Notizen zu 1.Mose 4: Abels kurzes Leben

church-753812_1920Über die Geschichte von Kain und Abel, dem ersten Brudermord und den Gründen dafür, habe ich hier schon einmal nachgedacht: “Zwei Opfer und ein Mord”.

Heute morgen habe ich mich damit beschäftigt, wie es nach Abels Tod weiterging. Obwohl Kain von Gott mit Strafe belegt wurde, so gründete er doch eine Familie. Wir hören von einem Sohn, Enkeln, Urenkeln und weiteren Nachkommen. Die erste polygame Ehe wird da  erwähnt und die ersten Musiker und Schmiede. Kain hatte kein glückliches Leben, aber er hatte ein Leben, und es gab etwas zu berichten.

Von Abel hören wir nichts. Nach seinem Tod verläuft seine Spur im Sand. Keine Nachkommen, keine Errungenschaften, kein Fortschritt der Zivilisation im Guten oder im Schlechten. Ein Bruder wird geboren, den seine Mutter Set, Ersatz, nennt.

Irgendwie ist das krass. Kain hat es geschafft; er hat gründliche Arbeit geleistet; sein Bruder ist spurlos ausgelöscht. Man hört nichts mehr von ihm in der Geschichte der Menschheit. Doch, warte! Im Hebräerbrief wird er Tausende von Jahren später noch mal erwähnt:

Durch den Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain. Gott nahm Abels Opfer an, um zu zeigen, dass er in seinen Augen gerecht gesprochen war. (11,4)

Es gibt über Abel diese eine Sache zu sagen: Er hatte das richtige Opfer. Er wusste, dass er ein Sünder war, der Vergebung durch ein Schlachtopfer brauchte, und Gott hat ihn gerecht gesprochen. Er hat eine Zukunft in der Ewigkeit Gottes, obwohl und weil er in diesem Leben nichts geleistet hat. Aber all die Errungenschaften Kains und seiner Nachkommen fallen unter das Urteil der Vergänglichkeit und des Todes.

Es kommt im Leben nur auf eines an. Du musst wissen, dass du Vergebung brauchst und dich auf das Opfer Jesu verlassen. Alles andere ist vergebliches Rennen und Laufen..

Notizen zu 1.Mose 3: Rebell sucht Mit-Rebellen

fist-162131_1280Satans Wesen zeigt sich in Rebellion gegen Gott, Lüge mit allem, was dazugehört (Verleumdung, List, Verkleidung) und Durcheinander, Mord und Tod. Um die Menschheit für seine Absichten zu instrumentalisieren, muss er sein Programm attraktiv verkaufen.

Mechanismen der Verführung:

  • Er beginnt bei  Eva, der Person, die er 1. als leichte Beute erkennt und die 2. genug Einfluss hat, um Adam mit ins Boot zu holen
  • Er sät Unsicherheit über Gottes Wort.
  • Er widerspricht Gottes Wort.
  • Er begründet seinen Widerspruch, indem er Gottes Charakter als missgünstig, totalitär und tyrannisch darstellt.
  • Er lügt über die Folgen der Übertretung des Verbotes und verheißt Unabhängigkeit von Gott, ja, Gleichheit mit Gott, einen im Menschen selbst begründeten Stolz und “Selbstwert”,  genau das, was er selbst anstrebt.

Plötzlich erscheint Gott Eva in einem neuen Licht. Sie sieht nicht mehr den Gott der Liebe und was er ihnen alles gegeben hat, sondern sie sieht das eine Ding, was er ihnen verweigert hat, und sie glaubt Satan mehr als Gott.

Dieses falsch platzierte Vertrauen ist die Wurzel jeder Sünde.

Sie zieht Adam mit hinein, ohne dass er ein einziges Mal widerspricht oder abwehrt. Sündigen ist einfach. Man muss nur Gottes Wort wegschieben und seinem von Lüge und Lust umwölkten Verstand folgen. Die Konsequenzen dagegen sind hart, andauernd und unausweichlich und lasten schwer auf uns. Alleine kommen wir nicht mehr raus. Wir brauchen einen Retter.

Notizen zu 1.Mose 2 : Adam und Eva als Abbilder einer größeren Wirklichkeit

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„Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden. Und die zwei werden völlig eins sein.“ Darin liegt ein tiefes Geheimnis. Ich beziehe es auf Christus und die Gemeinde. Epheser 5,31.32

Gott wollte Adam ein passendes Gegenüber geben. Tiere erwiesen sich als kein passendes Gegenüber für den Menschen. Gott wollte ein Gegenüber für seinen Sohn. Die Engel sind  offenbar kein passendes Gegenüber.

Damit die Partnerin passte, musste sie in einem tiefen Schlaf von ihm selbst genommen und dann “umgebaut” sein, ihm gleich und doch anders. Damit die Gemeinde für Christus passt, muss sie von ihm selbst sein. Durch seinen Tod und seine Auferstehung sind wir zu Gliedern seines Leibes geworden – sozusagen in ihn einverleibt – und doch von ihm unterschieden.

Die Frau wurde für den Mann gemacht. Die Gemeinde wurde für Christus erworben. Daraus ergibt sich eine liebende Hierarchie der Verantwortung und Fürsorge: Der Mann ist das Haupt der Frau. Christus ist das Haupt der Gemeinde.

Mann und Frau werden ein Fleisch und priorisieren ihre Beziehung vor allen anderen Beziehungen. “Wer dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm” (1.Korinther 6,17) . “Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein”  (Matthäus 10,37).

Adam ist begeistert von Eva und erkennt sie als von ihm selbst.  Christus  ist begeistert von seiner Gemeinde: “Denn er wollte die Gemeinde wie eine Braut in makelloser Schönheit präsentieren; ohne Flecken, Falten oder sonstige Fehler, heilig und tadellos.” (Epheser 5,27)

Evas Berufung ist es, zusammen mit Adam die Schöpfung zu regieren. Die Berufung der Gemeinde ist es, jetzt zusammen mit Christus am Kommen seines Reiches zu arbeiten und in der neuen Schöpfung mit ihm zu regieren. Wir sind “Miterben des Christus” geworden.

Wie das Leben neu wird: Ein reines Gewissen, eine neue DNA und Zutritt zum Thron Gottes (Predigt-Nachlese)

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Heute hatten wir eine Predigt über Hebräer 10. Kein ganz einfacher Text; man muss ein bisschen Ahnung vom Alten Testament haben, um ihn richtig zu verstehen.

Im Wesentlichen geht es um die Fragen:

  • Wie werde ich meine Schuld los, damit mein Gewissen mich nicht mehr quält?
  • Wie kann man denn überhaupt anders – heilig und gerecht – leben?
  • Wie kann man in Beziehung zu Gott treten?

Im Alten Testament hatte Gott angeordnet, dass die Isareliten Tieropfer für ihre Sünden bringen mussten. Besonders am sog. Großen Versöhnungstag wurden sowohl für persönliche als auch für die kollektiven Sünden des Volkes unzählige Opfer gebracht, und das Jahr für Jahr. Trotzdem war es nie “gut”.  Das Gewissen war nie wirklich erleichtert, die nächste Sünde wartete um die Ecke, und wie konnte das Blut von Stieren und Böcken Sünde wirklich wegnehmen? Ein Ende der Opfer, der Ströme von Tierblut, war nicht abzusehen. Wann konnte man je vor der Strafe Gottes sicher sein?

Diese Opfer waren ein Schatten einer höheren Wirklichkeit. Sie sollten zeigen, dass uns tatsächlich nur ein Opfer vor dem berechtigten Zorn Gottes retten kann. Dieses Opfer konnte nur Gott selber bringen, nur einer, der selbst völlig rein, heilig und gerecht war und keinerlei Strafe verdient hatte. Dieser Eine war Jesus, der sich selbst dafür zur Verfügung stellte.

Dieses Opfer hat eine völlig andere Qualität als die Tieropfer. Es reinigt uns ein für alle Mal. Wir können unter Berufung auf dieses Opfer zu Gott kommen, unsere Sünden bekennen, und Gott wird nie mehr daran denken. Egal, welche Sünde? Ja, jede. Große Sünden, kleine Sünden, da ist kein Unterschied. Du kannst werden wie ein neugeborenes Kind. Und du musst selbst kein Opfer bringen, nur Gottes Opfer annehmen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das ist nicht gedacht für solche, die einen Freibrief wollen, um weiter zu sündigen, sondern für die, die ein neues Leben wollen und ihn darum bitten.

Und da Gott weiß, dass wir uns selbst dieses neue Leben nicht geben können (nur Münchhausen konnte sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen), macht er auch das für uns: Er gibt uns eine neue geistliche DNA. Er schreibt seine Gesetze auf unser Herz. Er lässt uns teilhaben an seiner göttlichen Wesensart. Er schenkt uns seinen Geist. Alles, was er von uns fordert, gibt er uns: Die Liebe zu ihm und die Liebe zum Nächsten. Und wie nach einer natürlichen Geburt entfaltet sich dieses neue Leben nach und nach in uns in Lern- und Wachstumsprozessen. Das nennt man Heiligung. Aber auch wenn wir beim Lernen noch stolpern und der Kampf mit der Sünde in diesem Leben nicht aufhört, so sind wir jetzt doch seine echten Kinder und haben ganz andere Voraussetzungen.

Denn wir haben jetzt “freien Eintritt” beim Vater im Himmel. Im Alten Testament war Gott da, aber unzugänglich. In das Allerheiligste des Tempels durfte nur einmal im Jahr der Hohepriester, nachdem er für seine eigenen Sünden geopfert und Reinigungszeremonien befolgt hatte. Vor dem Allerheiligsten hing ein dicker Vorhang, der jeden Normalsterblichen davon abhielt, aus Versehen vor den heiligen Gott zu treten, denn das wäre sein Tod gewesen. Als Jesus starb, zerriss Gott selbst diesen Vorhang. Wir dürfen zu ihm kommen. Wenn etwas sehr teuer war, muss man es richtig ausnutzen, nicht wahr? Dieser Zugang war sehr teuer, deshalb komm, und komm oft!

Möchtest du das? Ein reines Gewissen, ein neues Leben, eine Beziehung zu Gott? Du kannst nichts dazu tun, es ist ein Geschenk. In Gottes Palast wohnen nur Bettler, die er zu seinen Kindern gemacht und ins fertige Nest gesetzt hat. Das nennt man Gnade, und sie ist für jeden, der sich selbst nicht helfen kann und das einsieht. Du bist herzlich eingeladen!

Notizen zu 1.Mose 1: Der Schöpfer

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Gottes zeigt sich in der Schöpfung:

  • ein Gott mit Plan, der aus nichts etwas machen kann (V 2)
  • ein Gott des Lichts (3)
  • ein Gott mit Kraft, zu erschaffen (3 ff) und  durch seinen Segen zu erhalten (22/28) vgl. auch Kolosser 1,17 und Hebräer 1,3
  • ein gebender, schenkender, fürsorglicher und versorgender Gott (29/30)
  • ein Gott voller Phantasie, der Vielfalt und Unterschiede liebt (11/21/24/25)
  • Ein Gott der Hierarchie: Gott > Mensch > Tiere und die übrige Schöpfung (27/28)

Konsequenzen: Verehrung und Bewunderung dieses Gottes, Vertrauen in seine Kraft und Fürsorge, Unterordnung, Annahme des Schöpfungsauftrags : vermehren und die Schöpfung untertan machen (28)

Notizen zu 1.Timotheus 6: Reichtum und Zufriedenheit

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Qintessenz: Ein von Gott erfülltes Leben, verbunden mit  Zufriedenheit, ist der wahre Reichtum! (Vers 6)

Wenn du das Lebensnotwendige hast

  • strebe nicht danach, mehr zu haben! (8)
  • Geldliebe setzt eine Abwärtsspirale des Bösen in Gang! (9-10)
  • liebäugele nicht damit, fliehe davor! (11)
  • dass der Dienst für Gott ein Weg zu irdischem Wohlstand ist, ist eine Irrlehre, die bekämpft werden muss (3/5)

Wenn du reich bist

  • Reiche müssen besonders auf ihr Herz aufpassen, dass sie sich nichts auf ihren Reichtum einbilden (17)
  • dass sie sich nicht auf etwas so Flüchtiges wie dieses irdische Vermögen verlassen (17)
  • dass sie ihren Reichtum zum Wohl anderer einsetzen (2/18)
  • dass sie dabei die Ewigkeit im Blick haben (19)

Die Bibel kennt keinen Sozialneid und keine automatische Nivellierung sozialer Unterschiede (1/2)!  Sie ist an unserem Herzen und an unserer Ewigkeitsperspektive interessiert, nicht an unserem Kontostand.

Das liebe ich an Gottes Wort

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Das liebe ich an Gottes Wort, dass es mit Geschichten kommt von Menschen, die vor Tausenden von Jahren in einer völlig anderen Umwelt lebten und doch wie wir mit Sünde und Unglauben kämpften, mit widrigen Umständen, mit zwischenmenschlichen Konflikten, mit Schwäche und Zwiegespaltenheit, und in all ihrer Not durch Glauben den lebendigen Gott und seine Gnade erfuhren.
Das liebe ich an Gottes Wort, dass es mir die Schlüssel gibt zu den Fragen, die sonst ungeklärt blieben: Was ist es mit dem Zustand dieser Welt, dem Zustand meines eigenen Herzens, unserer Erlösungsbedürftigkeit, und wer macht uns frei?
Das liebe ich an Gottes Wort, dass es so realistisch ist, dass es die Wahrheit spricht ohne Schönfärberei, ohne auszuweichen, dass es die alten Wunden aufreißt und darin, wo nötig, herumstochert, dass es aber auch die Realität einer Wunden heilenden, bis zum Äußersten gehenden, blutigen, dornengekrönten Liebe zeigt.
Das liebe ich an Gottes Wort, dass darin Raum ist für Poesie und Kreativität, für Wortbilder und Sprachspiele, für Gefühle wie Trauer und Angst, Depression und inneren Aufruhr und für Liebe und Entzücken und Jubel und Lobgesang.
Das liebe ich an Gottes Wort, dass es in Briefen spricht, die tiefschürfende theologische Abhandlungen und unsere alltägliche Lebenspraxis verbinden und uns zeigen, dass bei Gott alles aus einem Guss ist.
Das liebe ich an Gottes Wort, dass Gott zuerst durch die Propheten und zuletzt durch seinen Sohn von sich selber spricht, sein Herz offenbart, was er liebt, was er hasst, was er für uns empfindet. Dass er seine Pläne und Absichten vor uns offenlegt, dass er eine Beziehung zu uns haben und uns zu seinen Freunden machen will.
Das liebe ich an Gottes Wort, dass es uns einen Ausblick gibt auf die Zukunft, auf ein Reich von Frieden und Gerechtigkeit, wo die Tränen abgewischt werden und alles Freude und Anbetung ist.

Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag! Psalm 119, 97