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Wer wird gerettet, und wer wird verdammt?

 

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Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. (Johannes 3,17)

Und doch werden nicht alle Menschen gerettet werden. Nicht alle werden profitieren von dem, was Jesus getan hat. Er hat dieses wunderbare Angebot – ewiges Leben, das schon im Hier und Jetzt beginnt – an den Glauben geknüpft.

Was ist dieser Glaube? Glaube ist nicht eine Annahme oder Vermutung (obwohl wir den Begriff landläufig auch so gebrauchen), sondern das tiefe Vertrauen in die Echtheit, Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit einer Person und in das, was sie sagt. Das ist das Vertrauen, das Jesus von uns verlangt. Dieses Vertrauen hat notwendig Konsequenzen: Wenn ich mich auf ihn verlasse, werde ich auch mein Leben auf ihn bauen und ihm gehorchen.

Die Frage ist: Wenn Jesus so verlässlich ist, wenn er uns so viel anbietet – Zugang zu Gott, Rettung, Vergebung, Frieden, Leben, Liebe, Freude – warum wollen das trotzdem so viele nicht haben? Jesus diagnostiziert:

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. (Johannes 3,19.20)

Wir sind lichtscheue Kreaturen. Wie die Kakerlaken sind wir auf der Flucht vor dem Licht, und unsere Dunkelheit ist uns lieber, weil sie das schmerzhafte Aufdecken unserer Leichen im Keller verhindert, all der Dinge, die wir vor Gott und oft auch vor Menschen seit unserer Kindheit zu verbergen geübt haben. Wer zu Jesus kommen will, der muss ins Licht kommen! Er wird dann von Gott

errettet aus der Herrschaft der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, (Kolosser 1,13)

Von Natur sind wir alle schon verdammt, “Kinder des Zorns”, wie die Bibel das nennt. Das Gericht ist uns sicher. Wir brauchen eine neue Geburt, eine geistliche Totenauferstehung. Das wird in der Taufe abgebildet. Die Taufe selbst rettet uns nicht – sie zeigt nur bildlich das, was an uns geschehen ist. Das Untertauchen symbolisiert unser Sterben mit Jesus – er hat unsere Sünde weggenommen – und das Auftauchen ist ein Bild der Auferstehung mit ihm. Ich bekomme ein neues Leben – sein Leben! Der Glaube ist die Art und Weise, wie ich das, was Jesus für mich getan hat, annehme.

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3,36)

Das Urteil ist längst gefällt, die Strafe verhängt. Die einzige Rettung ist, dass ein Sündloser kam und meine Strafe trug, und dieses Opfer des Sohnes Gottes kommt mir zugute, wenn ich glaube und zum Licht komme.

Gut gerüstet im Kampf gegen den Feind (Predigt-Nachlese)

 

Predigttext: Epheser 6, 10 -17

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By No machine-readable author provided. MatthiasKabel assumed (based on copyright claims). [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Paulus hat in seinem Leben jede Menge römischer Soldaten gesehen – sie repräsentierten die Besatzungsmacht. Wenn er sich also in geistlichen Kampf verwickelt sah, waren sie das ideale Anschauungsmaterial dafür, was man braucht, um zu siegen. Zudem stand ihm die Beschreibung der Rüstung des Messias beim Propheten Jesaja vor Augen:

Er zieht die Gerechtigkeit wie einen Panzer an  und hat aufgesetzt den Helm des Heils.

Christen stehen in einem Kampf. Dem kann man nicht ausweichen. Der Teufel hasst uns. Wir sollen darauf aber nicht mit selbstmitleidigem Gejammer  reagieren oder uns furchtsam verkriechen, sondern in die Waffenrüstung Gottes schlüpfen, die ausreicht, um bei jedem Angriff stehenzubleiben. Desertieren ist keine Option!

Greift darum zu den Waffen Gottes, damit ihr standhalten könnt, wenn der böse Tag kommt, und dann, wenn ihr alles erledigt habt, noch steht!

Wohlgemerkt: Wir sind nicht auf unsere eigenen Waffen angewiesen – Gott gibt uns seine!  Christen sollen “Steh-Menschen” sein: Sie stehen in der Gnade, fest auf dem Evangelium, fest im Glauben, in der Freiheit, fest im Herrn und zusammen in einem Geist und im Willen Gottes.

Das erste unentbehrliche Teil der Rüstung ist der Gürtel. Man braucht ihn, um sich zu sortieren – er bringt alles an seinen Platz, damit beim Kampf nichts stört. Die Wahrheit wird vom Zeitgeist besonders angegriffen. Wahrheit, so sagt man heute, ist für jeden etwas anderes.   Die Wahrheit, mit der wir uns umgürten sollen, ist Gottes Wahrheit – die Wahrheit seines Wortes –, nicht eine von vielen subjektiven und relativierbaren  “Wahrheiten”. Jesus sagt von sich selbst, dass ER die Wahrheit ist. Um mit Wahrheit umgürtet zu sein, müssen wir ihn immer besser kennenlernen.

Auch beim Brustpanzer der Gerechtigkeit geht es um die Gerechtigkeit Gottes. Eine eigene haben wir sowieso nicht! Es ist die Gerechtigkeit Christi, die uns zuerkannt wird, und nicht  unsere vermeintlichen Leistungen. Diese Gerechtigkeit wird im Glauben empfangen durch die Vergebung, und weil sie so perfekt ist, macht sie uns unangreifbar gegen die Anschuldigen des Feindes. Sie macht uns auch unabhängig von den Schuld- und Versagensgefühlen, die uns total lähmen können.

Die Sandalen der römischen Soldaten waren aus dickem und stabilem Leder, und die Sohlen waren mit Metall beschlagen. So hatte man auf jedem Untergrund guten Halt und kam überall hin. Diese Sandalen symbolisieren unsere Bereitschaft, das Evangelium weiterzutragen. Schon im Alten Testament heißt es:

Wie schön klingen die Schritte dessen auf den Bergen, der eine gute Botschaft von Freude und Frieden und Rettung bringt, der zu Zion sagt: »Dein Gott ist König!«  Jesaja 52,7

Dann gab es den Langschild, der den ganzen Körper bedeckte, und an dem feurige Pfeile buchstäblich verlöschten. Die Kämpfenden konnten sich damit auch gegenseitig Schutz bieten. Am Schild des Glaubens prallen die Lügen, Entmutigungen und Anklagen Satans ab, mit denen er uns täglich von allen Seiten bombardiert, versucht uns Furcht einzujagen und einzuschüchtern.

Der Helm des Heils gibt uns die Zuversicht, dass Gott sein Werk, das er angefangen hat, auch fertig machen wird. Er bewahrt uns vorm Aufgeben und schützt unsere Gedankenwelt in Versuchungen und vor Hoffnungslosigkeit. Die Hoffnung des Heils liegt nicht in uns selbst begründet, sondern im Willen Gottes. Wir werden das Ziel erreichen, und Christus wird triumphieren!

Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus. 1. Thessalonicher 5,9

Die einzige Angriffswaffe in dieser Waffenrüstung ist das Schwert des Geistes, das Wort Gottes. Mit ihm kämpfen wir um die Herzen der Menschen, damit sie die Wahrheit erkennen. Es ist auch bestens geeignet, um in unserem eigenen Herzen aufzuräumen:

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste zweischneidige Schwert, das die Gelenke durchtrennt und das Knochenmark freilegt. Es dringt bis in unser Innerstes ein und trennt das Seelische vom Geistlichen. Es richtet und beurteilt die geheimen Wünsche und Gedanken unseres Herzens.  Vor Gott ist ja nichts verborgen. Alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen da, vor dem wir Rechenschaft ablegen müssen. Hebräer 4,12.13

Wenn wir diese Waffenrüstung tragen und führen, können wir stehen bleiben und sind unbesiegbar.

Predigt-Nachlese: Ist dein Glaube tot oder lebendig?

Predigttext: Jakobus 2

centimeter-15656_1280Auf das Wort Gottes zu hören und zu sagen, dass man daran glaubt, ohne auch danach zu handeln, ist Selbstbetrug. Es genügt auch nicht, zu wissen, was wahr ist. Jakobus sagt es ganz brutal: Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt. Gut! Aber die Dämonen glauben das auch – und zittern vor Angst. Echter “lebendiger” Glaube hat Konsequenzen.

Der Jakobusbrief ist voller praktischer Prüfsteine für unseren Glauben. Im 2. Kapitel geht es  um “Ansehen der Person”. Wie bemessen wir den Wert eines Menschen? Nach seinem Aussehen und seinem Geldbeutel, nach den Vorteilen, die wir aus ihm ziehen können? Jakobus stellt unser Wertsystem auf den Kopf und fragt: Sind es nicht gerade die Reichen, die euch tyrannisieren? Ziehen nicht sie euch vor die Gerichte? Sind nicht sie es, die den guten Namen dessen, dem ihr gehört, in Verruf bringen? Wenn wir an einen Gott glauben, der die Armen und Verachteten auserwählt hat, die Wahrheit zu erkennen und reich im Glauben zu sein – warum handeln wir dann nicht dementsprechend? Warum stecken wir Menschen nach äußeren Kriterien in Schubladen? Bevorzugung und Parteilichkeit, das macht Jakobus ganz klar, ist Sünde! Wenn wir selbst doch auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen sind, sollten wir sie dann nicht auch für andere haben?

Um zu zeigen, was echter Glaube ist, nimmt Jakobus Abraham als Beispiel. Wurde unser Stammvater Abraham nicht wegen seines Handelns als gerecht betrachtet – eben weil er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? Das Vertrauen Abrahams zu Gott zeigte sich in einem “Werk”. Genauso war es bei Rahab. Sie versteckte die Spione aus Glauben, und dieses “Werk” führte zu ihrer Rettung. Ist das nun ein Widerspruch zu dem, was Paulus den Ephesern schreibt:

Denn durch die Gnade seid ihr gerettet worden aufgrund des Glaubens. Dazu habt ihr selbst nichts getan, es ist Gottes Geschenk und nicht euer eigenes Werk. Denn niemand soll sich etwas auf seine guten Taten einbilden können (Epheser 2,8.9)?

Müssen wir doch etwas tun, um gerettet zu werden?

Auch für Jakobus ist es der Glaube, der rettet, und nicht die Werke. Aber der echte Glaube erweist sich durch das, was man tut. Er bringt Frucht. Wer in Jesus ist, ist wie eine Rebe am Weinstock. Niemand kann irgendein Gott wohlgefälliges “Werk” produzieren ohne Jesus, und zu Jesus kommen wir durch den Glauben. Wenn aber unser Glauben keine Frucht zeigt, dann haben wir Jesus nie gekannt. Wie der Körper ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne die Werke tot, aber die Lebensverbindung zu Jesus bewirkt, dass wir einander lieben, nicht nur mit “Blabla”, sondern auch mit Taten.

Predigt-Nachlese: Glaube – eine Art magische Kraft oder Vertrauen in Gottes Versprechen?

Predigttext: Hebräer 11, 1-4

Wenn die Bibel von Glauben spricht: Was meint sie damit? Was ist das, und was bewirkt das in denen, die glauben?

Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung ist Glaube keine Macht, durch die man Wirklichkeiten erschaffen kann. Manche Verkündiger behaupten, man könnte Dinge “in Existenz glauben”: Heilung, Wohlstand, die Rettung von Menschen, die wir lieben. Wenn es dann nicht funktioniert, hat der Glaubende ruck-zuck den Schwarzen Peter: Er hat eben nicht genug geglaubt.

Von solchen Psycho-Spielchen weiß die Bibel nichts. Der biblische Glaube lebt in unvollkommenen Menschen, die Fehlschläge, Herausforderungen, Spott, Verfolgung und Tod erleben, und hält stand. Er ist nicht eine Macht, die man besitzt, sondern die Gabe Gottes, IHM und seinem Wort in jeder Lage das volle und unerschütterliche Vertrauen zu schenken. Ein Mensch, der Gott so vertraut, hat gar kein Interesse daran, eigene Vorstellungen und Wünsche durchzuboxen und die Realität entsprechend zu formen, denn er weiß, dass das, was Gott in sein Leben hinein ordnet, das Beste für ihn ist.

Biblischer Glaube ist eine ganz zweifelsfreie Hoffnung und Gewissheit über Dinge, die die natürlichen Augen nicht sehen können: Gott wird halten, was er verspricht. Der natürliche, weltliche Mensch kann das nicht verstehen. Seine oft gehörte Devise heißt: Ich glaube nur, was ich sehe! Der Glaubende dagegen erfährt: Ich sehe, was ich glaube! Glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben! sagt Jesus. Das gibt eine ganz andere Einstellung zu allem, was mir widerfährt. Warum kann Stephanus, als er unter dem Steinhagel sterbend den Himmel offen sieht, seinen Feinden vergeben? Weil er weiß, dass er etwas hat, für das es sich zu leben und zu sterben lohnt!

Hebräer 11 zeigt uns, dass das Prinzip des Glaubens nichts Neues ist und nicht erst im Neuen Testament auftaucht.Durch Glauben wissen wir, dass Gott die Welt durch sein Wort aus Nichts gemacht hat. Er ist der Einzige der dabei war, und nur ER kann uns darüber informieren. Und dann konnte der Mensch nach dem Sündenfall und dem Ausschluss aus der Gegenwart Gottes sich nur noch durch Glauben an dem Versprechen Gottes festhalten, dass er einen Erlöser schicken würde, der den Bruch wieder heilt. Die Ersten, in denen wir die Auswirkungen von Glauben und Unglauben erkennen können, sind Kain und Abel. Während Abel das Opfer bringt, das in seinen eigenen Augen recht ist (das ist übrigens das Wesen aller falschen Religion), bringt Abel das blutige Opfer, das Gott fordert, und das auf das Lamm Gottes hinweist, das die Sünde der Welt wegnimmt – Jesus. Obwohl er ja nur Puzzleteile und Bruchstücke der Wahrheit hat, erkennt er dadurch an, dass in keinem anderen das Heil ist und kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! Er besitzt diesen Glauben an die Heilsinitiative Gottes, der unsere Sünde auf Jesus legt und uns im Austausch dafür seine Gerechtigkeit gibt! Genau das ist die Essenz und Basis des Glaubens, von dem in Hebräer 11 die Rede ist und der in den dort beschriebenen Glaubensvorbildern lebte und uns zur Nachahmung anregen soll.