Gott schämt sich nicht

Mit manchen Menschen lässt man sich ja nicht so gerne sehen. Ihr Benehmen oder Aussehen ist einfach peinlich, und man hätte gern so ein Schild, auf dem steht: “Mit dem hab ich nichts zu tun”. Und manchmal schämen wir uns sogar für uns selbst und würden am liebsten im berühmten Mauseloch verschwinden, wenn wir uns gründlich blamiert haben.

Gott schämt sich nicht, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs genannt zu werden. Bei Abraham kann ich das fast noch verstehen; der kam mir immer sehr ehrenwert vor. Aber Jakob? Der Lügner und Betrüger, der mit dieser furchtbaren Familie?

Jesus schämte sich ja auch nicht, den Zöllner Zachäus vom Baum zu rufen und sich öffentlich bei ihm einzuladen. Er schämte sich nicht für die Sünder und Huren, die mit ihm Gemeinschaft haben wollten. Weil er sieht, was keiner sieht: Herzen voller Sehnsucht nach ihm.

Er schämt sich meiner nicht. Er hätte allen Grund dazu, wenn ich mein Leben betrachte, das mir manchmal wie eine Kette von Versagen vorkommt. Wie bei Jakob muss man über so vieles sagen: Gut gemeint und schlecht gemacht. Und doch ist es von hinten bis vorne durchtränkt mit Gnade, Barmherzigkeit und Segen. Ich kann das nicht begreifen, aber ich muss vor Freude darüber weinen, und ich fühle mich so geborgen bei diesem Gott, den meine Fehler nicht erschüttern können, der mein Herz sieht, der mich nie verlässt.

Ein Gedanke zu „Gott schämt sich nicht

  1. JNj.

    Der Herr Jesus schämt sich nicht, uns Brüder/Geschwister zu nennen (Hebr. 2,12). Was für eine Gnade und was für eine Freude! Wie sollten wir uns da des Kreuzes schämen?

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