Frauen was zum Anschauen. Hier steht: Wenn sie euren in Furcht reinen Wandel, eure reine Lebensführung, angeschaut haben, werden sie vielleicht gewonnen. Es ändert sich was, wenn wir uns zu Jesus bekehren. Unser Leben war bis dahin Ich-orientiert und Menschen-orientiert. Jetzt wird es Gott-orientiert. Wir können und wollen nicht weitermachen in der Sünde, die uns nur Elend gebracht hat. Wir haben erkannt, dass Gott es besser weiß, und deshalb suchen wir seinen Willen und lassen sein Wort durch unser Leben putzen in einem fortlaufenden Prozess, und das führt zu einem „reinen Wandel“. Die Sturheit wird rausgekehrt und das respektlose Reden und der Egoismus und die Faulheit und das Grollen und das Konkurrenzdenken und die sexuelle Unreinheit usw. Und das kann man anschauen. Wir werden nicht perfekt, Fehler passieren immer wieder, die sind auch bei Sara passiert. Es gab Zeiten, da hatte ihr Gottvertrauen einen Knacks. Das überzeugendste Zeichen eines erneuerten Herzens ist, dass man sie zugeben und um Verzeihung bitten kann. Und wenn wir unsere Sünden bekennen, dann wird auch alles wieder rein, weil Jesu Blut uns reinmacht.

Der verborgene Mensch des Herzens – das ist das, was nur Gott sieht, aber was nach außen strahlt. Dieser Mensch soll geschmückt sein mit einem sanften Geist. Das Wort Sanftmut bezeichnet die Freundlichkeit der Stärke, nicht Schwäche, wie es oft missverstanden wird. Es bedeutet nicht, dass man der Fußabtreter ist oder keine eigene Meinung hat, sondern dass man sich nicht durchsetzen muss, weil man weiß, dass Gott für einen kämpft, dass man freundlich sein kann sogar zu seinen Feinden, weil man aus dem Liebesüberschuss Gottes lebt.

Von Moses heißt es, dass er der sanftmütigste Mensch auf der Erde war. Es gibt eine interessante Geschichte in 4.Mose 12. Da greifen seine eigenen Geschwister, Miriam und Aaron ihn an. Und Moses sagt gar nichts dazu. Er hat sich nie nach dem Posten gedrängt, der Führer zu sein. Und dann zitiert Gott selbst die Drei zum Heiligtum und bläst Aaron und Miriam den Marsch. Miriam straft er mit Aussatz. Und was macht Mose? Er schreit zu Gott um Heilung für seine Schwester. Das ist Sanftmut.

Der stille Geist ist ein Charakteristikum der Gemeinschaft mit Gott. Das Wort das hier steht, bedeutet  ungestört, nicht beunruhigt. Es erinnert mich an die Geschichte von Maria und Martha. Jesus sagte zu Martha: Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge. Aber eins ist nötig, das was Maria hier macht. Maria hat zugehört. Sie hat ihre Fragen und Sorgen und alles zu Jesus getragen und sich zu seinen Füßen gesetzt und erwartet, dass Er die Probleme löst und die Antworten hat. Wenn wir diese verborgene Gemeinschaft mit dem Herrn pflegen, dann können wir ruhig sein und immer wieder bei ihm ruhig werden.

Und das macht uns wirklich stark. Denn jetzt kommt die letzte Perle in dieser Kette, und das ist jetzt keine Eigenschaft, die man Frauen normalerweise zurechnet, aber eine, die heilige Frauen, wie sie hier genannt werden, immer auch schmückt, und das ist das furchtlose Tun des Guten. Denn es ist nicht gesagt, dass diese innere Schönheit dir nun einen gemütlichen Weg durchs Leben ebnet. Das eine ist, dass auch Christen schlimme Dinge passieren, Krieg, Tod, Krankheit, Gewalt, Scheidung und vieles andere. Und das andere, dass das Wesen Jesu in dieser Welt immer zweierlei Reaktionen hervorruft: Gunst und Hass. Und wir müssen mit Hass und Ablehnung rechnen und mit „Schrecken“, wie es hier heißt, manchmal auch in der eigenen Familie.

Ich lese in meiner persönlichen Stillen Zeit gerade Jeremia, und da habe ich etwas Interessantes gefunden. Jeremia bekam von Gott einen schweren Auftrag und ein „Erschreck-Verbot“. Ich fand das fast ein bisschen brutal. Gott bettet uns nicht auf Rosen, er gibt uns manchmal schier unmögliche, unangenehme Aufgaben. Wir müssen gerecht leben, und auch wenn das unserer Umwelt nicht gefällt, manchmal unbeliebte Standpunkte beziehen. Selbst wenn das unseren Männern nicht gefällt! Das kann vorkommen. Ich kannte eine Frau, die vor ein paar Jahren gestorben ist mit über 90. Sie war mit einem ungläubigen Mann verheiratet. Er war eigentlich ein guter Mann, und sie kamen gut miteinander aus. Er hat sie auch in die Gemeinde gehen lassen. Aber immer, wenn Fastnacht war, wollte er, dass sie mitkommt, wenn er mit den Kollegen feiern ging, und sie konnte das nicht, weil sie wusste, wie es da abging. Dann hat sie sich geweigert, und zu ihm gesagt: Du bist mir das Liebste auf der Welt, aber der Herr Jesus ist mir mehr wert als alles, und das würde ihm nicht gefallen. Und das hat ihn total wütend gemacht, und dann hat er sie verprügelt und ist allein gegangen. Und nach vielen, vielen Jahren, wo er ihren in Furcht reinen Wandel angeschaut hat, hat er sich bekehrt, und dann ist er mit ihr dem Herrn nachgefolgt. An sie muss ich immer denken, wenn ich das hier lese.

Schrecken ist Schrecken! Den Schrecken nicht fürchten, heißt, nicht nach meiner Furcht handeln, sondern nach dem, was Gott will. Dazu brauch ich Leidensbereitschaft, und der Herr muss mir mehr wert sein als alles. Es macht Gott groß, wenn wir den Menschen zeigen: ihm gehöre ich, ihm vertraue ich, seine Liebe ist das Größte für mich, und er ist es wert, für ihn zu leiden. Lasst uns für unseren Gott diese Perlen anlegen: Sanftmut, weil er mich mit seiner Liebe übergossen hat und mein Schutz und meine Verteidigung ist, Ruhe, weil ich Gemeinschaft mit ihm haben und alle Sorgen und Kümmernisse und Fragen bei ihm ablegen kann, und furchtloses Gutestun, weil er mit mir ist, und weil er es wert ist! Dann haben wir eine übernatürliche und unvergängliche Schönheit, die von innen nach außen strahlt.

Der gute Hirte

Schafe sind ohne Hirten hilflose Tiere, schreckhaft, orientierungslos und verletzlich. Schon im Alten Testament vergleicht Gottes Volk sich selbst mit einer Schafherde:

Denn er ist unser Gott, und wir sind sein Volk. Er führt uns wie eine Herde und sorgt für uns wie ein Hirt. Psalm 95,7 (NeÜ)

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Um sein Volk zu weiden, hat Gott zu allen Zeiten “Unterhirten” eingesetzt: Könige (in Israel) und geistliche Leiter. Er erwartete von ihnen Fürsorge für sein Volk. Sie sollten dabei nicht eigene Machtgelüste befriedigen, sondern sich an den Bedürfnissen der Schafe orientieren: Sie mit Nahrung versorgen, die Schwachen stärken, die Kranken heilen, die Verirrten suchen und zurückholen.

Weil aber die Führer des Volkes genau das nicht getan haben, klagt er sie durch den Propheten Hesekiel leidenschaftlich an: Ihr Hirten habt nur euch selbst geweidet! Ihr habt die Milch getrunken, euch in die Wolle gekleidet, das Fleisch gegessen, aber euch nicht um die Schafe gekümmert. Statt dessen habt ihr mit Gewalt und Härte über sie geherrscht und sie nach Strich und Faden ausgenutzt. Wer dabei draufging, war euch egal! Darum sind sie eine verwirrte, vernachlässigte, zerstreute Herde, die den wilden Tieren zum Fraß ausgeliefert ist. – Gott hat genug von diesen Egomanen und Verbrechern! Er wird jetzt selber nach seinen Schafen schauen, und zwar durch den Sohn Davids, den Messias.

Wenn nun Jesus in Johannes 10 sagt: Ich bin der gute Hirte! – dann wussten seine Zuhörer, auf was er sich bezog: Er ist der Messias, der seine Herde den Dieben und Räubern entreißen wird. 

Was nun legitimiert ihn und unterscheidet ihn von den schlechten Hirten? Er hat sein Leben für die Schafe gelassen, und zwar völlig freiwillig. Niemand konnte sein Leben von ihm nehmen – er hat es gegeben. Die Schafe bedeuten ihm alles, denn es sind seine. Er macht nicht nur einen Job gegen Bezahlung. Er setzt sich ein mit allem, was er hat und ist und verteidigt sein Eigentum bis aufs Blut. Er setzt seine Schafe nicht auf magere Kost; er versorgt sie reichlich mit frischem Grün und Lebenswasser. Er will, dass sie aus dem Vollen leben! Das Herz seiner Schafe hat jeden Tag ein Fest!

Und die Schafe, seine Schafe, erkennen ihn. Sie kommen, wenn er ruft. Sie wissen, dass er der einzig Zuverlässige ist, und die ganzen anderen Stimmen identifiziert ihr geistliches Immunsystem als “fremd”: Das ist nicht der, der uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat!  Denn falsche Hirten sind immer noch unterwegs. Ihre Motivation hat sich nicht geändert – ihnen geht es um Macht, Geld und Ehre, kurz: um sich selbst. Sie kommen nicht durch die Tür, sondern über die Mauer, d.h. sie propagieren immer einen anderen Weg zur Erlösung als das Blut Jesu und die Gnade. Manchmal muss man schon sorgfältig hinhören, um den Unterschied zu erkennen. Einige predigen Gesetz, andere Gesetzlosigkeit, manche Selbsthilfe-Psychologie oder positives Denken … und alle haben sie ein Spendenkonto, auf dass sie mit subtilem Druck hinweisen. Es ist überlebensnotwendig, dass wir nahe bei unserem Hirten bleiben und uns durch sein Wort auf seine Stimme prägen lassen.

Die Herde Jesu ist noch größer als das Gottesvolk des Alten Testamentes. Jesus hat noch “andere Schafe”, Menschen aus allen Völkern der Erde, die zu ihm gehören, die er ruft, die erkannt haben, dass er der einzige Weg ist. Und yeah! Ich darf auch dazugehören!

Ist Gott hart und Jesus soft?

opposites-489521_1920Irgendwie kommt es mir immer wieder unter in Gesprächen und auf Blogs: Viele sehen einen Gegensatz zwischen dem rachedurstigen, Gericht übenden Gott des Alten Testamentes und dem gnädigen, vergebenden Jesus. Irgendwie scheint dem modernen Menschen Jesus recht sympathisch, der AT-Gott aber passt, so meint man, nicht so ganz ins Bild.

Nun, das eine wie das andere beruht auf Unkenntnis, die daher rührt, dass man die Bibel nicht ganz liest, noch nicht einmal das Neue Testament. Zudem blendet diese Wahrnehmung das Selbstzeugnis Jesu total aus, denn er hat gesagt: Ich und der Vater sind eins.

Jesus ist eins mit dem Vater im Zorn gegen die Sünde. Das Buch der Offenbarung (das übrigens der Apostel Johannes geschaut und verfasst hat, den man oft den “Apostel der Liebe” nennt) zeigt Jesus als Richter über eine gottlose Welt. In großer Furcht flehen die Menschen die Berge und die Felsen an:

Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes. Denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer wird ihn überleben? Offenbarung 6,16.17

Der Vater ist eins mit Jesus im Willen, gnädig zu sein und zu retten. Schon immer, auch im Alten Testament, hat es Gott widerstrebt, den Sünder zu strafen. Er wünscht sich nichts mehr als seine Umkehr, damit er ihn begnadigen kann. Daher wurde innerhalb der dreieinigen Gottheit schon vor Grundlegung der Welt der Beschluss gefasst, dass der Sohn Mensch werden und für unsere Sünden sterben würde. Das Kreuz ist nichts, was Gott seinem Sohn “angetan” hat, sondern er hat es völlig freiwillig auf sich genommen. Und Gott hat den Sohn “gegeben” für eine feindselige Welt. So wie bei Abraham und Isaak, als sie zum Berg Morija gingen, kann man es von Gott und Jesus sagen: So gingen beide miteinander. Der Sohn hat sich geopfert. Der Vater hat den Sohn geopfert.

Einer meiner Lieblingsverse steht in Apostelgeschichte 20,28. Da ist die Rede davon, dass Gott sich die Gemeinde erkauft hat durch das Blut seines eigenen (Sohnes). In den englischen Übersetzungen steht durchgängig: durch sein eigenes Blut. Beide Übersetzungen sind möglich, denn das Wort Sohn ist nur ergänzt und steht nicht im Urtext. Auf jeden Fall ist klar: Da ist nicht ein unbeteiligter Gott, der fremdes Blut vergießt. Es hat Sohn und Vater alles gekostet. So groß ist ihr Zorn auf die Sünde. So groß ist ihre Liebe zu uns.

Es ist wahr: Ohne das Opfer Jesu hätte Gott unsere Sünde niemals vergeben können. Durch dieses Opfer können wir vor dem Zorn Gottes und des Lammes gerettet werden. Aber es gibt zwischen Gott und seinem Sohn keine Meinungsverschiedenheiten – weder in der Gnade noch im Gericht. Wir können nun Gott so nehmen, wie er sich offenbart hat – oder ihn ablehnen. Was wir nicht können, ist Jesus annehmen und den richtenden Gott ablehnen. Diese Option ist nicht existent.

Gott hat die Welt geliebt – aber liebt er auch mich persönlich?

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In einem Gespräch ist diese Frage neulich aufgetaucht. Wenn es heißt, dass Gott die Welt liebt, was bedeutet das? Liebt er sie sozusagen “Im Kollektiv”? Heißt das vielleicht einfach nur, er hätte sie gerne zurück, darum will er sie retten? Was bedeutet es, dass Christus die Gemeinde liebt und sich für sie gegeben hat? Meint er mich denn auch persönlich? Ist es so, wie es in einem alten Lied heißt:

Ewig soll er mir vor Augen stehen,
wie er als ein stilles Lamm
dort so blutig und so bleich zu sehen,
hängend an des Kreuzes Stamm,
wie er dürstend rang um meine Seele,
dass sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,
und dann auch an mich gedacht,
als er rief: „Es ist vollbracht!“

Nun ist ein Lied kein biblischer Beleg. Aber es gibt einen! Der Apostel Paulus war sich ganz sicher:

Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Galater 2,20

Gott kennt uns persönlich, Christus ist für jeden von uns persönlich gestorben. Er kümmert sich um jeden persönlich, fühlt mit uns, hört uns, sammelt unsere Tränen, weiß über uns, was keiner sonst weiß, will uns ganz persönlich in seiner Familie haben. Er spricht durch sein Wort zu uns persönlich, er erzieht uns persönlich. Zu jedem von uns hat er eine so einzigartige Beziehung wie der unverwechselbare Fingerabdruck, den er uns zugeteilt hat. Er ruft uns bei unserem Namen. Damit ist nicht nur der Name gemeint, den uns unsere Eltern gaben. Den gibt es vermutlich mehr als einmal auf der Welt, und er sagt wenig darüber aus, wer wir sind. Aber Gott kennt unser innerstes Wesen und unsere Bestimmung, das, was er aus uns machen kann: Er macht aus einem Abram einen Abraham, aus einer Sarai eine Sarah, aus einem Jakob einen Israel, aus Simon einen Petrus und aus einem Saulus einen Paulus.

So, wie er jeden persönlich liebt, so ist ihm auch jeder persönlich verantwortlich, und so, wie er uns angenommen hat in unserer Verschiedenartigkeit, sollen auch wir uns gegenseitig annehmen. Und dann sind wir miteinander seine geliebte Familie, die ihn mit einem Herzen und einem Sinn preist!

Zeit der Gnade

Momentan lese ich durch den Propheten Jesaja, und heute kam ich zum Kapitel 61. Dort steht in den ersten Versen:

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung unseres Gottes, damit ich alle Trauernden tröste …

Viele Jahre später liest Jesus diese Verse in der Synagoge in seiner Heimatstadt Nazareth vor und bezieht sie auf sich selbst. Aber da gibt es ein interessantes Detail. Er stoppt nach dem “Gnadenjahr”. Den “Tag der Vergeltung” erwähnt er nicht. Dann macht er das Buch zu und gibt es dem Synagogendiener und sagt: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Wollte er nun damit sagen, dass Gott kein Gericht üben wird? Ganz bestimmt nicht! Jesus selbst hat oft vom Gericht gesprochen, und er hat ausdrücklich betont, dass alles im Alten Testament volle Gültigkeit hat. Was er sagen will: In IHM ist dieses Gnadenjahr angebrochen. Gott will nicht richten, er will retten, und er hat uns einen Retter gesandt. Das Herz Gottes ist auf Vergebung und Versöhnung gerichtet – wenn wir es denn annehmen wollen.image

Unser Gott liebt seine Feinde. Das ist mir vor Kurzem auch im Matthäusevangelium ganz neu bewusst geworden. Da sagt Jesus:

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Gott tut das “Unnormale”, das Besondere, und er möchte, dass wir als seine Kinder es ihm nachmachen. Das Normale ist, dass man seine Freunde liebt und seine Feinde hasst, aber Gott möchte aus Feinden Freunde machen. Er geht auf sie zu und erzeigt ihnen unverdiente Freundlichkeit. Er sendet ihnen Jesus, um für ihre Sünden zu sterben, um ihnen einen Weg zu bahnen in seine Gegenwart. Er hebt das Gericht nicht auf, aber er räumt ihnen ein Gnadenjahr ein, um umzukehren.

Er hat das auch für mich getan, und wie froh bin ich dafür! Und auch für dich gilt dieses Angebot!  Schlag es nicht aus!

Verachtest du etwa den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr treibt? (Römer 2,4)