Die Auferstehung macht den Unterschied

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Ob die Auferstehung Jesu ein historischer Fakt ist oder nur in der Vorstellung der Jünger stattfand, und ob auch wir tatsächlich auferstehen werden, entscheidet über Sinn oder Unsinn des christlichen Glaubens. Zumindest hat Paulus das so gesehen. Wenn die Toten nicht auferstehen, sagte er, sind wir die elendesten von allen Menschen und unsere ganze Verkündigung ist vollkommen sinnentleert.

Die Gewissheit, dass es eine himmlische Zukunft für die Gläubigen gibt, ist in der Auferstehung Jesu begründet. Ist sie keine Tatsache, sind wir einer Illusion aufgesessen.

Was alles an der Auferstehung hängt:

  • Wenn das Zeugnis von der Auferstehung nicht stimmt, ist auf den Rest der Geschichte von Jesus auch kein Verlass. Dann erwiesen sich die Apostel insgesamt als unzuverlässige Zeugen, die Hirngespinste ausgebrütet haben.
  • Dann hätten sowohl sie als auch alle Märtyrer der Christenheit in Geschichte und Gegenwart  ihr Leben für nichts geopfert.
  • Die Christen, die in den Lagern Nordkoreas, in den Gefängnissen Irans und in vielen anderen Ländern dieser Erde um ihres Glaubens willen leiden, wären einfach nur bemitleidenswerte Spinner, die es viel einfacher haben könnten.
  • Auch wir hätten keinen Grund, gegen den Strom zu schwimmen, auf vieles zu verzichten und für den Herrn zu arbeiten.
  • Es gäbe auch keine Hoffnung auf Befreiung von den Schwachheiten dieses irdischen Leibes. Als ich gestern Abend meinen alten verwirrten Vater nach mal wieder einem schmerzhaften Sturz vom Boden aufhalf, dachte ich: Wie gut, dass das hier nicht alles und nicht das Ende ist! Wie dankbar bin ich für die Hoffnung auf Auferstehung mit einem erneuerten Leib!
  • Wir hätten auch keine Sündenvergebung. Jesu Tod wäre nichts als ein tragisches Schicksal gewesen.
  • Und schon gar nicht hätten wir den Heiligen Geist bekommen, den er uns nach seiner Himmelfahrt geschickt hat, der uns ein neues Herz und die Kraft zu einem Gott wohlgefälligen Leben gibt!

Aber der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Beten lernen (4): Danken und Loben

Bild von Hilke Fromm auf PixabaySchon im Alten Testament wird den Gläubigen gesagt, wie man in Gottes Gegenwart kommen soll:

Geht ein zu seinen Toren mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; dankt ihm, preist seinen Namen! Psalm 100,4

Es kennzeichnet Menschen, die sich Gott nicht unterordnen wollen, dass sie ihm den Dank verweigern und es vorziehen, ihn irgendwelchen Götzen darzubringen oder auch sich selbst.

… denn trotz allem, was sie (durch die Schöpfung) über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Römer 1,21

Als Christen dagegen werden wir aufgefordert, von Dankbarkeit und Lobpreis überzufließen. Wenn wir beten: Unser Vater! Dein Name werde geheiligt!, dann sagen wir damit: Der Dank und das Lob für die Schöpfung, die Erlösung und die tägliche Güte Gottes sollen an die richtige Adresse gehen, nämlich an den Vater unseres Herrn Jesus Christus.

Danken und Bitten mischen sich hier: Wir danken Gott, für alles, was er ist und was er getan hat, und zugleich haben wir einen dringenden Wunsch: Dass die anderen Menschen das ebenfalls erkennen und verstehen und ihm danken! Dank-Expansion ist das Ziel!

Wie leicht verlieren wir das Danken aus den Augen, wenn wir mit unserer “Dringlichkeitsliste” zu Gott kommen. Es ist sehr interessant, die Gebete des Apostels Paulus zu studieren: Er dankt eigentlich immer zuerst sehr ausführlich, ehe er zu den Bitten kommt.

Wenn wir “mit Danken zu seinen Toren eingehen”, beflügelt das auch unser Bitten. Sich anbetend damit zu beschäftigen, wie mächtig, großzügig, heilig und liebevoll Gott ist, macht Mut, ihm zu vertrauen, dass er uns nichts Gutes vorenthalten wird.

Dabei sollten wir im Danken wie im Bitten nicht nur (aber auch)an die irdischen Dinge denken wie Wohlstand, Gesundheit, Familie, Sicherheit usw.  Mit den Betern der Bibel danken wir  für die Erlösung und das Erbteil im Himmel, für den Sieg über Sünde und Tod, für den Glauben und die Liebe, die Gottes verwandelnde Kraft in Menschen bewirkt, für die Liebe und Fürsorge unserer Glaubensgeschwister, für die Kraft und das Privileg, ihm zu dienen (um nur einiges zu nennen).

Wie so vieles im Leben ist Danken “Übungssache”. Vor dem Danken kommt Denken, und beim Nachdenken über das Wort und Tun Gottes kommen die Gefühle und die Worte. Es erfordert einen Herzensentschluss und Einsatz:

Durch Jesus nun wollen wir Gott ein immer währendes Dankopfer darbringen: Wir wollen ihn preisen und uns zu seinem Namen bekennen. Hebräer 13,15

Beten lernen (3): Was gibt mir das Recht?

cmdr-shane-610506-unsplashVor Jahren hatte ich eine liebe Freundin, bei der wir uns unter der Woche zum Beten und Bibellesen getroffen haben. Sie war für mich der Inbegriff unkomplizierter Gastfreundschaft. Wenn sie mal in Urlaub war, gab sie einfach einem von uns den Schlüssel. Wir durften an ihre Schränke gehen und uns Tassen holen und was wir sonst so brauchten. Es passierte mir oft, wenn ich vor ihrer Tür stand, dass ich gedankenverloren meinen eigenen Hausschlüssel zückte, bis mir einfiel: Ach nein, das ist doch nicht deine Wohnung! Als ich ihr das mal erzählte lachte sie und meinte: Das ist ein gutes Zeichen; es heißt, dass du dich hier zu Hause fühlst.

Was ist der Schlüssel, dass ich mich bei Gott so zu Hause fühlen kann, dass ich da ganz unkompliziert ein und aus gehen kann?

Als Gott den Menschen geschaffen hat, hatte er im Garten Eden vertrauten Umgang mit ihm. Es war völlig klar, dass er der Schöpfer war und der Mensch das Geschöpf, aber da war keine Barriere zwischen ihnen. Die Gemeinschaft war ungetrübt und wunderschön.

Das änderte sich schlagartig, als der Mensch Gott das Vertrauen entzog und lieber dem Satan glaubte. In diesem Moment zogen Scham, Furcht, Schuldgefühle und Fremdheit in die Beziehung ein. Mensch und Gott konnten nicht mehr zusammen leben. Diese Beziehungsstörung hat sich “vererbt”. Zwischen Mensch und Gott ist sozusagen eine Mauer, und wir alle wurden hinter dieser Mauer im Land der zwar stolzen, aber im tiefsten furchtsamen und heimatlosen Rebellen geboren. Was uns übrigblieb, war bestenfalls eine Sehnsucht nach Sinn und selbstgebastelte Konzepte von Gott, aber wir kannten ihn nicht persönlich.

Gott wollte es nicht dabei bewenden lassen. Er hatte von Anfang an einen Rettungsplan, und den hat er ausgeführt, indem er uns durch seinen Sohn und sein Opfer am Kreuz eine Brücke zu sich zurück gebaut hat. Alle, die sich Jesus übergeben und diesen Vertrauensentzug zurücknehmen, die mit ihrem ganzen Sein sagen: Ich glaube dir, darum will ich auf dich hören!, die erhalten den Schlüssel zurück ins Paradies der Gemeinschaft mit Gott.

Darum sagt Jesus:

 Der Vater selbst hat euch lieb!

 Wenn ihr betet, sagt: Unser Vater! 

 Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun.

Jesus gibt denen, die ihm vertrauen, die Zugangsberechtigung zu Gott als Vater (der, bei dem ich zu Hause bin). Deswegen sagt er, wir sollen in seinem Namen beten. Sein Name – das ist das ganze Gewicht seiner Person und seines Opfers. Er ist unser Schlüssel in die wiedergewonnene, liebevolle Gemeinschaft mit Gott. Er gibt uns durch sein Verdienst das unverdiente Recht, zu Gott zu kommen und alles, was uns bewegt, mit ihm zu teilen. Dann können wir beten.

Beten lernen (2): Zu wem?

prayer-1269776_1920 (2)Eine der wichtigsten Fragen beim Gebet ist, wer mein Gegenüber, wer dieser Gott ist. Ist er eine nebulöse Macht? Wenn er ein Gott ist, der hören und antworten kann, dann muss er eine Person sein, nicht ein Etwas, sondern ein Jemand, zu dem ich in Beziehung treten kann.

Nun macht es für mein Gebet einen sehr großen Unterschied aus, wie dieser Gott ist, dem ich mich da nähere. Möchte er das überhaupt? Interessiert er sich für mich? Macht er Aussagen, auf die ich mich verlassen kann, oder ist er launisch und trifft willkürliche Entscheidungen je nach Tagesform? Muss ich ihn besänftigen, oder ist er mir von vornherein gut?

Gott hat sich uns geoffenbart. Er zeigt sich in der Schöpfung, er zeigt sich in seinem Wort, und er zeigt sich in seinem Sohn, Jesus Christus.

Durch die Schöpfung zeigt er uns seine Größe und Macht. Sie hat etwas zugleich tief Beglückendes und Einschüchterndes. Das Wort Gottes zeigt uns unter anderem die Maßstäbe Gottes, an denen seine Heiligkeit und unser totales Versagen deutlich wird. Sie zeigt uns auch einen Gott, der die Sünde bei uns nicht einfach übersieht. Und Christus zeigt uns das Herz Gottes, seine Liebe, die uns sucht und zurückführen will, und das Opfer, das unsere Sünde wegnehmen kann.

Wenn du beten  und dabei nicht nur ins Blaue hineinsprechen willst, musst du diesen Gott kennenlernen. Lies die Bibel! Darin findest du alles, was du dazu brauchst.

Im nächsten Post wird uns die Frage beschäftigen: Was gibt mir das Recht, vor Gott zu treten?

Beten lernen (1): Warum überhaupt beten?

god-2025655Warum überhaupt soll der Mensch beten? Was ist das eigentlich, Gebet?

Gebet bedeutet, dass ich mich bewusst an Gott wende.  Als Grundvoraussetzung dafür nennt die Bibel:

Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen. Hebräer 11,6

Ich sage also etwas aus, wenn ich bete.

1. Ich erkenne an, dass es einen Gott über mir gibt, und dass er Dinge tun kann, über die ich keine Macht habe.

2. Ich bin von ihm abhängig, und ich brauche ihn.

3. Ich vertraue auf ihn, dass er mich hört.

Es geht also nicht um das Abspulen eines Rituals. Es geht auch nicht um gute Wünsche oder darum, anderen Menschen magisch Kraft zu schicken, die Daumen zu drücken oder ähnliches. Es geht auch nicht darum, Gott zufrieden zu stellen oder Pluspunkte bei ihm zu sammeln, indem ich eine religiöse Leistung erbringe. Ich brauche IHN, darum bete ich.

Der Freude auf der Spur

directory-1187129_1920“Freut euch!”, sagt Paulus in seinem Brief an die Philipper nicht nur einmal. Gott will definitiv, dass wir uns freuen! In unseren Adern soll Freude fließen, kein Zitronensaft!

“Freut euch im Herrn!”  Kommt da gleich der Verdacht auf, dass das vielleicht eine langweiligere Art von Freude ist, eine fromm gedämpfte sozusagen? Ich kann es dir aus eigener Erfahrung bezeugen: Keinesfalls! Es ist die einzige echte Freude überhaupt, eine unzerstörbare, die mitten im Leid bombenfest hält, und die nicht den schalen Nachgeschmack eines schlechten Gewissens hat.

Aber was genau soll “Freude im Herrn” nun sein?

Zum einen ist es die Freude über Gott. Dass er durch Jesus eine Brücke zu uns gebaut hat, weil er uns so liebt. Dass er uns adoptiert hat und wir nie mehr alleine sind, sondern Tag und Nacht einen geduldigen und interessierten Ansprechpartner haben, der dazu noch in der Lage ist, alle unsere Probleme zu lösen. Dass er durch sein Wort mit uns redet. Dass wir gefunden haben, was wir auf so vielen Straßen vergeblich gesucht haben. Freude an seinen Verheißungen, an all den guten Dingen, die er für uns tut, an den großen und kleinen Wundern in unserem Leben, an Gebetserhörungen, wenn wir erleben, wie er uns hilft. Die Freude, bis in die Tiefe unseres Seins gekannt und  angenommen zu sein.

Aber es gibt noch einen anderen Aspekt, und das ist die Freude mit Gott. Gott bezieht uns mit ein in seine eigene Freude. An was freut sich Gott? Er freut sich, wenn ein Sünder zurückkommt zu ihm. Dann steigt im Himmel eine Party. Aber das ist nur der Anfang. Er freut sich an dem, was er selbst in uns tut. Er will uns nämlich Lohn geben. Und jedes Mal, wenn er uns was gutschreiben kann ( was er selbst in uns gewirkt hat), freut er sich.  So freut sich Paulus zum Beispiel mit Gott über die Philipper, als sie ihm Unterstützung schicken. Wegen dem Geld? Nein, sondern weil es wie ein Opfer ist, dessen Duft vom Altar zu Gott aufsteigt, ein Opfer, das Gott willkommen ist und an dem er Freude hat (Philipper 4,18). Er freut sich mit Gott über diese geistliche Frucht bei den Philippern. Über die Thessalonicher freut er sich dermaßen, dass er sich fragt: Denn was für Dank können wir Gott euretwegen abstatten für all die Freude, womit wir uns euretwegen freuen vor unserem Gott (1. Thessalonicher 3,9)? Auch der Apostel Johannes freut sich auf eine ähnliche Weise: Es gibt für mich keine größere Freude, als zu hören, dass meine Kinder so leben, wie es der Wahrheit entspricht (3.Johannes 4). Man könnte dazu noch jede Menge Stellen anführen. Ich habe heute morgen Freude im Neuen Testament gesammelt, und nun ist meine Bibel voller Smilies Smile.

All das entspricht auch meiner Erfahrung. Echte Bekehrungen zu Gott sind eine Freude! Andere Gläubige, in denen wir Gott an der Arbeit sehen, die geistlich wachsen, sind eine Freude! Zu sehen, wie Menschen Jesus über alles lieben und bereit sind, Opfer zu bringen, ist eine Freude! Die Anbetung von anderen zu hören und zu sehen, wenn wir miteinander Gott preisen, ist eine Freude! Mit anderen zusammen der Heiligung nachzujagen und fürs Evangelium zu kämpfen, ist eine Freude! Und da gibt es Christen, die wegen ein paar Schwierigkeiten und Enttäuschungen darauf verzichten und meinen, sie brauchen keine Gemeinde? Was für eine traurige, sinnlose Selbstberaubung! Was für eine Unterbrechung der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater, der sich an seinen Kindern freut und uns daran Anteil haben lässt!

Ich will mich freuen!


Können Christen Fastnacht feiern?

carnival-250936_1920Es ist mal wieder die Jahreszeit, wo man sich diese Frage stellt. Fastnacht, erklärte mir einmal ein katholischer Diakon, sei  ein christliches Fest, damit man vor der Fastenzeit noch mal richtig die Sau rauslassen könne. Damit du selbst entscheiden kannst, ob das so ist, lasse ich einfach mal Paulus sprechen:

Von sexueller Unmoral jedoch, von Schamlosigkeit jeder Art und von Habsucht soll bei euch nicht einmal geredet werden. Das schickt sich nicht für Menschen, die Gott geheiligt hat. Auch Unanständigkeit, dummes Geschwätz und derbe Späße passen nicht zu euch. Benutzt eure Zunge lieber zum Danken! Denn ihr müsst wissen, dass keiner von denen, die in sexueller Unmoral leben, ein ausschweifendes Leben führen oder von Habgier erfüllt sind – einer Form von Götzendienst –, einen Platz im ewigen Reich von Christus und Gott haben wird. Lasst euch von niemand einreden, dass das alles harmlos sei! Denn gerade wegen dieser Dinge ziehen sich die ungehorsamen Menschen den Zorn Gottes zu. Habt also nichts mit ihnen zu tun!  Früher gehörtet ihr zwar zur Finsternis, aber jetzt gehört ihr durch den Herrn zum Licht. Lebt nun auch als Menschen des Lichts! Ein solches Leben bringt als Frucht jede Art von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Fragt immer danach, was dem Herrn gefällt, und beteiligt euch nicht an den nutzlosen Dingen, die aus der Finsternis kommen, sondern stellt sie vielmehr bloß. Denn was manche heimlich tun, ist schon auszusprechen unanständig …

Achtet also genau darauf, wie ihr euer Leben führt – nicht als törichte, sondern als weise Menschen! Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit. Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will! Und betrinkt euch nicht, denn das führt zu einem zügellosen und verschwenderischen Leben, sondern lasst euch vom Geist Gottes erfüllen! (Epheser 5,3-12.15-18)