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Das Gebet macht die geistliche Waffenrüstung komplett (Predigt-Nachlese)

Predigttext: Epheser 6,18 ff

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Wenn Gott uns durch den Glauben das neue Leben geschenkt hat, sind wir “in Christus”. Wir sind mit allen geistlichen Segnungen gesegnet. Und trotzdem stehen wir ununterbrochen im Kampf, denn dem Widersacher Gottes passt das nicht. Wir müssen uns aber nicht fürchten, denn Gott hat uns seine Waffenrüstung zur Verfügung gestellt, und wenn wir sie anlegen, ist der Sieg uns sicher.

Das Wort Gottes ist unser Schwert, wirksam für Angriff und Defensive. Um es effektiv zu führen, brauchen wir das Gebet. Das Wort der heiligen Schrift und das Gebet gehören unauflöslich zusammen. Betend wenden wir das Wort auf unsere Herzen an, betend stützen wir uns darauf, wenn wir von Entmutigung attackiert werden, betend greifen wir mit allen Verheißungen den Feind an im Kampf um unsere Familien, unsere Gemeinden und die Menschen dieser Welt. Betend wehren wir uns mit dem Wort, wenn der Feind uns zum Ungehorsam verleiten, unsere Nützlichkeit zerstören und unsere Freude rauben will.

Und wie machen wir das? “Mit allem Gebet und Flehen im Geist”, d.h. unser Leben muss durchsättigt sein von der Kommunikation mit dem Herrn in allen Variationen und Facetten. Wir empfangen seine Güte und danken, wir erleben unsere Hilflosigkeit und flehen, wir sehen unsere Brüder leiden und stehen in der Fürbitte für sie ein, wir sehen die Gefährdung unseres Glaubens und wachen, wir haben gesündigt und tun Buße vor ihm, wir lieben die Gläubigen und ringen im Gebet, dass sie im Willen Gottes stehen. Alles machen wir immer mit dem Herrn, weil wir uns unserer Abhängigkeit bewusst sind. Mit ihm reden wir über unser Leben, vor ihn tragen wir unsere Fragen, von ihm erwarten wir alle Hilfe. Und das tun wir privat und öffentlich, spontan und geplant, jubelnd und weinend, stehend, sitzend und kniend, die Hände erhebend oder auf unserem Gesicht liegend.

Beten ist nichts, was der Mensch von Natur kann, deshalb muss es im Geist sein. Der Geist und das Wort wirken zusammen und verändern unsere Denkweise und bringen sie in Einklang mit der Denkweise Gottes. Aber mehr noch: Da, wo es gar keine adäquaten Worte gibt und wo uns die Kraft und der Horizont fehlt, hilft der Geist unserer Schwachheit auf und tritt mit unaussprechlichen Seufzern vor Gott für uns ein. Wir sind in unserem Beten nicht auf uns angewiesen, sondern auf ihn. Er tut für uns, was unsere Kapazität übersteigt.

Wir tun es in aller Ausdauer, ohne Unterlass, ohne aufzugeben, weil er uns versprochen hat, dass er uns erhört.  Wir tun es für uns und alle Heiligen und ganz besonders für die, die ihm an vorderster Front dienen, und für die, die um seinetwillen leiden. Paulus selbst bittet um Gebet. Er hat so viel für den Herrn durchlitten, er hat das Evangelium unter bitterster Verfolgung unentwegt von Stadt zu Stadt und Land zu Land gebracht, und jetzt sagt er: Geschwister, bittet für mich! Ich brauche Mut! Keiner kann es je aus sich selber, keiner wächst je über die Abhängigkeit von der Gnade Gottes hinaus. Um unseren Lauf zu vollenden und unseren Dienst zu verrichten, brauchen wir unser eigenes und das Gebet unserer Glaubensgeschwister – bis zum Schluss.

10 Taktiken des Feindes im Buch Nehemia

Nehemia ist ein Buch, in dem es um geistliche Kriegsführung geht. Der Bau (oder Wiederaufbau) der Stadt Gottes geht nicht ohne ständige Angriffe vonstatten. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Wir kämpfen gegen den selben Feind in vielen verschiedenen Verkleidungen. Oft ist es schon die halbe Miete, wenn man seine Taktik durchschaut! Dann kann man den Schild des Glaubens den Pfeilen des Bösen entgegenhalten. Das hat Nehemia auch getan, und das machte ihn so unbeirrbar und standhaft, dass er nicht aufgab,

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Das Schwert des Geistes (Predigt-Nachlese)

Predigttext: Epheser 6, 17

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Setzt den Helm eurer Rettung auf und nehmt das Wort Gottes, euer Schwert, das der Geist euch gibt!

Nur ein Wahnsinniger zieht ungerüstet, ohne Helm und Waffe in den Krieg. Im Kampf gegen den Feind hat der Geist Gottes uns eine mächtige Angriffs – und Verteidigungswaffe in die Hand gelegt: Das Schwert des Geistes, das Wort Gottes. Es ist zum Kampf viel besser geeignet als unsere eigenen, oft so scharfen und tödliches Gift versprühenden Zungen, mit denen wir sogar Brüdern Verletzungen zufügen, ehe wir richtig zugehört und nachgedacht haben. Das Schwert des Geistes dagegen muss immer zuerst gegen unsere eigenen Herzen angewendet werden.

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste Schwert und durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche. Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar. Hebräer 4,12 (NLB)

Wir müssen mit diesem Schwert des Geistes  um die Reinheit unserer Herzen und die Liebe gegenüber den Glaubensgeschwistern kämpfen, darum, dass in der Gemeinde das Wesen Jesu sichtbar wird. Danach kämpfen wir mit dem Wort des Evangeliums, mit dem Wort der Wahrheit, um die Herzen der Menschen, die ohne Gott in der Welt und hoffnungslos verloren sind. Wir dürfen nicht zulassen, dass die uns umgebende Kultur uns prägt, sondern sollen als Licht in der Welt fungieren.

Damit wir dieses Schwert führen können, müssen wir seine Kraft kennen und unser Vertrauen darauf setzen. Wir können jedes Wort der heiligen Schrift glauben. Sie offenbart uns den Charakter Gottes. Sie ist erfüllt mit seinen Versprechen. Der heilige Geist macht sie uns lebendig und lehrt uns, sie anzuwenden. Er leitet uns in alle Wahrheit. Es geht dabei nicht um Privatinterpretationen der Bibel, sondern um den ursprünglich gemeinten Sinn.

Wie das Wort Gottes sich selbst charakterisiert:

Es ist für uns Quelle der Wahrheit, des bleibenden Glücks, geistlicher Kraft und geistlichen Wachstums, gibt uns Trost, Hoffnung und Führung und ist Werkzeug unserer Vollendung. Es hat die Kraft, Sünde aufzudecken, Umkehr zu bewirken, neues Leben zu zeugen. Es rettet aus dem Reich der Finsternis und bringt uns ins Licht. (Und das ist nur eine kleine  Auswahl der Segnungen, die es verspricht!)

Nichts kann sich vor diesem Wort verstecken, aber wir können es wegdrücken und ausblenden – bis an den Tag der Rechenschaft vor Gott, der für jeden Menschen kommt. Machen wir doch lieber Gebrauch davon und lassen es sein heilsames Werk in uns und durch uns tun!

Gut gerüstet im Kampf gegen den Feind (Predigt-Nachlese)

 

Predigttext: Epheser 6, 10 -17

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By No machine-readable author provided. MatthiasKabel assumed (based on copyright claims). [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Paulus hat in seinem Leben jede Menge römischer Soldaten gesehen – sie repräsentierten die Besatzungsmacht. Wenn er sich also in geistlichen Kampf verwickelt sah, waren sie das ideale Anschauungsmaterial dafür, was man braucht, um zu siegen. Zudem stand ihm die Beschreibung der Rüstung des Messias beim Propheten Jesaja vor Augen:

Er zieht die Gerechtigkeit wie einen Panzer an  und hat aufgesetzt den Helm des Heils.

Christen stehen in einem Kampf. Dem kann man nicht ausweichen. Der Teufel hasst uns. Wir sollen darauf aber nicht mit selbstmitleidigem Gejammer  reagieren oder uns furchtsam verkriechen, sondern in die Waffenrüstung Gottes schlüpfen, die ausreicht, um bei jedem Angriff stehenzubleiben. Desertieren ist keine Option!

Greift darum zu den Waffen Gottes, damit ihr standhalten könnt, wenn der böse Tag kommt, und dann, wenn ihr alles erledigt habt, noch steht!

Wohlgemerkt: Wir sind nicht auf unsere eigenen Waffen angewiesen – Gott gibt uns seine!  Christen sollen “Steh-Menschen” sein: Sie stehen in der Gnade, fest auf dem Evangelium, fest im Glauben, in der Freiheit, fest im Herrn und zusammen in einem Geist und im Willen Gottes.

Das erste unentbehrliche Teil der Rüstung ist der Gürtel. Man braucht ihn, um sich zu sortieren – er bringt alles an seinen Platz, damit beim Kampf nichts stört. Die Wahrheit wird vom Zeitgeist besonders angegriffen. Wahrheit, so sagt man heute, ist für jeden etwas anderes.   Die Wahrheit, mit der wir uns umgürten sollen, ist Gottes Wahrheit – die Wahrheit seines Wortes –, nicht eine von vielen subjektiven und relativierbaren  “Wahrheiten”. Jesus sagt von sich selbst, dass ER die Wahrheit ist. Um mit Wahrheit umgürtet zu sein, müssen wir ihn immer besser kennenlernen.

Auch beim Brustpanzer der Gerechtigkeit geht es um die Gerechtigkeit Gottes. Eine eigene haben wir sowieso nicht! Es ist die Gerechtigkeit Christi, die uns zuerkannt wird, und nicht  unsere vermeintlichen Leistungen. Diese Gerechtigkeit wird im Glauben empfangen durch die Vergebung, und weil sie so perfekt ist, macht sie uns unangreifbar gegen die Anschuldigen des Feindes. Sie macht uns auch unabhängig von den Schuld- und Versagensgefühlen, die uns total lähmen können.

Die Sandalen der römischen Soldaten waren aus dickem und stabilem Leder, und die Sohlen waren mit Metall beschlagen. So hatte man auf jedem Untergrund guten Halt und kam überall hin. Diese Sandalen symbolisieren unsere Bereitschaft, das Evangelium weiterzutragen. Schon im Alten Testament heißt es:

Wie schön klingen die Schritte dessen auf den Bergen, der eine gute Botschaft von Freude und Frieden und Rettung bringt, der zu Zion sagt: »Dein Gott ist König!«  Jesaja 52,7

Dann gab es den Langschild, der den ganzen Körper bedeckte, und an dem feurige Pfeile buchstäblich verlöschten. Die Kämpfenden konnten sich damit auch gegenseitig Schutz bieten. Am Schild des Glaubens prallen die Lügen, Entmutigungen und Anklagen Satans ab, mit denen er uns täglich von allen Seiten bombardiert, versucht uns Furcht einzujagen und einzuschüchtern.

Der Helm des Heils gibt uns die Zuversicht, dass Gott sein Werk, das er angefangen hat, auch fertig machen wird. Er bewahrt uns vorm Aufgeben und schützt unsere Gedankenwelt in Versuchungen und vor Hoffnungslosigkeit. Die Hoffnung des Heils liegt nicht in uns selbst begründet, sondern im Willen Gottes. Wir werden das Ziel erreichen, und Christus wird triumphieren!

Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus. 1. Thessalonicher 5,9

Die einzige Angriffswaffe in dieser Waffenrüstung ist das Schwert des Geistes, das Wort Gottes. Mit ihm kämpfen wir um die Herzen der Menschen, damit sie die Wahrheit erkennen. Es ist auch bestens geeignet, um in unserem eigenen Herzen aufzuräumen:

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste zweischneidige Schwert, das die Gelenke durchtrennt und das Knochenmark freilegt. Es dringt bis in unser Innerstes ein und trennt das Seelische vom Geistlichen. Es richtet und beurteilt die geheimen Wünsche und Gedanken unseres Herzens.  Vor Gott ist ja nichts verborgen. Alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen da, vor dem wir Rechenschaft ablegen müssen. Hebräer 4,12.13

Wenn wir diese Waffenrüstung tragen und führen, können wir stehen bleiben und sind unbesiegbar.