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Tipps fürs innere Gleichgewicht (2)

Photo by Charles Deluvio on Unsplash

Angst vor dem Tod geht durch das Land. Wie verhältnismäßig das Gefühl der unmittelbaren Bedrohung ist – darüber streiten sich die Gelehrten. Tatsache ist: Die Sterblichkeit des Menschen liegt immer – mit oder ohne Corona – bei 100%. Ob früher oder später, ob wir es hören wollen oder nicht – wir werden sterben. Deswegen ist es unerlässlich, sich damit auseinanderzusetzen.

Der Tod ist für die meisten Menschen wie ein dunkles Tor. Was dahinter liegt, weiß man nicht. Dass dann alles aus sein soll, scheint für die wenigsten eine attraktive Perspektive zu sein. Aber wenn nicht alles aus ist – was kommt denn danach? Die Ungewissheit ist beängstigend. Deshalb schiebt man den Gedanken an den Tod gerne weg, und wenn er sich aufdrängt durch Fotos von Massen an Särgen, reagiert man mit Panik und klammert sich an mehr oder weniger taugliche Methoden, um sich die Sache – noch ein wenig – vom Leib zu halten.

Für unser seelisches Gleichgewicht ist Gewissheit unerlässlich. Was wartet hinter der Tür auf mich? Die Bibel hat als erstes eine schlechte Nachricht für uns: Der Mensch muss einmal sterben, und danach kommt das Gericht. Wir haben allen Grund, uns vor diesem Gericht zu fürchten, denn wir befinden uns von Natur mit Gott im Kriegszustand. Er hat – wenn wir ehrlich sind – vieles gegen uns vorzubringen, und wir werden uns nicht verteidigen können. Wer daran zweifelt, kann sich ja mal am Maßstab der 10 Gebote messen oder, noch besser, sich im Spiegel der Bergpredigt betrachten.

Aber Jesus ist gekommen, weil Gott uns Frieden anbietet. Gott hat selbst die Brücke zu uns geschlagen, indem er seinen Sohn als Mensch auf diese Erde geschickt hat, um als unser Stellvertreter das Urteil zu tragen. Er macht uns ein Angebot: Setz dein ganzes Vertrauen in Jesus, und deine Schuld wird vergeben! Dann musst du den Tod nicht mehr fürchten.

Sterben ist nicht leicht, aber es ist temporär. Was danach kommt, ist ewig und entscheidet sich jetzt. Vertraue dich Jesus an mit Leib und Seele und erfahre die gelassene Gewissheit, dass du in Tod und Leben bei ihm zuhause bist und das Beste noch auf dich wartet.

Und dann verschwindet die Panik und du kannst wieder klar denken und alles bekommt die richtigen Proportionen.

Beten lernen: Gottes Charakter kennen

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In meiner täglichen Bibellese (2. Chronik 20) bin ich auf ein interessantes Gebet gestoßen. Gegen das Reich Juda ist eine übermächtige Allianz zum Kampf angetreten. Der gottesfürchtige König Joschafat geht den richtigen Weg und sucht ohne weitere Umwege die Hilfe Gottes. Er ruft sein Volk zu Gebet und Fasten auf.

In seinem Gebet stellt er Gott drei interessante (rhetorische) Fragen:

  • Bist du nicht … ? O Herr, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen!
  • Hast du nicht…? Hast du nicht, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewige Zeiten?
  • Willst du nicht … ? Unser Gott, willst du sie nicht richten?

Er erinnert Gott sozusagen an sich selbst, an seinen Charakter, seine Größe und Überlegenheit, an seine Verheißungen und alles, was er schon getan hat. Die letzte Frage ist die logische Schlussfolgerung aus allem, was er über Gott weiß: Willst du sie nicht richten?  Er bekennt, dass er selbst völlig hilflos ist und keine Ahnung hat, was er tun soll. Er erwartet aber alles von diesem Gott, denn so wie er ist und sich in der Vergangenheit gezeigt hat, kann er mit seinem Eingreifen rechnen.

Sein Gebet scheint Gott zu gefallen, denn es wird sofort mit einer Zusage beantwortet. Daraufhin fängt Joschafat im Glauben an zu loben und anzubeten, schon ehe er die konkrete Hilfe erfahren hat!

Joschafats Gebet gründet sich auf eine solide Kenntnis des Wesens und der Handlungsweise Gottes – deshalb ist es so “erfolgreich”. Er kann mit einer großen Zuversicht beten, weil er weiß, wie Gott ist.

Ehe wir beten, sollten wir in Gottes Wort nachforschen: Wie ist er? Wie hat er in der Vergangenheit gehandelt? Sieht das, um das ich ihn bitten will, “ihm ähnlich”? Dann können wir uns zuversichtlich darauf berufen.