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Unvergänglicher Schmuck für Frauen nach Gottes Herzen

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Schönheit ist etwas, was direkt aus Gottes Herzen kommt. Gott selber ist der Inbegriff aller Schönheit. Er hat diese Welt schön gemacht, die Natur und die Menschen. Ich wundere mich oft, wie die kleinsten Blumen so voller liebevoller Details sind, wie viel Mühe und Phantasie Gott daran gewendet hat, sie zu schmücken. Und manchmal, wenn ich z.B. so einen schönen Sonnenuntergang betrachte, der wie an den Himmel gemalt ist, dann danke ich Gott, dass er uns mit einem „Schönheitssensor“ ausgestattet hat, damit wir das alles auch genießen können. Auch befähigt er uns, schöne Sachen zu machen. Es erstaunt mich immer wieder, wie in den primitivsten Kulturen Menschen bemüht sind, schöne Dinge zu machen, Decken, Krüge, Kleider verzieren usw. Schönheit tut uns gut. Allerdings ist sie in dieser Welt, in der wir leben, durch den Sündenfall beschädigt und der Vergänglichkeit unterworfen, und manchmal wird sie für böse Zwecke benutzt oder zum Götzen gemacht, um den sich alles dreht. Von einer ganz besonderen und unvergänglichen Schönheit und Attraktivität ist im 1. Petrusbrief im 3. Kapitel die Rede:

Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben! Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr köstlich ist. Denn so schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten; wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet.

Dieser Brief ist an Leute geschrieben, die als Christen in ihren verschiedenen Lebenssituationen merkten, dass sie Fremdkörper waren in ihrer Umwelt. Sie wurden verleumdet und missverstanden, bestraft, obwohl sie Gutes taten usw. Petrus versucht ihnen Mut zu machen, dass sie sich an der Zukunft orientieren, die Gott ihnen versprochen hat und  am Unsichtbaren und nicht am Sichtbaren. Dabei gibt er ihnen viele praktische Tipps, wie sie in der Zwischenzeit ihren Alltag leben sollen, um die Herzen derer zu gewinnen, die etwas gegen sie haben, weil sie Christen sind.

Z.B sagt er ihnen in Kapitel 2,12:

Führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tag der Heimsuchung.

D.h. handelt so, dass sie zugeben müssen, dass das, was sie euch nachsagen, nicht stimmt.

Sie sollten die Obrigkeit achten, allen Menschen mit Respekt begegnen, falls sie Sklaven waren, gut für ihre Herren arbeiten, selbst wenn die ihnen das nicht dankten usw. Wenn ihr für euer Gutestun dann leidet, sagt Petrus, dann seht das als Gelegenheit, Jesus darin nachzufolgen, der auch beleidigt und verurteilt wurde, obwohl er nur Gutes getan hat. Das ist unser Normalzustand in dieser Welt und sollte uns nicht weiter wundern.

Es gab damals auch Frauen, die zum Glauben gekommen sind, aber deren Männer keine Christen geworden waren. Für ihre besondere Situation hat Petrus auch Ratschläge. Er rät ihnen, einen ganz besonderen Schmuck anzulegen, um ihre Männer zu gewinnen. Dieser Schmuck steht uns aber allen gut – auch den Singles.

Wir Frauen sind im Allgemeinen gut mit Worten. Aber hier sagt Petrus: Labere nicht so viel – lass es sehen! Das ist viel wirkungsvoller, nicht nur gegenüber Ehemännern.

Das heißt nicht, dass wir nicht über das Evangelium sprechen  oder uns nicht zu Jesus bekennen sollen. Aber irgendwann ist es dann auch genug. Mehr Worte machen nicht mehr Wirkung, sondern manchmal weniger, vor allem, wenn das Leben nicht dazu passt. Letzten Endes geht es um die Frage: Wie kann ich Herzen gewinnen, nicht für mich, sondern für Jesus?

Petrus sagt hier: Indem du deinen Schmuck anlegst. Aber nicht den, mit dem du alle Blicke auf dich ziehen willst. Damit wir hier nichts falsch verstehen: Petrus meint nicht, ich soll so hässlich oder komisch wie möglich rumlaufen und die Leute durch mein Äußeres abschrecken. Aber passt mein Äußeres zu Jesus? Nicht, wenn es Männer zu ehebrecherischen Gedanken verführt und auch nicht, wenn anderen Frauen die Schau gestohlen werden soll. Das liegt uns leider nicht so ferne, wie wir es gerne hätten, und es gut, wenn wir da immer wieder unsere Herzen prüfen, was so unsere tiefsten Motive sind bei dem, was wir tun. Und: Das Äußere wird überbewertet. Das, was wirklich schön macht, liegt innen, im Verborgenen. Gott findet es anziehend, und es wirkt auf Menschen anziehend.

Nun ist es ja eigentlich verwunderlich, dass Gott und Menschen, die mit Gott nichts zu tun haben wollen, mal den gleichen Geschmack haben! Aber auch von dem heranwachsenden Jesus heißt es: Er nahm zu an Gunst bei Gott und Menschen. Und auch von der jungen Gemeinde wird in der Apostelgeschichte gesagt: Sie hatten Gunst bei dem ganzen Volk.

Tatsächlich mögen die meisten Menschen lieber fröhliche als mürrische Menschen um sich herum und lieber ruhige als nervöse, die herumhasten wie kopflose Hühner, und lieber zuverlässige und beständige als solche, die viel versprechen und nichts halten. Lieber freundliche als aggressive, lieber ehrliche als Betrüger, lieber kooperative als solche, die sich immer querstellen, lieber ermutigende als chronisch kritische usw. … In der Gegenwart von jemand, der dir die Butter auf dem Brot von Herzen gönnt, und der nicht versucht, dich für seine Zwecke zu manipulieren, bist du wesentlich entspannter.

Es ist also was dran, dass ein guter Charakter generell einen Menschen schmückt, und dass man innerlich sehr hässlich sein kann, auch wenn man schön ist und die tollsten Kleider hat. Aber hier geht es nicht nur um Nettigkeit, um Nettigkeit zurückzubekommen und um Menschen zu gefallen. Der eigentliche Wunsch soll sein, Gott zu gefallen. Dass das dann auch Menschen gefällt, ist ein Nebeneffekt.

Nun könnte man das ja fast so verstehen, als könnte ich mir bei Gott irgendwie Pluspunkte verdienen durch entsprechendes Verhalten. Wir wissen, dass das nicht geht. Aber was ist das denn hier, was Gott so gefällt, ja was für ihn kostbar ist? Es ist die Haltung eines Herzens, das ihm vertraut. Und daraus wächst all das andere.

Gott genießt es sozusagen, wenn wir ihm vertrauen, wenn wir seine Liebe wirklich annehmen.

Wenn ich weiß, dass ich geliebt werde – dann muss ich nicht mehr um Liebe kämpfen. Was machen Frauen alles, weil sie Liebe wollen! Viel Sünde kommt genau daher, dass wir Liebe erkaufen wollen, mit gutem Aussehen, mit Sex, mit Leistung. Wir vergleichen uns mit anderen und fühlen uns nie genug und sicher. Und dann sieht Gott Frauen, die glauben, dass er sie liebt, und die das deswegen alles nicht mehr nötig haben – und es freut ihn. So hat er sich das gedacht. Das ist in seinen Augen schön.

Er sieht Frauen, die wissen, dass Gott für sie sorgt. Deswegen können sie sich unterordnen. Sie flippen nicht jedes Mal aus, wenn sie denken, ihr Mann trifft eine falsche Entscheidung. Sie sind keine Kontrollfreaks. Ich will damit jetzt nicht sagen, dass eine Frau sich um jeden Preis unter offensichtliche Verantwortungslosigkeit oder sündiges Verhalten unterordnen soll. Es gibt Sondersituationen; ich denke z.B. an die Geschichte von Abigail und Nabal im Alten Testament. Aber bin ich erst mal gelassen, weil ich Dinge Gott überlassen kann? Weil ich ihm vertraue?

Sara wird uns hier als Vorbild genannt. Versetzt euch mal in ihre Lage. Eines Tages kommt dein Mann heim und sagt: Sara, wir packen! Gott hat mir gesagt, wir sollen alles hinter uns lassen und in ein Land gehen, das er mir geben wird. Wie, sagt Sara, was für ein Land? Ja, das weiß ich noch nicht. Das zeigt er uns dann.

Mit Sara hatte Gott nicht gesprochen, zumindest ist uns das nicht erzählt. Aber sie packte, ließ Vater, Mutter, Onkel, Tante, Freundinnen und ihr schönes Haus und alles, was sie kannte und liebte, hinter sich, und wusste, sie kommt nie mehr zurück und weiß nicht, wohin sie geht – weil sie Abrahams Frau war. Und weil sie ihre Hoffnung auf Gott setzte! Nicht auf Abraham, da wäre sie auch bitter enttäuscht worden, obwohl Abraham ein guter Mann war.

Es gibt bei gottesfürchtigen Frauen was zum Anschauen. Hier steht: Wenn sie euren in Furcht reinen Wandel, eure reine Lebensführung, angeschaut haben, werden sie vielleicht gewonnen. Es ändert sich was, wenn wir uns zu Jesus bekehren. Unser Leben war bis dahin Ich-orientiert und Menschen-orientiert. Jetzt wird es Gott-orientiert. Wir können und wollen nicht weitermachen in der Sünde, die uns nur Elend gebracht hat. Wir haben erkannt, dass Gott es besser weiß, und deshalb suchen wir seinen Willen und lassen sein Wort durch unser Leben putzen in einem fortlaufenden Prozess, und das führt zu einem „reinen Wandel“. Die Sturheit wird rausgekehrt und das respektlose Reden und der Egoismus und die Faulheit und das Grollen und das Konkurrenzdenken und die sexuelle Unreinheit usw. Und das kann man anschauen. Wir werden nicht perfekt, Fehler passieren immer wieder, die sind auch bei Sara passiert. Es gab Zeiten, da hatte ihr Gottvertrauen einen Knacks. Das überzeugendste Zeichen eines erneuerten Herzens ist, dass man sie zugeben und um Verzeihung bitten kann. Und wenn wir unsere Sünden bekennen, dann wird auch alles wieder rein, weil Jesu Blut uns reinmacht.

Der verborgene Mensch des Herzens – das ist das, was nur Gott sieht, aber was nach außen strahlt. Dieser Mensch soll geschmückt sein mit einem sanften Geist. Das Wort Sanftmut bezeichnet die Freundlichkeit der Stärke, nicht Schwäche, wie es oft missverstanden wird. Es bedeutet nicht, dass man der Fußabtreter ist oder keine eigene Meinung hat, sondern dass man sich nicht durchsetzen muss, weil man weiß, dass Gott für einen kämpft, dass man freundlich sein kann sogar zu seinen Feinden, weil man aus dem Liebesüberschuss Gottes lebt.

Von Moses heißt es, dass er der sanftmütigste Mensch auf der Erde war. Es gibt eine interessante Geschichte in 4.Mose 12. Da greifen seine eigenen Geschwister, Miriam und Aaron ihn an. Und Moses sagt gar nichts dazu. Er hat sich nie nach dem Posten gedrängt, der Führer zu sein. Und dann zitiert Gott selbst die Drei zum Heiligtum und bläst Aaron und Miriam den Marsch. Miriam straft er mit Aussatz. Und was macht Mose? Er schreit zu Gott um Heilung für seine Schwester. Das ist Sanftmut.

Der stille Geist ist ein Charakteristikum der Gemeinschaft mit Gott. Das Wort das hier steht, bedeutet  ungestört, nicht beunruhigt. Es erinnert mich an die Geschichte von Maria und Martha. Jesus sagte zu Martha: Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge. Aber eins ist nötig, das was Maria hier macht. Maria hat zugehört. Sie hat ihre Fragen und Sorgen und alles zu Jesus getragen und sich zu seinen Füßen gesetzt und erwartet, dass Er die Probleme löst und die Antworten hat. Wenn wir diese verborgene Gemeinschaft mit dem Herrn pflegen, dann können wir ruhig sein und immer wieder bei ihm ruhig werden.

Und das macht uns wirklich stark. Denn jetzt kommt die letzte Perle in dieser Kette, und das ist jetzt keine Eigenschaft, die man Frauen normalerweise zurechnet, aber eine, die heilige Frauen, wie sie hier genannt werden, immer auch schmückt, und das ist das furchtlose Tun des Guten. Denn es ist nicht gesagt, dass diese innere Schönheit dir nun einen gemütlichen Weg durchs Leben ebnet. Das eine ist, dass auch Christen schlimme Dinge passieren, Krieg, Tod, Krankheit, Gewalt, Scheidung und vieles andere. Und das andere, dass das Wesen Jesu in dieser Welt immer zweierlei Reaktionen hervorruft: Gunst und Hass. Und wir müssen mit Hass und Ablehnung rechnen und mit „Schrecken“, wie es hier heißt, manchmal auch in der eigenen Familie.

Ich lese in meiner persönlichen Stillen Zeit gerade Jeremia, und da habe ich etwas Interessantes gefunden. Jeremia bekam von Gott einen schweren Auftrag und ein „Erschreck-Verbot“. Ich fand das fast ein bisschen brutal. Gott bettet uns nicht auf Rosen, er gibt uns manchmal schier unmögliche, unangenehme Aufgaben. Wir müssen gerecht leben, und auch wenn das unserer Umwelt nicht gefällt, manchmal unbeliebte Standpunkte beziehen. Selbst wenn das unseren Männern nicht gefällt! Das kann vorkommen. Ich kannte eine Frau, die vor ein paar Jahren gestorben ist mit über 90. Sie war mit einem ungläubigen Mann verheiratet. Er war eigentlich ein guter Mann, und sie kamen gut miteinander aus. Er hat sie auch in die Gemeinde gehen lassen. Aber immer, wenn Fastnacht war, wollte er, dass sie mitkommt, wenn er mit den Kollegen feiern ging, und sie konnte das nicht, weil sie wusste, wie es da abging. Dann hat sie sich geweigert, und zu ihm gesagt: Du bist mir das Liebste auf der Welt, aber der Herr Jesus ist mir mehr wert als alles, und das würde ihm nicht gefallen. Und das hat ihn total wütend gemacht, und dann hat er sie verprügelt und ist allein gegangen. Und nach vielen, vielen Jahren, wo er ihren in Furcht reinen Wandel angeschaut hat, hat er sich bekehrt, und dann ist er mit ihr dem Herrn nachgefolgt. An sie muss ich immer denken, wenn ich das hier lese.

Schrecken ist Schrecken! Den Schrecken nicht fürchten, heißt, nicht nach meiner Furcht handeln, sondern nach dem, was Gott will. Dazu brauch ich Leidensbereitschaft, und der Herr muss mir mehr wert sein als alles. Es macht Gott groß, wenn wir den Menschen zeigen: ihm gehöre ich, ihm vertraue ich, seine Liebe ist das Größte für mich, und er ist es wert, für ihn zu leiden. Lasst uns für unseren Gott diese Perlen anlegen: Sanftmut, weil er mich mit seiner Liebe übergossen hat und mein Schutz und meine Verteidigung ist, Ruhe, weil ich Gemeinschaft mit ihm haben und alle Sorgen und Kümmernisse und Fragen bei ihm ablegen kann, und furchtloses Gutestun, weil er mit mir ist, und weil er es wert ist! Dann haben wir eine übernatürliche und unvergängliche Schönheit, die von innen nach außen strahlt.