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Liebe bis zum Ende

“Es ist doch schön, mal wieder Schmetterlinge im Bauch zu haben,” sagte meine Kollegin, die gerade zum zweiten Mal geheiratet hatte. “Und wenn es sich irgendwann nicht mehr so gut und rund anfühlt, dann weiß ich, dass es vorbei ist.” Wie man sich fast denken kann, hat das nicht lange gedauert …

Wie ganz anders ist die Liebe Jesu! Im Johannesevangelium heißt es (13,1):

Vor dem Passahfest aber, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.

Es lässt sich auch so übersetzen: Er liebte sie bis zum Äußersten. Seine Liebe bestand den endgültigen Härtetest: den freiwilligen Tod am Kreuz für ihre Erlösung. Sie wackelte und wankte nicht – auch wenn Jesus als Mensch tief erschüttert war. Einer aus dem engsten Kreis war schon auf dem Sprung, ihn zu verraten. Zudem wusste er, dass Petrus trotz seiner großen Klappe und seinem eigentlich loyalen Herzen  in Kürze aus Angst und Verwirrung behaupten würde, ihn nie gekannt zu haben. Seine Jünger verstanden seinen Weg noch immer nicht, obwohl er es ihnen wieder und wieder erklärt hatte, dass er erst mal durch  Leiden und Hinrichtung gehen würde. Es ging einfach nicht in ihren Kopf, hatten ihm die Massen doch gerade erst zugejubelt. Und genauso wenig verstanden sie, was er versucht hatte ihnen einzuhämmern: dass im Reich Gottes Erniedrigung groß ist und Verlust Gewinn und das Glück im Lieben und Geben besteht und nicht in Ehre und Karriere.

wash-bowl-1253905_1920Und so demonstriert er es ihnen noch einmal. Sie wollen bald zusammen essen, aber hier ist kein Sklave, der ihnen vorher den Straßenstaub von den Füßen waschen könnte. Da bindet sich Jesus die Schürze um, schnappt sich ein Handtuch und füllt Wasser in die Waschschüssel. Er weiß, wer er ist: Er ist der Herr. Gott hat alles in seine Hände gegeben. Er ist auch der Meister seiner Jünger. Aber er besteht nicht auf seiner Position, sondern verhält sich wie ein Diener. Den Jüngern hat es die Sprache verschlagen; allen außer Petrus – der findet noch Kraft zum Protest: “Auf keinen Fall sollst du mir die Füße waschen!” Jesus erklärt ihm ruhig, dass das unumgänglich ist, weil er sonst keine Gemeinschaft mit ihm haben kann. Daraufhin möchte Petrus am liebsten gleich ganz gebadet werden, denn Gemeinschaft mit Jesus ist alles, was er will! Worauf Jesus ihm antwortet: “Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.” (Das bezog sich auf Judas.)

Diese Fußwaschung ist dreierlei: Zum ersten ein ganz realer Dienst, den Jesus an den Jüngern übt – die Arbeit eines Niedrigen, damit die Höhergestellten sich wohlfühlen.. Zum zweiten ein Symbol für die Reinigung, die wir alle immer wieder von Jesus brauchen, wenn wir uns durch Sünde beschmutzt haben. (Diese Reinigung hat ihn noch in ganz anderem Ausmaß Erniedrigung und Selbstentäußerung bis zum Tod gekostet.) Und drittens ein Lehr- und Anschauungsstück für uns, wie wir uns gegenseitig dienen und nicht beherrschen sollen, und zwar im natürlichen wie im geistlichen Bereich.

Jesu Liebe ist Dienst und Opfer, aber auch Seelsorge. Er ist ständig bemüht, seine Jünger vorzubereiten auf die schwierige Zeit, die vor ihnen liegt. Sie werden mit vielem fertig werden müssen: Dass einer von ihnen sich als Verräter entpuppen wird. Dass er selbst, auf den sie sich abgestützt haben, auf den sie all ihre Hoffnung gesetzt haben, der sie versorgt hat, ihnen entzogen sein wird. Sie werden sich so orientierungslos fühlen wie Schafe, deren Hirte erschlagen wurde. Sie werden konfrontiert sein mit ihrer eigenen Schwäche, ihrer Angst, ihrem Versagen (ganz besonders Petrus). Schon wenn er ihnen diese Dinge jetzt vorhersagt, sind sie völlig überwältigt. Sie kriegen das alles in ihren Kopf nicht rein. Und so tröstet Jesus sie, indem er ihnen sagt, dass Gott keinesfalls die Kontrolle verloren hat, und dass sie nicht untergehen werden, wenn es sich vielleicht auch vorrübergehend so anfühlt. Sie sollen und müssen ihren Glauben nicht wegwerfen! Sie werden von Gottes Liebe nie mehr getrennt werden können. Deswegen kann Jesus ihnen sagen:

Euer Herz werde nicht bestürzt. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!

Es ist keinesfalls alles zu Ende, sondern er bahnt ihnen einen Weg nach Hause, und dann wird er wiederkommen und sie zu sich nehmen. Sie werden für ewig da sein, wo er ist. Ein Platz im Vaterhaus ist ihnen sicher. Seine Liebe endet nicht an ihrem Unverständnis, nicht an ihrer Angst, nicht an ihrem Versagen. Geduldig beantwortet er ihre Fragen. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er wird nicht im Tod bleiben. In ihm sehen sie das Wesen des Vaters und durch ihn hören sie seine Worte: selbstlose Worte der Ermutigung, die Aufforderung, einander zu lieben und zu dienen, das Versprechen eines ewigen Zuhauses auf seine Kosten – und das alles, während das Kreuz vor ihm steht.

Dies ist eine Zusammenfassung von Predigten der letzten Wochen über Johannes 1314,11.

Berufung

Berufung

Vor allem junge Menschen wollen ihre Berufung finden, etwas, das ihren Lebenssinn erfüllt. Für uns als Christen ist es dabei ohne Frage, wer uns beruft. Es kann nur Gott sein. Wir wünschen uns, dass er uns in eine Aufgabe stellt, bei der wir Erfüllung finden. Aber wenn wir zu verstehen suchen, welche das ist, sind wir oft ratlos. Wie erkennen wir sie? In der Bibel steht schließlich für alle das Gleiche. Gefühle? Eindrücke? Die Meinung anderer Leute? Sollen wir uns einfach nach unseren Begabungen richten?

Die Bibel spricht relativ selten von einer persönlichen, speziellen Berufung. Wenn Gott jemand da was sagen wollte, konnte er sich der Person zweifelsohne deutlich machen, selbst ohne dass derjenige drum gebeten hatte (und manchmal sogar gegen ihren Willen, s. Jona). Im Allgemeinen genügt völlig, was die heilige Schrift generell über unsere Berufung als Christen sagt. Das enthält jede Menge Gnade und so viel an Herausforderung, dass wir damit vorläufig beschäftigt sind. Und ich bin überzeugt: Wenn wir darin leben, ergibt sich alles andere von selbst.

  • Wir sind zur Freiheit berufen. “Ihr seid ja zur Freiheit berufen, liebe Geschwister! Nur benutzt die Freiheit nicht als Freibrief für eure eigenwillige Natur, sondern dient einander in Liebe.” (Galater 5,13) Gott hat es uns geschenkt, dass wir ihm ohne Gesetzesvorschriften aus Liebe gehorchen und dienen können. Weder Teufel noch Menschen noch Umstände können uns letztlich versklaven – in allem, was wir tun, sind wir von Gott abhängig und Gott direkt verantwortlich. “Denn wer als Sklave in die Gemeinschaft des Herrn gerufen wurde, ist vor dem Herrn ein freier Mensch. Und wer frei war, als Gott ihn rief, ist jetzt ein Sklave von Christus. Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Macht euch also nicht zu Sklaven von Menschen!” (1.Korinther 7,22ff)
  • Wir sind zum Frieden berufen. “Wir wünschen euch, dass der Frieden, der von Christus kommt, eure Herzen regiert, denn als Glieder des einen Leibes seid ihr zum Frieden berufen.” (Kolosser 3,15) Das ist eine gemeinschaftliche Berufung für die Gemeinde Gottes. Sie soll die Herrschaft des Friedefürsten unter sich ausleben. Es ist aber auch eine Berufung, in allen Lebensumständen den Frieden zu suchen, und z.B. wo nötig, einen ungläubigen Ehepartner ziehen zu lassen: “Der Bruder oder die Schwester ist in diesem Fall nicht wie ein Sklave an die Ehe gebunden. Gott hat uns doch zu einem Leben in Frieden berufen!”(1.Korinther 7,15)
  • Wir sind berufen zum ewigen Leben. “Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört, und ergreife das ewige Leben, zu dem Gott dich berufen hat.” (1.Timotheus 6,12) Damit ist nicht nur der Himmel gemeint, sondern unser Leben jetzt und hier in “Ewigkeitsqualität”.
  • Wir sind berufen zum Licht. “Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.” (1.Petrus 2,9) Wer diese Berufung ins Licht hat, kann nicht mehr in der Finsternis leben. “… ihr seid Menschen des Lichts und Kinder des kommenden Tages. Nein, wir gehören nicht zu Finsternis und Nacht!Deshalb wollen wir auch nicht schlafen, wie die anderen, sondern wachen und nüchtern sein. Denn wer schläft, schläft in der Nacht, und wer sich betrinkt, tut es in der Nacht.Wir aber gehören zum Tag und wollen darum nüchtern sein, gerüstet mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung. Denn Gott hat uns nicht dazu bestimmt, dass wir seinem Zorngericht verfallen, sondern dass wir durch unseren Herrn Jesus Christus das Heil in Besitz nehmen.” (1. Thessalonicher 5,4-9)
  • Wir sind zum Leiden und Gutes tun berufen. Das ist eigentlich das Kernthema des 1. Petrusbriefes. “Wenn ihr aber Gutes tut und dafür leiden müsst, dann ist das eine Gnade von Gott, denn genau dazu seid ihr berufen worden. Auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Fußspuren folgt.” (1.Petrus 2,21) Nehmen wir diese Berufung an?
  • Wir sind berufen, Segen zu erben, und zwar Segen für uns selbst und zum großzügigen Weitergeben. ”Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.” (1.Petrus 3,9) Wir werden gewarnt, nicht knauserig damit zu sein, weil wir uns sonst ins eigene Fleisch schneiden.
  • Wir sind zur Gemeinschaft mit Christus berufen. “Gott ist treu. Er hat euch berufen zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.” (1.Korinther 1,9) Das Wort, das hier für Gemeinschaft steht, bedeutet mehr als nur Zusammensein, Es geht um Partizipation und Partnerschaft. Was ihm gehört, gehört uns, er macht uns an allem, was er hat, zu Teilhabern!
  • Wir sind zur Heiligkeit berufen. “Wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Lebenswandel.” 1.Petrus 1,15)
  • Wir sind zu ewiger Herrlichkeit berufen. Das ist das Endziel! “Der Gott, von dem alle Gnade kommt, hat euch berufen, mit Christus zusammen für immer in seiner Herrlichkeit zu leben.” (1.Petrus 5,10)  Paulus sagt: “Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.” (Philipper 3,10-11)

ist uns das genug Berufung? Ganz sicher, wenn wir sie ernst nehmen und im Alltag umsetzen wollen!

Predigt-Nachlese: Der sicherste Platz der Welt

…ist im Zentrum des Willens Gottes.

chicks-706486_1280Predigttext: Apostelgeschichte 23,12-35

Diese Erfahrung darf Paulus auch machen. Nach den Turbulenzen der letzten Tage, die ihn mehrmals an den Rand des Todes gebracht haben, begegnet ihm der Herr in der Nacht im Gefängnis und ermutigt ihn. Das hier ist noch nicht das Ende, weder seines Lebens noch seines Dienstes. Er hat nach seiner Bekehrung auf der Straße nach Damaskus einen Auftrag  und eine Berufung empfangen. Dieser Lauf ist noch nicht vollendet, und bis dahin ist sein Leben trotz aller Feindseligkeiten unzerstörbar.

Jetzt gibt ihm Jesus noch mal eine ganz konkrete Zusage: Du wirst in Rom für mich Zeugnis ablegen. Und er gibt seinem Knecht die Anerkennung, nach der seine Seele dürstet: …. so wie du in Jerusalem für mich gezeugt hast … Mag Paulus seine Versuche, seine Volksgenossen von Jesus zu überzeugen, vielleicht als Fehlschlag werten – Jesus sieht das anders.

Nun weiß Paulus zwar, dass er nach Rom kommen wird. Dass sich das noch zwei Jahre hinziehen wird, kann er aber nicht ahnen. Aber er braucht auch nicht ins Morgen zu schauen – es ist der allmächtige und souveräne Gott, der sein Leben führt. Dieser Gott sieht auch, dass sich schon der nächste Mordanschlag zusammenbraut, und hat schon Vorsorge getroffen, um ihn zu vereiteln. Der Hass der Gegner, deren religiöser Eifer sich mit Morden und Lügen gut zu vereinbaren scheint, hat im Lauf der Geschichte bis in unsere Zeit immer wieder Nachahmer gefunden. 40 Fanatiker haben sich mit einem Eid verschworen, nichts zu essen und zu trinken, bis sie Paulus getötet haben – einen Eid, dem sie nicht Genüge tun können! Denn ihr heimtückischer Plan kommt ans Licht durch den Neffen des Paulus, dem die Sache irgendwie zu Ohren gekommen ist, und der den zuständigen Befehlshaber darüber informiert. Was für Zufälle Gott hier arrangiert, um seinen Knecht zu beschützen!

Der Befehlshaber Claudius Lysias beschließt sofort, Paulus zu seinem Vorgesetzten Felix zu überstellen, ehe die Mörder zuschlagen können. Er lässt ihn von 200 (!) Soldaten begleiten und schickt einen Brief mit, in dem er einerseits die objektive Unschuld des Paulus feststellt, andererseits den Schwarzen Peter der endgültigen Entscheidung (mit dem Potential, die Juden gewaltig zu verärgern) an Felix weiterreicht.

Felix lässt ihn im Palast des Herodes aufbewahren, bis seine Ankläger kommen. Es ist zu vermuten, dass es Paulus dort – abgesehen vom Verlust seiner Freiheit – nicht schlecht geht. Das ist ein Zeichen der Fürsorge Gottes für seinen arg gebeutelten Diener. Er weiß, wann er mit Schlägen und Steinigungen innerlich zurecht kommen kann und wann er ein bisschen Ruhe braucht.

Für Paulus sind allerdings weder die guten noch die schlechten Erfahrungen das, was über seine Bereitschaft zur Nachfolge entscheidet. Leiden ist nicht nur ihn selbst, sondern für alle Kinder Gottes, ein unabdingbarer Bestandteil des Weges mit Jesus. Das hat er immer ganz klar gesagt. Aber genauso sicher ist, dass Jesus immer an der Seite der Seinen sein wird mit seiner Gegenwart, seiner Fürsorge und seinem Trost. Das Ziel des Glaubenslaufs liegt aber weder im Wohlergehen noch im Leiden, sondern in der Verherrlichung Gottes und in der Verkündigung des Evangeliums. Diesem Ziel alle Eigeninteressen unterzuordnen, hat uns Paulus vorgemacht.

Predigt-Nachlese: Bedrängt, aber nicht erdrückt

Apostelgeschichte 22,17 – 23,11

machine-369519_1280Zur Vorgeschichte: Paulus war in Jerusalem beschuldigt worden, Heiden in den Tempel gebracht und ihn dadurch geschändet zu haben. Als die aufgebrachte Menge ihn umbringen will, interveniert der römische Oberste, lässt ihn fesseln und ins Lager bringen, um zu erfahren, was die Ursache dieser Aufregung ist. Er erlaubt Paulus, der ihn darum bittet, zu der Volksmenge zu reden.

Paulus spricht nun das Volk in Hebräisch an. Er erzählt ihnen, wie auch er ein Christenhasser gewesen ist, und wie die Begegnung mit Jesus zu einer völligen Kehrtwende  geführt hat. Wie Gott ihm durch Hananias seine Berufung zum Zeugen über das Widerfahrene mitteilen ließ, und das für alle Menschen … und dann hatte es noch eine Vision im Tempel gegeben, bei der Gott zu ihm gesagt hat: Geh, denn ich will dich weit weg zu den anderen Völkern senden!

Bis hierhin haben die Leute ihm zugehört – jetzt bricht der Sturm wieder los. Sie schreien nach seinem Tod. Was war an dem, was er sagte, so schlimm für sie? Dass Heiden – ohne vorher zum Judentum zu konvertieren und die Gebote zu halten, ohne Beschneidung, ohne jegliche Selbstverbesserung –  gerettet und ins Volk Gottes akzeptiert werden sollten, das geht ihnen über die Hutschnur und ist ein Affront gegen all die Mühe, die sie sich geben, um Gott zu gefallen, und gegen ihren Stolz als auserwähltes Volk.

Der Kommandeur ist ratlos. Er hat wohl die hebräische Ansprache nicht verstanden. Schon wieder muss er diesen Mann vor dem Mob retten, und er möchte jetzt unbedingt wissen, was hier los ist. Er befiehlt also die Folter: Paulus soll mit Geißelhieben zu einer brauchbaren Aussage gebracht werden.

Paulus weiß, dass das böse enden wird, denn er hat nichts zuzugeben! Darum bringt er seine römische Staatsbürgerschaft ins Spiel. Es ist verboten, einen Römer mit solchen Methoden zu traktieren; schon dass man ihn ohne Grund gefesselt hat, ist widerrechtlich. Dem Obersten wird es heiß und kalt, als er erkennt, in was er sich da reingeritten hat. Wie soll er aber auch ahnen, dass dieser Jude, der Hebräisch und Griechisch flüssig spricht, ein gebürtiger Römer ist!

Am nächsten Tag beruft er den Sanhedrin ein. Vielleicht kommt er so dahinter, welche Anklage gegen Paulus erhoben wird. Was für eine emotionale Achterbahnfahrt ist das alles für den Apostel, was für eine Herausforderung für sein Vertrauen in Gott! Nun steht er also vor dem Hohen Rat der Juden, dem er selbst früher einmal angehört hat! Er schaut ihnen in die Augen und tritt trotz der Ernsthaftigkeit seiner Liebe gleich ins nächste Fettnäpfchen: Meine Brüder, sagt er, ich habe Gott immer mit einem reinen Gewissen gedient und daran hat sich bis heute nichts geändert. Hier kann nur eine Seite ein reines Gewissen haben – er oder sie! So etwas aus dem Mund dieses Verräters! Der Hohepriester lässt ihn auf den Mund schlagen, worauf Paulus ihn als getünchte Wand bezeichnet. Das beschreibt diesen Mann ziemlich zutreffend. (Nach dem Geschichtsschreiber Josephus war der Hohepriester Hananias  dafür bekannt, dass sein Reichtum auf dem Unterschlagen von Spenden beruhte.) Trotzdem entschuldigt sich Paulus, als ihn die Umstehenden darauf hinweisen, dass er den Hohepriester Gottes beleidigt hat.

Als Paulus erkennt, dass sowohl Pharisäer als auch Sadduzäer anwesend sind (im Gegensatz zu den ersteren lehnten die Sadduzäer alles Übernatürliche und die Auferstehung ab), bringt er seine Erfahrung auf den strittigen Punkt: Im Grunde stehe ich hier vor Gericht, weil ich an die Auferstehung der Toten glaube! Nur ein auferstandener Jesus konnte ihm erschienen sein! Daraufhin spaltet sich die Menge und steigert sich in ihren eigenen Streit hinein. Schließlich schlagen sich sogar einige Pharisäer fast auf seine Seite oder wollen jedenfalls nicht alles ganz vom Tisch fegen: Vielleicht hat ja tatsächlich ein Engel oder ein Geist zu ihm gesprochen.

Zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit muss ihn der Oberste retten. Er muss diese Juden für völlig verrückt gehalten haben. So ein Gebrüll und Getobe und Mordlust ohne sichtbaren Grund! Für Paulus aber ist es ein schwerer Tag: So viel von dem Hass gegen seinen Herrn hat er abbekommen, drei große Gelegenheiten hat er gehabt – und nie war er wirklich bis zur Verkündigung der guten Botschaft durchgedrungen! Welche Gedanken und Fragen mögen diese Nacht in Gefangenschaft erfüllt haben? Aber er war nicht allein, der Herr war bei ihm und wusste, welche Ermutigung er brauchte: Sei guten Mutes! Denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so musst du sie auch in Rom bezeugen.

Paulus wird für den Rest seines Lebens im Gefängnis sitzen, aber das wird die Pläne Gottes nicht hindern. Er wird evangelisieren und zeugen und der Gemeinde dienen. Sein guter Mut hängt nicht von den äußeren Umständen ab. Die Zusage, dass Gottes Ziele für sein Leben sich erfüllen, macht ihn unüberwindlich – und uns auch, wenn wir demselben Gott angehören.

Predigt-Nachlese: Liebe macht aus Katastrophen Gelegenheiten

Predigttext: Apostelgeschichte 21,47 – 22,16

chains-19176_1280 Paulus war mit einigen nichtjüdischen Brüdern nach Jerusalem gekommen. Sie brachten den Jerusalemer Christen Geld, das die Glaubensgeschwister in Griechenland und Mazedonien für sie gesammelt hatten. Er freute sich an diesem Ausdruck der Einheit zwischen den Christus-Gläubigen aus den Juden und aus den Heidenvölkern. Durch dieses miteinander Teilen sagten sie: Wir gehören zusammen als der eine Leib Christi. Dieses Zusammenwachsen lag Paulus sehr am Herzen!

Das hinderte ihn aber nicht daran, ein paar jüdischen Brüdern bei der Erfüllung ihrer Gelübde beizustehen, wie Jakobus ihn gebeten hatte. Dabei wurde er nun von Juden aus Asien im Tempel gesehen. Der zentrale Tempelbezirk war für Heiden gesperrt; sie durften sich nur im sogenannten “Vorhof der Heiden” aufhalten. Nun meinte jemand, der Paulus zuvor mit Trophimus, einem Nichtjuden aus Ephesus, in der Stadt gesehen hatte, Paulus habe Heiden in den Tempel gebracht  – ein Frevel! Im wegen des Passafestes überfüllten Jerusalem kam es dann ganz schnell zur Zusammenrottung eines aufgebrachten Mobs. Dieser Mensch, von dem sowieso das Gerücht ging, er predige gegen das Volk, das Gesetz und den Tempel, hatte sich erdreistet, das Heiligtum zu verunreinigen? Blasphemie! Er war des Todes! Sie schnappten ihn, schlugen ihn und wollten ihn umbringen.

Was wohl in Paulus vorging? Hier war Stephanus unter sehr ähnlichen Beschuldigungen aus der Stadt geschleift und gesteinigt worden. Damals war er, Paulus, auf der Seite der Mörder gewesen … jetzt war er auf der Seite Jesu.

Die Römer überwachten das Geschehen rund um den Tempel von der Burg Antonia aus. Daher konnte auch jetzt der Chiliarch mit seinen Soldaten schnell eingreifen. Er ließ Paulus dem wütenden Mob entreißen, gefangen nehmen und fesseln – so wie Agabus es voraus gesagt hatte! Unter dem Geschrei der mordgierigen Menge wurde Paulus zum Lager gebracht. Aber ehe Paulus dort in Sicherheit gesetzt werden konnte, hatte er eine Bitte. Erlaube mir doch, zu dem Volk zu reden!

Paulus sieht – mitten in der Katastrophe seiner Gefangennahme – in dieser feindseligen Menge  Menschen, die so sind, wie er früher war. Nur die Gnade, die Begegnung mit dem Auferstandenen, hatte aus ihm einen anderen gemacht. Aber diese Leute hier waren seine “Brüder nach dem Fleisch”, von denen er im Römerbrief (9,2.3) schreibt:

Mein Herz ist von tiefer Traurigkeit erfüllt, und es quält mich unablässig, wenn ich an die Angehörigen meines Volkes denke, an meine Brüder und Schwestern, mit denen ich durch die gemeinsame Abstammung verbunden bin. Für sie hätte ich es auf mich genommen, verflucht und für immer von Christus getrennt zu sein.

Er sieht hier keine Feinde, sondern Menschen, die das Evangelium brauchen – und eine wunderbare Gelegenheit zur Verkündigung!

Tatsächlich bekommt er die Erlaubnis dazu, und das Volk wird sogar ruhig. Obwohl er normalerweise Griechisch sprach, spricht er sie auf  Hebräisch an. Liebe Brüder und Väter! …Ich bin ein Jude wie ihr. Und er erzählt ihnen seine Geschichte, wer er war, und wie er wurde, der er ist. Ein Schüler des berühmten Rabbis Gamaliel, ein strenger Pharisäer und Christenverfolger – bis Jesus ihm begegnete. Die Herrlichkeit Jesu ließ ihn erblinden, so dass er seine geistliche Blindheit erkannte. Von da an war alles anders. Er bekannte in der Taufe, dass ihm, dem “Super-Pharisäer”, dem vermeintlich Gerechten, die Gerechtigkeit Gottes und die Beschneidung des Herzens gefehlt hatte, und dass er sie in Jesus gefunden hatte.

Er sagt ihnen die ganze Wahrheit, weil er sie liebt, obwohl sie ihn nicht hören wollen. Sie wollen nicht auf einer Stufe stehen mit den Heiden als rettungsbedürftige Sünder.

Was können wir von Paulus lernen?

  • Er lehnt sich gegen Schwierigkeiten nicht auf, sondern nimmt sie an als Plan Gottes.
  • Er sieht in Katastrophen Gelegenheiten für das Evangelium und Herausforderungen für sein Vertrauen.
  • Die Liebe lässt ihn Brücken suchen zu seinen Feinden.
  • Wenn er über sich selbst spricht, dann zur Verherrlichung seines Herrn Jesus Christus!

Predigt-Nachlese: Zielorientiert laufen

Predigttext: Apostelgeschichte 21,1-17

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Ich will meinen Lauf mit Freuden vollenden, hatte Paulus den Ältesten von Ephesus gesagt. Gott hatte ihm einen Dienst aufgetragen,  nämlich durch Verkündigung und durch das Zeugnis seines ganzen Lebens das Evangelium von der Gnade Gottes bekannt zu machen. Diesem Ziel ordnet er alles andere unter. Sein Herr und Erlöser ist es ihm wert! Die Liebe und Vergebung Gottes hatte aus einem hassgetriebenen Verfolger der Gemeinde einen Menschen gemacht, der die Jesus-Jünger  über alles liebte und sein Leben für sie hingab.

Nachdem er sich in einem tränenreichen Abschied von den Ältesten von Ephesus förmlich losgerissen hat, ist Tyrus seine nächste Station. Er weiß, dass es dort Jünger gibt. Wer die Gemeinde gegründet hat, wissen wir nicht, aber vermutlich sind es Gläubige auf der Flucht vor der Verfolgung gewesen – auf der Flucht vor ihm in seinem alten Leben als erbitterter Feind der Gemeinde Jesu. Jetzt hat er nichts Wichtigeres zu tun, als diese Jünger zu suchen, um sie zu ermutigen, und er findet sie auch und bleibt sieben Tage bei ihnen. Der Heilige Geist hat ihnen etwas gezeigt, was Paulus auch schon weiß: Dass er in Jerusalem in große Schwierigkeiten kommen wird. Weil sie ihn lieben, ermahnen sie ihn, doch dort nicht hinzugehen. Als er weiterziehen muss, begleiten sie ihn bis ans Ufer, wo sie niederknien und beten und so Abschied nehmen. Wo Kinder Gottes aufeinandertreffen, ist sofort dieses Band tiefer geistlicher Gemeinschaft geknüpft.

Die nächste Stadt auf seiner Reiseroute ist Ptolemäus – auch dort begrüßt er die Brüder – und dann geht es weiter nach Cäsarea. Hier trifft er den Evangelisten Philippus und seine vier weissagenden Töchter, die ihn ein paar Tage bei sich aufnehmen. In dieser Zeit besucht sie Agabus. Agabus ist schon als Prophet bekannt; er hatte die Hungersnot unter Klaudius vorausgesagt. (Er hat übrigens die Kennzeichen eines echten Propheten: Was er sagte, traf ein.) Ähnlich wie manche Propheten im Alten Testament stellt er das, was er sagt, bildlich dar: Er bindet sich mit Paulus Gürtel Hände und Füße und sagt: So spricht der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Heiden ausliefern!  Alle, die dabei sind, fangen an, auf Paulus einzureden. Er soll doch bitte nicht nach Jerusalem gehen! Sie können sich vermutlich nichts anderes vorstellen, als dass dies eine Warnung ist. Aber Paulus sieht das anders. Es soll ihn nicht abhalten, sondern vorbereiten. Und es gibt ihm auch die Gelegenheit, seinen Leuten zu demonstrieren, dass Schwierigkeiten nicht dazu da sind, umgangen zu werden, sondern dass er ganz bewusst da hinein geht, um sein Ziel zu erreichen. Schon ganz am Anfang seines Glaubensleben war ja Ananias bezüglich Paulus gesagt worden:  Dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israels zu tragen! Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen. (Apostelgeschichte 9,15.16) Bei seinem Auftrag war Leiden inklusive, aber er hatte ihn angenommen und es nie bereut. Es war alles so im Plan Gottes. Das müssen schließlich auch seine besorgten Freunde akzeptieren.

Wir wissen, dass Paulus auch später nicht ins Wanken gekommen ist. Aus dem Gefängnis haben seine Worte das Gewicht der Erfahrung, wenn er den Ephesern schreibt: Als einer, der für den Herrn im Gefängnis ist, ermahne ich euch: Lebt so, wie es der Berufung entspricht, die an euch erging. Seid euch der eigenen Niedrigkeit bewusst und begegnet den anderen freundlich, habt Geduld miteinander und ertragt euch gegenseitig in Liebe. Bemüht euch sehr darum, die Einheit, die der Geist Gottes gewirkt hat, im Verbund des Friedens zu bewahren. Ihr seid ja ein Leib; in euch lebt der eine Geist und ihr habt die eine Hoffnung bei eurer Berufung bekommen.

Er ermutigt uns, auch unser Rennen zielorientiert zu laufen, in der Einheit und Gemeinschaft, die uns Gott in seiner Gemeinde durch seinen Geist schenkt, und uns von nichts erschrecken und abbringen zu lassen.

Enttäuschung durch Missverständnis des göttlichen Terminkalenders

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Am Sonntag behandelte die Predigt Lukas 24. Es ist die bekannte Geschichte von den Emmaus-Jüngern. Zwei völlig desorientierte, verzweifelte Männer teilen unterwegs ihre Überlegungen, aber alles dreht sich nur immer im Kreis. Sie kommen nicht weiter und nicht raus aus dem schwarzen Loch ihrer Hoffnungslosigkeit. Warum war der, den sie für den Messias hielten, hingerichtet worden? Hatten sie sich in ihm getäuscht?

Es gibt hier schon einmal eine Predigtnachlese zu der Geschichte, deswegen will ich nicht alles noch mal erzählen. Was bei mir besonders eingeschlagen hat, war dies: Wenn wir den Terminkalender Gottes missverstehen, kommen wir ganz durcheinander.

Die Vorstellung dieser Jünger war: Der Messias kommt und siegt. Dazwischen kam bei ihnen nichts. Dass da in der Heiligen Schrift auch etwas stand vom leidenden und Sünden tragenden Knecht Gottes oder davon, dass die Schlange den Erlöser in die Ferse beißen würde – das hatten sie ausgeblendet. Es war nicht so, dass sie die Bibel nicht kannten, aber sie hatten sie falsch sortiert. Jesus stellt das jetzt richtig für sie, und es ist so eine Erleuchtung! Alles macht wieder Sinn!

Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Auch ich hatte in meinem Leben Momente tiefster Verzweiflung und Enttäuschung und Resignation, weil ich in Gottes Terminkalender etwas missverstanden hatte. Das lag nicht an der Bibel, sondern an mir.

Ent-täuschung ist gut. Es ist gut, wenn die Realität uns lehrt, noch mal ganz genau hinzugucken, was wirklich in der Bibel steht.

Als ich zum Glauben an Jesus kam, erlebte ich seine Kraft. Sie machte aus einem egozentrischen und Hass-kranken Teenager ein glückliches Mädchen. Gott hatte mir ein neues Herz gegeben, daran gab es keinen Zweifel. Jesus war der Sieger über Sünde, Tod und Teufel, und mit ihm würde ich jetzt immer auf der Gewinnerseite sein.

Und dann stieß ich nach und nach an die Mauern meines ganz irdischen Alltags. Neben diesem neuen Leben aus Gott schien mein altes sündiges Wesen immer noch vorhanden zu sein. In der wunderbaren Gemeinde Gottes begegnete mir Uneinigkeit und Streit. Kranke blieben krank. Vor allem psychische Krankheiten in meinem Umfeld brachten mich ganz aus dem Konzept. Ihre Konsequenzen schienen mein Leben in Trümmer zu legen. Hatte ich nicht von ganzem Herzen versucht, Gottes Wort zu gehorchen? Warum das alles? Wo war der Fehler?

irgendwann ließen sich die bohrenden Fragen nicht mehr ignorieren: Hatte ich mich etwa selbst betrogen und das Falsche geglaubt? War der Teufel doch am Ende der Sieger? Wo war denn die Erlösung??

In solchen Zeiten sind wir darauf angewiesen, dass Gott mit seinem Wort den Kreislauf unserer trüben Gedanken unterbricht. Er zeigte mir Römer 8, 23-25:

Aber nicht nur das, auch wir selbst, denen Gott doch schon seinen Geist gegeben hat – als Vorschuss auf das künftige Erbe -, auch wir seufzen innerlich und warten sehnsüchtig auf das Offenbarwerden unserer Kindschaft: die Erlösung unseres Körpers. Denn mit dieser Hoffnung sind wir gerettet worden. Aber eine Hoffnung, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Denn warum sollte man auf etwas hoffen, was man schon verwirklicht sieht? Wenn wir aber auf etwas hoffen, was wir noch nicht sehen können, warten wir geduldig, bis es sich erfüllt.

Da war ein Noch-nicht, das ich übersehen hatte. Unser Körper ist noch nicht erlöst, Es fehlt uns noch etwas, aber das ist kein Grund zur Verzweiflung. Wir haben ein Pfand bekommen, damit wir ganz sicher sind, dass wir das volle Erbe ausgezahlt bekommen. Aber noch seufzen wir beschwert. Sogar Jesus selbst, dem doch alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist, wartet auf den Vollzug seiner Herrschaft.

Als das so langsam bei mir einsackte, begann auch mein Herz zu brennen. Auf einmal sah ich es überall in der Bibel! Ich kriegte eine ganz neue Freude. Wenn in 1. Petrus 1,5-9 steht:

Und weil ihr an ihn glaubt, wird Gott euch durch seine Macht für die Rettung bewahren, die schon bereitliegt, um dann in der letzten Zeit offenbar zu werden. Deshalb jubelt ihr voller Freude, obwohl ihr jetzt für eine Weile den unterschiedlichsten Prüfungen ausgesetzt seid. Doch dadurch soll sich euer Glaube bewähren und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als das vergängliche Gold, das ja auch durch Feuer geprüft wird. Denn wenn Jesus Christus sich offenbart, wird auch die Echtheit eures Glaubens sichtbar werden und euch Lob, Ehre und Herrlichkeit einbringen. Ihn liebt ihr ja, obwohl ihr ihn noch nie gesehen habt, an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn auch jetzt nicht seht, und jubelt in unsagbarer, von Herrlichkeit erfüllter Freude. So werdet ihr das Ziel eures Glaubens erreichen: eure Rettung –

so ist das genau meine Erfahrung!

Ich kann mich in der Realität meines Lebens wieder orientieren. Ich muss nicht mit dem Kopf durch die Wand, wo kein Loch ist. Ich weiß, die vollkommene Heiligkeit, Gesundheit und Befreiung liegt in der Zukunft. Aber ich weiß auch, dass sie kommt! ich schmecke und rieche sie schon, und ich habe mein Pfand – und ich vertraue und liebe Jesus mehr als je zuvor, weil er mir die Wahrheit sagt!